Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 348, davon 333 (95,69%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 101 positiv bewertete (29,02%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.9. 1999 um 14:21:41 Uhr schrieb
Tanna über Mutter
Der neuste Text am 23.7. 2017 um 17:21:03 Uhr schrieb
Christine über Mutter
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 160)

am 5.12. 2005 um 20:11:55 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Mutter

am 4.8. 2009 um 23:06:31 Uhr schrieb
Nethenning über Mutter

am 11.6. 2013 um 14:45:27 Uhr schrieb
Polizeigewalt über Mutter

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Mutter«

Daniel F. schrieb am 19.1. 2000 um 01:29:21 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 9 Punkt(e)

Eine Frau, die ein Kind bekommt, wird dadurch eine Mutter. Das ist etwas ganz anderes. Sie verliert an Aufmerksamkeit gegenüber dem rest der Welt in dem Maße, in dem sie ihr Kind liebt. Ich weiß nicht, ob dieses Phänomen dem Kind zugute kommt.

Wolfram schrieb am 11.10. 2000 um 21:50:24 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 6 Punkt(e)

Grauer Himmel, Wolken tief, weißer Rauch. Weißer Rauch, von rechts nach links durch mein Bild.
Ich blicke vorbei an einem Stück Holz, dessen Lack gesprungen und ist, beinahe blättert. Ich sehe graue Dächer, eine Wand; ein Dach versperrt mir die weitere Sicht. Nur der weiße Rauch, von rechts nach links. Auffächernd, fast waagerecht. Wasser steht in kleinen Pfützen auf dem Dach vor mir.
Die linke Seite des Rahmens liegt verborgen, ist in der Dunkelheit des Gegenlichts nicht zu erkennen.
Auf der Fensterbank (blechern und grau) stehen zwei Plastikdöschen, durchscheinend, mit ausgeblichenen, ehemals farbigen Deckeln, ineinander gestellt.

Ich bin nicht wirklich hier.

Die Rauchfahne erbebt, scheint sich zu verschieben, ich erahne Ringe in den Pfützen, draußen auf dem Dach. Eine Frau mit dunklen Haaren läuft aufgeregt mit den Armen fuchtelnd an mir vorbei, poltert die Treppe hinunter. Ihr Poltern zerreist meine Stille - ich höre.

Mutter.

Ein Mensch ist gestorben. Die Döschen stehen nun dichter an der Kante. Ich stehe wieder hier. Es regnet. Und der Rauch ist auch wieder da, wie jedes Jahr.

windboe schrieb am 7.6. 2001 um 08:55:27 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 3 Punkt(e)

warst mir fremd
mußtest arbeiten
hast mich viel abgegeben
dann war ich bei dir udn doch nicht
ich war emhr bei meinem stiefvater,der mir das leben zur hölle machte
du hast ihm mehr geglaubt als mir
du hast mich behandelt, als würdest du mich hasse,
als wäre ich schuld an all deinen sorgen und problemen,
aber du bist auch die mutter meiner drei halbbrüder,
alleine dadurch haben wir wieder zueinander gefunden,
ich bin wie ein blatt im wind,
weil ich keinen festen halt hatte,
letztens hast du mich das erste mal gehalten,
weil ich am boden in einer pfütze lag
und nicht mehr konnte,
so eine beziehung ist die heftigste die es gibt

Udo schrieb am 6.7. 2006 um 19:59:30 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 5 Punkt(e)

Natürlich habe ich auch eine Mutter.
An sich genügt dieser Satz, um meine Mutter zu beschreiben. Das habe ich jedenfalls mal einer Freundin so gesagt und auch gemeint. Sie meinte dazu, ich solle mein Hirn überholen lassen.
Habe ich zwar nicht getan, aber es ist mir dann doch noch etwas zu meiner Mutter eingefallen, das meiner Freundin gefallen hätte. Die hatte ich aber da schon nicht mehr.
Aber natürlich blieb mir noch meine Mutter.

Und Deiner?? schrieb am 29.7. 2006 um 17:27:26 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 2 Punkt(e)

Meine Mutter zum Beispiel ist eine dumme, ungelebte und inzwischen verbitterte, weil alte Hure. An sich ist das nichts ungewöhnliches. Ich denke, es gibt wohl sehr viele solcher Frauen, die lebens- und lustfeindlich sind und in ihrem unsinnigen Dasein den anderen Menschen versuchen die Lust am Leben zu nehmen. Leider ist sie zeitlebens ihren Ansprüchen nicht gerecht geworden. Sie hat einen Mann geheiratet, mit dem sie zwar noch zusammen ist, den sie aber schon lange nicht mehr liebt. Ich glaube, dass sie sich selbst auch nicht liebt. Ich bezweifle, dass sie jemals verstanden hat, was Liebe bedeutet. Diese Frau, die also meine Mutter ist, hat mich erzogen. Ihr könnt Euch denken, was dabei rauskommt, wenn so eine Frau auch noch Kinder erziehen soll. Diese dumme Schlampe hat in ihrer dämlichen Feindseligkeit jegliche Freuden schon im Keim abgewürgt und erstickt. Im Prinzip habe ich in einer Diktatur gelebt, einem Regime mit dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche. Und um ehrlich zu sein, ich wünsche meiner Mutter den Tod. Denn ich glaube, das ist das einzige, was sie in ihrem heuchlerischen das Leben aushalten müssen, wirklich verdient hat. Was ich niemandem wünsche, ist so eine Mutter zu haben, wie ich sie habe. Friede ihrer Asche, falls sie ein Seele hat: Friede ihrer Seele ...

