Nur mit viel Weh und Ach lehnte Ravenna die hunnischen Forderungen ab. Honoria wurde von Byzanz nach Italien zurückgeschickt, rasch zwangsverheiratet, und dann in einer Klosterzelle eingemauert. Zu Attila schickte der Kaiserhof eine Gesandtschaft mit der Nachricht, es gebe keine weibliche Thronfolge im weströmischen Reich. Attilas Hinweis auf das Beispiel von Placidia und Pulcheria sei gegenstandslos. Anders als die Genannten sei ja Prinzessin Honoria rechtmäßig verheiratet in unauflöslicher Ehe. Attila könne sie also niemals heiraten. Insofern sei auch die hunnische Forderung, Gallien als Mitgift zu erhalten, völlig gegenstandslos und entbehre jeder Rechtsgrundlage. So weit hatte man sich in Ravenna verstiegen: anstatt Attila einfach totzuschlagen, debattierte man mit dieser Geißel des Erdkreises über Rechtsfragen. Fortsetzungsgeschichte!