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Kevin schrieb am 24.10. 2010 um 18:51:35 Uhr über

Demütigung

Demütigung ist das Gefühl, wenn ein anderer Mensch sich sozial über einen selbst stellt und den Moment auskostet.

Ich habe das mehrmals erlebt. Einmal, so erinnere ich mich, wurde ich von ein paar Schulkameraden angespuckt. Man spuckt nur schwächere, niedere Menschen an. Man zeigt, indem man sie anspuckt, dass man über ihnen steht. Der Angespuckte ist gedemütigt und er ist dem Auskosten des Moments durch die anderen ausgeliefert.

Das Gefühl an sich schlägt in Scham um. Niemand möchte unter einem anderen Menschen stehen. Weil man weiß, dass das nicht richtig ist. Anders herum genießt es der Gegenüber. Er genießt die Angst, genießt bisweilen die physische Erregung die eine Machtstellung mit sich bringt.

Man selbst vergisst diese Momente niemals. Sie brennen sich ein, wie eine Seele. Und die Menschen, die einen gedemütigt haben, die vergisst man ebenfalls nie.

Sei es das Mädchen, was mich auf dem Nachhauseweg angespuckt hat. Die Jungs, die meinen Kopf ins Klo tauchten, oder die Vorgesetzte, die mir auftrug, ihre Arbeitsschuhe zu putzen.

Diesen Menschen wird man bis zum Ende seines Lebens mit Scham und Respekt begegnen. Weil sie durch die Demütigung eine Rangordnung erstellt haben. Eine, wo man selbst unten steht und die anderen oben.


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