Mit einem kostenpflichtigen Vertriebsmodell der Partner Bertelsmann und Napster sollen die Nutzer vom 1. Juli an keine Musik mehr auf CDs brennen können. "Unser Mitgliedermodell sieht das Brennen von Musikstücken im MP3-Format auf CD nicht mehr vor", sagte Sarfeld in einem Gespräch mit der dpa. Die Songs sollen künftig im Dateiformat NAP übertragen werden. Mit Hilfe eines darin eingebauten Schutzes soll das Kopieren und Verbreiten verhindert werden. Für einen monatlichen Mitgliedspreis zwischen 6 und 21 Mark sollen die Nutzer Songs auf den PC herunterladen – lediglich zum Anhören. Dass damit ein großer Reiz für die mittlerweile 72 Millionen Napster-User verloren gehen könnte, glaubt Sarfeld nicht. Die Anwender seien bereit, für ihre Musik zu zahlen. Für Eigentümer von MP3-Playern könnten mit dem Wechsel auf das neue Format NAP allerdings magere Zeiten anbrechen. Die Richterin Marylin Hall Patel hatte Napster zudem bereits mit der Schließung gedroht, sollte das Internet-Unternehmen den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Musiktiteln weiter nur halbherzig blockieren. Vor einem endgültigen Urteil will das Gericht aber noch einen technischen Sachverständigen anhören.