6. Regressive Depressivität aus dekompensierter Überanpassung Pflichtbewußte Versorgung des Kleinkindes, ohne adäquate Reaktionen auf dessen emotionale Signale --> unvermittelte Reduktion dieser „halbherzigen Zuwendung“ (meist schon im 2. Lebensjahr), einhergehend mit überhöhten Unterordnungs- und Leistungsforderungen --> Versagens- u. Verlustängste --> unterwürfige Willfährigkeit und eifrige Strebsamkeit als Werbung um emotionale Anerkennung --> Scheitern dieser Strategie im Jugend- oder Erwachsenenalter --> ängstlicher Rückzug in die Introversion --> regressive Verschmelzungs- und Todessehnsüchte (oft mit Fürsorglichkeit einklagender Anspruchshaltung) --> regressive (evtl. klagende bzw. fordernde) Depressivität --> Interventionsbedürftigkeit (vgl. Hans Giebenrath von Hermann Hesse, Esther von Silvia Plath, Nelson von John Updike) Theorie: Silvano Arieti