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Unsere Altvorderen haben ja gerne und oft kastriert: Kriegsgefangene und Sklaven, wenn wir uns mal auf das Römische Reich beschränken.
Das Gewusst–wie war von Bedeutung. Man wollte kastrierte Sklaven, keine, die den Eingriff nicht überlebten.
Eine sehr sinnige Erfindung war die Kastrationsklammer, ein seit der Antike verbreitetes und geschätztes Werkzeug, dessen Funktionalität man heute noch in Museen bewundern kann.
Das Gerät wurde zwischen Glied und Hoden am Hodensack angebracht, der Hodensack zwischen zwei Klemmbacken geklemmt. Diese wurden kräftig gegeneinander gedrückt, dann der Spalt zwischen den Backen mittels Schrauben so weit verengt, dass das Gewebe gepresst und die Blutzirkulation zuverlässig unterbunden war. Die abgeklemmten Hoden wurden nun gegriffen, es folgte ein energischer Schnitt mit dem Kastrationsmesser – der Hodensack war samt Inhalt abgetrennt. Eunuchus factus, wie man damals sagte. Oder eunuchus sum, je nach Perspektive.
Die Wunde wurde kauterisiert, so war sie steril verschlossen und die Kastrationsklammer konnte abgenommen werden. Wenn der Sklave kooperierte, dauerte der Eingriff nicht länger als eine Viertelstunde.
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