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Kommando Alvar Freude schrieb am 28.6. 2017 um 21:24:06 Uhr über

Raphael-hätte-härter-bestraft-werden-sollen

Die ehemalige, 1965 eingeweihte katholische Kirche St. Raphael stand in Alt Gatow 49a im Berliner Ortsteil Gatow des Bezirks Spandau.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Baubeschreibung
3 Siehe auch
4 Literatur
5 Weblinks

Geschichte

Die Katholiken, die sich in Gatow vereinzelt ansiedelten, gehörten bis 1935 zur Pfarrei der Spandauer Marienkirche, später zu deren Filialkirche St. Wilhelm. Um diese Zeit zog auch der Prälat Alexander Frins dorthin, der ein Grundstück für eine neue Kirche der sich bildenden Gemeinde zur Verfügung stellte. 1941 wurde die Kuratie Gatow errichtet, 1950 erfolgte die Erhebung zur Pfarrei. Zunächst wurde ein großes Zimmer im ehemaligen Hause Frins zur Kapelle umgebaut, die 1948 geweiht wurde. Die Entwurfsplanung für die Kirche in der Tradition der Liturgischen Bewegung lieferte Rudolf Schwarz 1960, die Genehmigungsplanung und die Ausführungsplanung lagen in den Händen von Werner Michalik und Maria Schwarz. Am 15. März 2005 erfolgte die Entwidmung des Gotteshauses und im Juli desselben Jahres der Abriss. Ein ursprünglich in dem Gebäudekomplex verwendetes Fenster von Georg Meistermann wurde 2012 in der neu geschaffenen Kapelle des Zentrums für Trauerseelsorge des Bistums Limburg an der Kirche St. Michael im Frankfurter Nordend eingebaut.
Baubeschreibung

Der Stahlbeton-Skelettbau hatte einen quadratischen Grundriss. Die fensterlosen Wände zwischen den Stützen an jeder Ecke und dazwischen zwei weiteren je Seite bestanden aus weiß verputztem Mauerwerk. Darüber erhob sich etwas zurückgesetzt bis zum Flachdach ein Fensterband, das sich hinter dem Altar nach unten zum Trapez erweiterte. Das Trapez stand für die Betonung des Altars, ebenso wie die Größe der Estrade, die sich von der Altarwand bis in die Raummitte erstreckte. Zum ersten Mal in Berlin wurde hier der Altar von drei Seiten mit Bänken umstellt. Die Verglasung in Grisaille entwarf Georg Meistermann.

Der Gebäudekomplex verfügte neben der Kirche über kleinere Anbauten, die ebenfalls quadratische Grundrisse hatten. Hierbei handelte es sich um eine Kapelle, die unmittelbar an den Kirchenraum anschloss und zu seinem Betreten durchschritten werden musste. Hier stand auch der Beichtstuhl. Die Kapelle sollte ursprünglich eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus sein. Da die Kirche Maria Regina Martyrum bereits als Gedenkkirche existierte, wurde die Kapelle der Mutter Jesu geweiht. Auf der gegenüberliegenden Seite war sie durch einen Windfang mit der Sakristei verbunden. Der Campanile stand direkt an der Straße und war als Tor ausgebildet. Seine Glockenstube war rundum mit hölzernen Lamellen verkleidet.
Siehe auch

Liste der profanierten Kirchen im Erzbistum Berlin

Literatur

Christine Goetz und Matthias Hoffmann-Tauschwitz: Kirchen Berlin Potsdam. Berlin 2003.
Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin: Berlin und seine Bauten. Teil VI. Sakralbauten. Berlin 1997.
Gerhard Streicher und Erika Drave: BerlinStadt und Kirche. Berlin 1980.
Hilde Herrmann: Aufbau und Ausbau im Bistum Berlin. Berlin 1968.

Weblinks
Commons: St. Raphael (Berlin-Gatow) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 298,1N, 13° 10′ 59,8O
Kategorien:

Berlin-GatowRaphaelskircheAbgegangenes Bauwerk in BerlinKirchengebäude in BerlinErbaut in den 1960er JahrenZerstört in den 2000er JahrenBauwerk der Moderne in BerlinKirchengebäude der Moderne


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