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Maria sinnierte und, am 17.8. 2014 um 00:56:43 Uhr
Kir

Der Franzose liebt den Apéritif, vorzugsweise in Gesellschaft: Man lädt Freunde und Bekannte zum Apéritif ein, jeder weiß übrigens, daß es keine Einladung zum Essen ist, und man sitzt beisammen bei einem guten Glas und klönt. Das Getränk ist meist gepflegt, die Konversation auch. Gereicht wird ein Glas Wein oder Champagne; Pastis und einiges mehr ist auch beliebt und verbreitet, und auf dem Weg zum Klassiker ist seit etwa einem halben Jahrhundert auch der »Kir«.

Namensgeber für diesen Apéritif aus trockenem Weißwein mit einem Schuß Crème de Cassis, einem Liqueur aus schwarzen Johannisbeeren aus der Region um Dijon, war ein südfranzösischer Geistlicher: Félix Kir (1876-1968).
Von einer Reihe modischer Erscheinungen abgesehen gibt es zwei verbreitete Varianten: Die weniger bekannte, aber durchaus nicht gering zu schätzende, ist der »Kir pétillant«, für den anstelle des Weines ein Schaumwein verwendet wird. Das kann ein einfacher Vin mousseux sein, aber auch ein Crémant de Loire, ein Crémant d'Alsace, in Frankreich sehr angesehene und beliebte Schaumweine, oder ähnliches.
Die bekanntere Variante ist das auch einem König würdige Getränk, der »Kir Royal«. Er wird mit der Crème de Cassis und Champagne bereitet.

Das Mischungsverhältnis von Wein und Liqueur wird nicht einheitlich praktiziert. Man hört Verhältnisse von 7:1 oder 10:1 oder auch 9:2 - man darf also ein wenig seinen Geschmacksnerven folgen.
In der Regel wird zuerst die Crème de Cassis eingefüllt, danach der Wein oder Schaumwein. Dadurch wird eine gleichmäßige Durchmischung der beiden Zutaten erreicht. Seltener findet man einen Kir, bei dem zuerst der Wein eingefüllt wurde, dann erst vorsichtig der Liqueur. Bei dieser Zubereitung setzt sich der Liqueur weitgehend im unteren Bereich des Glases ab, und der Kir wird beim Trinken allmählich süßer.

Dann also... à la votre!


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