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Joo schrieb am 28.9. 2008 um 17:48:43 Uhr über

Wanderung

Das Gedicht: Wanderung

Zwischen duftigblauen Bergespfosten
Schwebt das Zelt des Himmels, leicht gespannt.
Kühle Krüge tragend in der Hand
Wandern Regenfrauen weit nach Osten
Netzen wunderbar das grüne Land.

Und die Wolkenweiber eilen weiter,
Neue bringen Regen, Guß um Guß.
Doch da wird schon über Tal und Fluß
Nun der Strom der Himmelbläue breiter
Und die Erde dampft im Sonnenkuß.

Und aus Nord und Süd und Ost und Westen
Aus dem Eis, den Wüsten und dem Meer
Eilen zahllos graue Schatten her,
Lösend sich aus ihren armen Resten,
Die dort liegen ohne Wiederkehr.

Nacht hat leise nun das Land betreten
Und ich geh dahin im Dämmerschein
Hör von da und dorten den verwehten
Klang der Glocken zueinander beten
Und die Brust wird mir so leicht und rein.

Hoch in Blut und Feuer, ungeheuer
Geht dahin das schicksalvolle Jahr.
Und die Rosen blühn doch wunderbar
Und der Nordstern steht am stillen Steuer,
Lenkt, wie immer schon, der Sterne Schar!



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