| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
137, davon 135 (98,54%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 40 positiv bewertete (29,20%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 19.5. 1999 um 18:00:33 Uhr schrieb arzi
über Glauben |
| Der neuste Text |
am 1.7. 2010 um 21:02:17 Uhr schrieb Viktoria
über Glauben |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 66) |
am 16.5. 2002 um 23:15:50 Uhr schrieb SoNiCx über Glauben
am 27.3. 2006 um 21:20:32 Uhr schrieb Sebastian über Glauben
am 8.11. 2001 um 19:12:48 Uhr schrieb HumanTarget über Glauben
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Glauben«
Angel schrieb am 4.4. 2000 um 09:52:42 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Glaube ist eigentlich etwas sehr Schönes. Ich sehe immer ein paar verklärte Augen, die schräg nach oben gucken vor mir und an etwas angenehmes denken.
Zum Beispiel an den Weihnachtsmann oder an die katholische Kirche, an den DAX oder dass der coole Typ unter dem Raucherdach doch irgenwie ganz im Innern total nett ist. Tja irgendwann kommt einem die Realität in die Quere und dann hat es sich ausgeglaubt.
Ich selbst glaube an die kosmischen Gesetze, denen man sich nicht wirklich entziehen kann. Selbst die eigenen Gedanken und Gefühle sind ihnen unterworfen. Jedes Gefühl wird durch chemische Prozesse verursacht und in Gang gesetzt. Jede, jeder, jedes beeinflusst jeden, überall.
Wenn ich die Naturgesetze ignoriere, zum Beispiel zuviel saufe, geht es mir schlecht, weil es mich aus dem Gleichgewicht bringt. Das gleiche gilt, wenn ich mir Salzsäure über die Hand gieße oder acht Stunden Video gucke.
Gut geht es einem, wenn er oder sie der eigenen Stimme folgt, natürliche Sachen isst (z.B. Äpfel oder Broccoli) und Spaß beim Sex hat.
So stelle ich mir die Welt vor. Fortsetzung folgt.
sonic schrieb am 6.3. 2000 um 11:53:05 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Schwierige Sache das mit dem Glauben. Zwei (mehr oder weniger kluge, nicht von mir stammende) Einsichten vorweg:
1. Man kann nur glauben, woran man auch zweifeln kann. (Flusser)
2. Glauben ist keine Weltanschauung sondern eine Praxis. (hab vergessen von wem)
Ich will jetzt gar nicht über das Christentum herziehen, das wäre öde, obwohl Satz Nummer zwei dazu ganz gut geeignet wäre. Die Frage ist doch vielmehr, wenn man nicht (mehr) an Gott glaubt, woran soll man dann glauben? Man kann natürlich auch an gar nichts glauben, das erscheint mir aber unsympathisch und außerdem erfüllt es nicht Annahme 1, denn an nichts kann man ja wohl auch nicht ernsthaft zweifeln, oder? Außerdem scheint das in meinen Augen nur allzuoft mit der Praxis des Zynismus einherzugehen, weil derjenige, der an gar nichts glaubt, auch nicht an irgendwas glaubt. (Naja so ungefähr...)
Klassische Alternative zu Gott ist ja das rationale Subjekt. Da das allerdings jämmerlich versagt hat, ist guter Rat teuer. Man kann sich natürlich fragen, woran man noch zweifeln kann. Also ich zweifele zumindest ziemlich oft an mir selbst. Wäre die Frage, was für eine Praxis geht mit dem Glauben an sich selbst einher? Wenn es ein rücksichtsloser Karrierismus ist, dann kann es das ja auch nicht sein (Motto: Du kannst es schaffen, wenn du nur an dich selbst glaubst.) Ich lasse das hier jetzt erst einmal offen, was die Lösung sein kann...
Ciss schrieb am 2.7. 1999 um 19:09:02 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Ich bin Atheistin. Als ich meiner Klasse eine Vortrag über Engel hielt, fragten sie mich unter anderem, an was ich den glaube. Ich konnte es ihnen damals nicht erklären.
Es ist einfach so, das ich Gott nicht spüren kann. Er bedeutet mir nichts. Ich interessiere mich für die Bibel. Für christliche Gemälde. Wie schon gesagt für Engel. Für Glaubens-Medallien und so weiter. Das alles finde ich interessant. Aber ich kann mich nicht mystisch mit Gott in verbindung setzten. Das konnte ich schon als kleines Kind nicht. Mir kam das Gebet immer als eine Lüge vor. Ich tat andächtig, doch ich glaubte nicht daran, dass mich wirklich jemand hören könnte. Gott ist nicht in mir. Ich kann ohne ihn leben. Vielleicht wird sich das ändern. Denn er war für mich nicht immer tot. Ich habe mit ihm gehadert. Ihn totgeschrien. Ihn verflucht. Doch als er in mir tot war, da wurde ich frei.Ich musste mich nicht mehr an Gebote halten, die sowieso niemand einhalten kann.
Gott ist tot. Für mich. Ich glaube, dass ich Nächsten-Liebe und gute Taten von mir aus tun muss. Weil ich das so will. Weil es aus mir herauswächst. Weil ich tief in mir drinnen gut bin und sich das auf diese Art und Weise manifestiert. Ich bin göttlich. Ich kann über mein Schicksal entscheiden. Ich kann über meine Handlungen entscheiden. Ich muss am Ende meines Lebens für meine Taten vor mir selber geradestehen.
