Prostituierte haben abseits der meist verzweifelten Lage etwas ungeheuer Faszinierendes an sich. Die Kleidung reduziert sie meist auf das pure Sexobjekt, welches viele Männer im »echten« Leben energisch als zu plump abweisen würden. Doch offenbar will der triebgesteuerte Mann genau diese billige Erotik, wenn er dafür zahlen darf. Wenn ich an Prostituierte denke, denke ich auch immer an diesen typischen Blick, mit dem sie zb in Filmen gerne gezeigt werden - zwischen Arroganz und Schlafzimmerblick, zwischen Angst vor dem Zuhälter und hartem Straßenimage. Das dritte interessante Attribut ist die Umgebung: entweder in einem vor Plüsch, Kitsch und Dunkelrot kreischendem Bordell oder an einer traurigen Straßenecke, die hohen Absätze der Schlampenstiefel im Dreck.