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Mitteilung von Freno d'Emergenza (17.5.2015 21:47:03):
>>>>Einkaufszettel

>>>>3x0.5l Apfelsaftschorle (Rewe-Eigenmarke Ja)
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>>>>2x 1l Schweppes Bitter Lemon
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>>>>1 Pfund Suppenfleisch (am liebsten Ochsenschwanz, hat der Rewe aber selten)
>>>>3 Karotten (gibt es auch einzeln bei Rewe)
>>>>1 Stange Lauch
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>>>>1 Fertiggericht Sonnen-Bassermann Rostbratwürstchen mit Püree und Weinsauerkraut
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>>>>1 Pck. Vollkorntoastbrot
>>>>200g Fleischwurst im Kunstdarm
>>>>3 Bananen (lieber nicht allzu gelb)
>>>>3 Zitronen
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>>>hab vergessen: vIER eIER; rEWE HAT Viererpäckchen Eier......
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>>
>>Ich war heute beim Ostbahnhof, denn da hat der LIDL offen. Hatte, muss man ja sagen, denn seit dem 04.05 hat der Laden zu. Endgültig. Man frägt sich wieso, das Ding hat doch gebrummt? :/ Deshalb musste ich heute nach nebenan zum Rewe. Ich finde, der Rewe, naja. Geht so... Ist halt Sackteuer. Ich habe mir eine Packung Chorizo gekauft, 300 Gramm für stolze 4 Euronen. Die gammeln jetzt in der Pfanne vor sich hin... Es gibt Makkaroni dazu.
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>Die Rewe-Chorizo hatte ich neulich auch:
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>1-2 dieser knuffigen kleinen Fettklopse längs halbieren und dann in dünne Halbscheibchen schneiden und in der Pfanne auslassen. Das dauert etwas, 10-15 min muß man rechnen und aushalten, weil sich ein herrlicher Duft alsbald auszubreiten sich anschickt. Eventuell muß man 1 EL Olio nachkippen, dann kommt ca. 1/2 klein gewürfelte Gemüsepaprika dazu und 1/2 – 1 groß gewürfelte Zwiebel, wenn die Paprika schon erste Karamelisierungen zeigen. Noch 1 TL Thymian, Rosmarin und Oregano (in variablen Gewichtsanteilen) dazu, kurz mitziehen lassen und dann 2 gequirlte Eier darauf. Pfeffer, Salz und feinstgehackter Knoblauch nach Geschmack, und stocken lassen. Könner schaffen es, das Omlette umzuschlagen – mir ist es in meinem Leben nie gelungen. Aber es schmeckt auch so ganz gar köstlich !

Warum der konkrete Lidl zugemacht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber ein kleines Insider-Lichtlein leuchten lassen:

Die Gebäude, in denen sich diese Supermärkte befinden, gehören nicht den Lebensmittlern, sondern Immobilieninvestoren. Oft sind es Freiberufler oder sonstige Vielbesserverdiener. Die location-scouts der »Lebensmittler« (1 first-class-Wort, würde Arno Schmidt jetzt sagen) treten an diese (und andere Investoren) durch spezialisierte Makler, Banken etc. heran – Architekten sind meist auch mit im Spiel. Der Investor kauft das Grundstück und baut die Hütte – mit dem Mietvertrag des Lebensmittlers als Finanzierungsgrundlage. Die Sache ist meist so finanziert, daß die Grundmietzeit – 10 Jahre meistens – ausreicht, um die Bau- und Finanzierungskosten zu decken. Der verbleibende Überschuß ist meist nur klein, der Steuervorteil dagegen nicht zu verachten. Und nach dem Ende der Grundmietzeit beginnt dann ein Zocken um den Standort: bleibt der Lebensmittler oder geht er ? Geht die Miete hoch oder runter ? Ist der Investor noch im Boot, oder hat er die Hütte an einen Immobilienfonds o.ä. weitervertickert ? Ein Privatinvestor hat beim Zocken gegen Aldi, Lidl & Co. natürlich keine so guten Karten, ein institutioneller Anleger dagegen verhandelt meist schon auf Augenhöhe mit den Lebensmittlern. Da geht es oftmals um ganze »Pakete« von Mietverträgen.