Scherschneiden ist das Zerteilen eines Werkstoffes durch zwei sich aneinander vorbeibewegende Schneiden (DIN 8588). Der Werkstoff wird dabei abgeschert. In der Blechbearbeitung gehört dieses zerteilende Trennverfahren zu den am häufigsten angewendeten Verfahren überhaupt. Das bekannteste Werkzeug für dieses Trennverfahren ist die auch im Haushalt gebräuchliche Schere. Die Werkstofftrennung durch Scherschneiden lässt sich in vier Phasen einteilen: das Aufsetzen von Ober- und Untermesser die elastische Verformung des Werkstoffes die plastische Verformung des Werkstoffes der Abriss des Werkstoffes Maßgeblich für die Qualität der Schnittflächen sind die Materialdicke selbst, der Schneidspalt im Verhältnis zur Materialdicke, der Verschleißzustand der Schneidwerkzeuge, die Materialart, die Werkzeugführung und die Teilegeometrie.