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Frontier schrieb am 15.9. 2001 um 23:21:19 Uhr über

hyperfiction

Menschen, die sich nicht kennen, bringen sich gegenseitig um, und zwar zum Vorteil von Menschen, die einander kennen, sich aber nicht umbringen. ich möchte meine verletzung nicht dazu benutzen, andere zu verletzen, synonym für müde, ich werde nicht merken, wie der traum immer unwirklicher wird und nicht aufwachen, wenn meine zigarette auf meinem hosenbein verglüht. Untersuchungen an Ratten scheinen diese Hypothese zu bestätigen. Man braucht sich diese Ratte nur kurz anzusehen, um festzustellen, daß sie keine Kanalratte ist. Sie ist viel zu gut gepflegt, sauber und wohlgenährt, hat keine Narben von Kämpfen, keine Macken in den Ohren, und sie ist viel zu ruhig gelassen in der Nähe der Menschen. Sie ist eine Störung im glatten Gefüge des Vollkommenen. Der Makel in der Schönheit. Die Vertiefung in der Ebene. Die Unterbrechung des Fortlaufenden. Der Wechsel der Farbe. Die zurückgebliebene Spur der Verletzung. Der bleibende kleine Schmerz des vergangenen großen Schmerzes, der nicht mehr verschwindet, eine Begleitung für das künftige Leben, die Gedächtnisstütze, die du siehst. Die andere sehen. Die du selber fühlst, die andere fühlen. Die schmerzt, wenn sich das Wetter ändert oder wenn du in den Spiegel schaust. Die dir Geschichten erzählt, von der Hülle, die verletzlich ist, von der Seele, die verletzlich ist, von der Hülle, die sterblich ist, von der Seele? und die kleider welkten auf dem stuhl. Ich weiß nicht ob ich sie liebe, denn ich bin inzwischen so unsicher in Bezug auf mich, in dem was ich bin, oder glaube zu sein, dass ich noch nicht mal weiß, ob ich überhaupt lieben kann. inzwischen ging mein Leben weiter. Nervenkrankenhaus du hättest gerne ein neues nervenkostüm. und bitte nichts von der stange oder gar ein stahlkorsett. atmen wird ja noch erlaubt sein. obwohl ich da schon manchmal meine zweifel hege. wenn es einem direkt an den hirnstamm gehen soll. maßanfertigung nennen die seelenschneider das. hört sich individuell an. als zombie weißt du nichts mehr davon und dann ist es auch egal. bist ja dann endgültig in der gesellschaft angekommen. egal und wenn dir´s aufsteigt bis kurz vor die gurgel, wenn du die schnauze voll hast und deinen geifer über allem ausbreiten willst. widerstand? , gleichgültiger ekel. Erst ein Ganzkörperschütteln, dann dieses schnürende Gefühl im Hals und endlich ein befreiendes Kotzen. Und nun geh ins Bett, schlaf ein bißchen. wo bleibt der Morgen wo das Licht, ich warte vergeblich auf deinen Kuss ... ich bin doch der Liebling der Götter. Zuckerpuppe.






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