Ich will nicht Nächstenliebe heucheln, gute Taten nur vollbringen, um später dafür ins Himmelsreich zu kommen.
Ich denke, dass es Leute wie mich braucht. Leute, die fähig sind, kritisch mit der Kirche, ihren Dogmen und der Bibel umzugehen. Ich will nicht einfach hinnehmen, dass Frauen Menschen zweiter Klasse sind, nur weil das mal einer in der Bibel gesagt hat. Ich will nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, nur damit ich mal in den Himmel komme. Und ich würde nie mit einem Mann ohne Verhütung schlafen wollen, nur weil ein alter, schon fast leichenähnlicher Mensch, genannt Pabst, Kondome als teuflisch verflucht.
Wir sollten damit beginnen, unseren Glauben selber zu forman.
Gott ist tot. Für mich. Für andere muss das nicht zutreffen. Aber das macht mir nichts aus.
Jeder sollte glauben, was tief aus ihm spricht, was er tief in sich spührt.
Das glaube ich.
Ariodante schrieb am 10.5. 2002 um 00:50:47 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Der Glaube kann Berge versetzen. Das ist inzwischen auch wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden.
Das Wichtigtste ist wohl der Glauben an sich selbst - ohne geht gar nichts! Das hat sehr wenig mit rationalem Wissen zu tun.
Aber auch Religiosität verankert die Menschen anscheinend sicherer im Leben: Untersuchungen haben gezeigt, daß gläubie Menschen Krankheiten besser und schneller überstehen als solche, die nach eigenen Angaben nicht Glauben. Allerdings (und ich weiß nicht, inwieweit dieser Aspekt miteinbezogen wurde) gilt dies meiner Ansicht nach nicht nur für den Glauben an einen Gott, sondern für jeden positiven, lebensbejahenden Glauben. Und sei es nur das Vertrauen auf die Wirkung eines Medikaments, das in Wirklichkeit nur ein Placebos ist.
Darüber hinaus: »Ich weiß, daß ich nichts weiß« hat heute mehr Gültigkeit als je zuvor. Wissenschaftler, die sich wirklich leidenschaftlich mit ihrem Thema befassen, sind sich dessen bewußt. »Die gesicherten Erkenntnisse von heute sind die großen Irrtümer von morgen.«
Vieles glauben wir nur zu wissen, und ständig werden Irrtümer durch neue, scheinbare Gewißheiten ersetzt. Wir glaubten mal zu wissen, daß Asbest eine prima Sache sei. Astrophysiker haben gerade den Glauben an den Urknall aufgegeben. Wir glauben im Großen und Ganzen, daß wir uns aus den Medien ein halbwegs akkurates Bild von der Welt machen können.
Das Beste ist, offen zu bleiben für neue Erkenntnisse und sich vor fanatischer Verbohrtheit zu hüten.
Leonardo schrieb am 11.4. 2007 um 14:48:28 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Glaben? = Im Jahre Anno Dazumal auf der Karibikinsel Port Royal: Die Gouverneurstochter Elizabeth soll sich mit dem Langweiler Captain Norrington verloben. Dabei gehört ihr Herz seit ihrer Kindheit dem jungen Waffenschmied Will... Reichlich Action und Turbulenzen folgen und schließlich wird Elizabeth vom Piraten Barbossa entführt und später, ganz „Happy End“ vom Herzallerliebsten errettet.
Nun Piratenkapitän Barbossa, eine Art Zombi, erzählt der entführten Elizabeth, von dem was ihn im Innersten bewegt und ihn über die Weltmeere treibt. Es ist die Sehnsucht zu leben, einen Apfel schmecken zu können, Liebe fühlen zu können, die Arme einer Frau zu spüren ...
Stattdessen bleibt alles in ihm kalt. All die Schätze, all die Reichtümer nützen nichts, denn das wesentliche fehlt ihm und seiner Mannschaft: das Leben.
Alles nur Kino? Geht es uns nicht auch genauso. Das was wir im Innersten suchen, ist nicht allein durch ein tolles Auto und ein dickes Bankkonto zu erreichen.
Da lohnt es sich mal wieder auf Jesus zu schauen: Jesus weiß um unsere tiefe Sehnsucht nach Glück und erfülltem Leben. Wirkliches Leben heißt dann aber vor allem Gemeinschaft, Liebe, Anteil-nahme, Geborgenheit, Vertrauen. Und Glauben, dass ich mit meinem Leben ganz sicher in der Hand Gottes geborgen bin – in Freud und Leid, ob arm oder reich. Genau dieser Glaube gibt mir Mut und Gelassenheit um im Leben zu bestehen!
Zu viel verlangt? Nun, ja, diesen Glauben könnt Ihr nicht machen!
Den schenkt Gott Euch obendrauf, wenn Ihr Euch ihm öffnet.
Macht Euch bereit für ihn und seinen Geist. Dann gibt es keinen Fluch mehr für Euch.
Nicht mehr in der Karibik und auch nicht in Eurem Leben!
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