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Anita schrieb am 10.7. 2012 um 13:10:01 Uhr über

Gesäß

Die Wohnung, in der ich aufwuchs, war gemütlich. Mehr oder weniger. Denn wenn ich oder einer meiner beiden Brüder etwas ausgefressen hatten, wurde diese Wohnung zum Strafhaus und ich merkte im Laufe der Zeit, dass es in bestimmten Räumen vorhersehbare Strafen gab--- ich rede hier nur von Züchtigungen. Wurde jemand von uns aufgefordert, mit Vati in das Schlafzimmer zu gehen, wußte man, daß er bedächtig entweder seinen Gürtel aus den Hosenschlaufen zihen würde oder aber die Kleiderschranktür knarrzend öffnen würde und einen seiner Lederriemen entnehmen würde. Vati legte den Gürtel doppelt zusammen und forderte sehr gelassen auf, den Hintern frei zu machen und sich mit heruntergezogenen Schlüpfern quer über das Bett zu legen.
Das war eine kribbelnde Angst und dann das Geräusch, wenn der Gürtel durch die Luft schwang und endlich oder viel zu schnell Klatschen und Schmerz zugleich auftraten....ich hatte mir so manches Mal vorgenommen, alles klaglos hinzunehmen aber spätestens beim 3. Hieb jaulte ich auf . Irgendwie war es besser, zu winseln und zu betteln und egal wie ich schrie, einen Arschvoll zu bekommen schien einem festgelegtem Ritual zu folgen und Vati bestimmte, wenn es reichte.
In jener Zeit mußten wir noch unsere Schulnoten den Eltern vorlegen und diese setzten ihre Unterschrift als Beweis der Kenntnisnahme dazu. Ich war eine recht gute Schülerin, so lernte ich das Arbeitszimmer als Strafzimmer nicht so häufig kennen wie meine Brüder. Besonders Raymond, der in Chemie und Physik oft schlechte Noten heimbrachte, wurde zum »Lohn« regelmäßig über Vatis Schreibtisch gebeugt mit einem langen Lineal verhauen.
Dieses Lineal lernte ich auch hassen, am Unangenehmsten fand ich allerdigs, daß die Schreibtischkante so am Bauch drückte, als ich mich zur Züchtigung positionieren mußte.
In der Küche hatte Mutti das Sagen und das Schlagen. Flink mal ein paar Klapse mit dem Kochlöffel bekam ich schon als kleines Kind, in der Schulzeit befand Mutti mich für reif für den Teppichklopfer. Wenn es hieß »jetzt werde ich Dich verhauen« mußte sich das angesprochene Kind mit nacktem Hintern bäuchlings über einen Küchenstuhl legen und Mutti nahm den Teppichklopfer aus der Besenkammer zur Hand. Ich erinnere mich gut, wie ich in jenen Minuten die Stuhlbeine umklammerte, erinnere mich an das Muster des Linoleums in der Küche und an mein Bangen, ob Mutti Vati berichten würde, daß sie mich verhauen mußte... denn falls sie das täte, bekäme ich es vermutlich wie beim letzten Mal noch mit ihm und dem Rohrstock zu tun. Der Rohrstock stand im Zimmer meiner Brüder eingeklemmt zwischen Schrank und Wand und mein Vater erwischte mich dabei, wie ich den Stock mal spielerisch durch die Luft sausen ließ. Oh, wenn Du so neugierig bist, laß ich den auch mal g e r n auf Deinem Po tanzen! Und das habe ich tatsächlich 4mal erlebt....



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