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Dieter Meier schrieb am 3.4. 2004 um 00:46:40 Uhr über

abspülen

Abspülen war es nicht, aber daß hinterher Kalkränder blieben, war es, was meine Mutter in ihr frühes Grab brachte.
Behaupten zumindestens 90 % der popeligen Verwandtschaft mütterlichseits hinter vorgehaltener Hand. Mit dem Rest kann man aber auch nicht reden.
Deswegen war mein Vater ein sehr einsamer Mann, weil seine ganze Mischpoke sich schon bei der Verlobung von ihm abgewandt hatte. Eine Frau zu ehelichen, die noch nicht mal Kalkränder wegpolieren kann, ist eine Belastung.
Meine Eltern haben trotz dieser Belastung ihren Kopf durchgesetzt, kalkresistentes Geschirr gekauft und die feindlich gesonne Verwandtschaft einfach nicht mehr eingeladen.
Es war eine sehr einfach gehaltene und gering besuchte Feier anläßlich meiner Konfirmation, falls es jemanden interessiert.
Abspülen tut heute mal meine Freundin, mal ich. Wir sind nach Wangerooge gezogen, da ist das Wasser noch ganz weich und ohne Kalk.
Einmal im Jahr reise ich zum Grab meiner Mutti mit einer Butterbrotschatulle voller weichen Wassers und benetze damit den Stein, sie hat ja immer gesagt, ich solle es mal besser haben


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