egal schrieb am 14.3. 2001 um 17:41:27 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 7 Punkt(e)

Mutti ist tot

Mutti ist tot
Sie starb, ohne den Müll herausgebracht zu haben
Das Bett war ungemacht, die Heizung an
Wie unachtsam

Überall peinliche Fragen
Ob wenigstens das Geschirr abgewaschen war
Die Katzenkiste sauber, im Kühlschrank nichts Verderbliches
Ich schäme mich so

Gerade noch ein Abo verlängert
eine neue Flasche Parfum gekauft,
das meine Gudrun nicht mag, was sie auch wußte
Im Alter noch so egoistisch

Alle Schränke voll
War sie 78 oder Filmstar in Hollywood
Neue Gardinen und Vorhänge
Für nichts und wieder nichts

Ich sehe sie noch vor mir liegen
in gepunktetem Kleid auf kariertem Sofa
Fast wäre mir die Videokamera aus der Hand gefallen
Einfach geschmacklos!



--------------------------------------------------------------------------------

Mom Is Dead (Translation by Ralf Gawlista)

Mom Is Dead
She died without having emptied the garbage can
She did not make her bed, the heating was still powered on
How thoughtless!

Shaming questions everywhere
whether, at least, she had washed the dishes
whether the cat-toilet had been cleaned, and nothing spoilable in the refrigerator
I feel so ashamed

A subscription (of a magazine) has just been renewed
A new bottle of perfume has been bought,
(a perfume) that my (wife) Gudrun does not like, and she did know that
...still so egoistic at that age

All the wardrobes being full
Had she been 78 or a movie star in Hollywood??!!
New curtains (had just been installed)
simply for nothing!

I still can see her lying in front of me
wearing a dotted dress lying on a plaid sofa
I almost wasn't able to hold my video camera!
Simply tasteless!



--------------------------------------------------------------------------------


Wolfram schrieb am 10.10. 2000 um 19:39:56 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 3 Punkt(e)

Meine Mutter hat mich jahrelang damit genervt, dass alles, was sie sich zum Geburtstag wünsche, ein »liebes Kind« sei.

Dieses Jahr habe ich ihr zum 60. ein Jahr ZEIT geschenkt. - Und diesmal hat sie sich nicht beschwert. :)

Zum Dank führt sie ihr diesjähriges Reisetagebuch auf meinem Anrufbeantworter...

unwichtig schrieb am 16.5. 2004 um 20:41:48 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 3 Punkt(e)

eigentlich suchte ich nach dem stichwort rabenmutter. dieses ist leider noch nicht verlinkt. schade, hätte mich interessiert, was wer darunter versteht.
eigentlich ging es mir gut. ich war verheiratet und mir hatte es an nichts gefehlt. die finanzen passten, ich hatte den besten ehemann von allen (kishon lässt grüßen), drei gesunde kinder. eine vorbildliche familie. nach außen. irgenwann wurde ich depressiv, konnte nicht mehr denken, wurde alles zu viel. fühlte mich eingepfercht zwischen mann, kinder, verwandtschaft und pflichten. ich hatte das gefühl, nicht mehr mein leben, sondern das leben anderer zu leben. so wie es der mann, die schwiegermutter und der rest wollte. dann der tag x. ich packte von heute auf morgen meine sachen und ging. meine kinder ließ ich bei meinem mann. ich wußte, dort geht es ihnen im moment besser als bei mir. ich stand vor dem nichts. war wie betäubt. unfähig, mir das ausmaß meines handelns klar zu machen. ich brach alle kontakte ab. wollte mit niemandem aus meinem freundes und bekanntenkreis mehr was zu tun haben. meine eltern habe ich seit über einem jahr nicht mehr gesehen. die kinder? die sind jedes wochenende bei mir. ich freu mich auf sie. genieße die zeit mit ihnen. unter der woche viele tiefs. viele tränen beim einschlafen. gewissensbisse, die frage, ob ich aus mutterliebe oder egoismus so gehandelt habe... die meisten menschen zeigen mit dem finger auf mich. rabenmutter. das wird mir öfter zugetragen. warum und weshalb ich so gehandelt habe, danach fragt niemand. nicht mal meine eigene verwandtschaft. und ich? ich möchte mich nicht mehr erklären müssen. ich bin es leid, mich ständig zu verteidigen. oder doch? ich weiß es nicht. meine perspektiven im moment? meine kinder und meine ausbildung, die ich im moment mache und die ich versuche, mit bravour zu meistern. damit ich ein standbein habe falls meine kinder irgendwann mal ganz bei mir sein möchten. ich freu mich darauf.

wuming schrieb am 6.4. 2003 um 00:39:26 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 1 Punkt(e)


Die Mutter aller Aufmerksamkeitsschlachten

Goedart Palm 04.04.2003

Zum »21st-Century Blitzkrieg« der Medien

Selbst der texanische Internationalismus verleitet uns nicht zum ontologischen
Glauben, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei. Dass dieser Krieg dagegen als
Mutter aller Aufmerksamkeitsschlachten in die Geschichte eingehen könnte, wird in
diesen Tagen zur banalen Wahrnehmung. Umfragen belegen, dass die globale
Gemeinde der Medienbürger der Faszination dieses Echtzeit-Krieges inzwischen
mehrheitlich erliegt.









Unstillbarer Hunger nach Kriegsbildern




Jeder hat gute Gründe für seinen großen Hunger nach Bildern: Journalisten kommen
vorgeblich ihrer Aufklärungspflicht nach. Die Informationsgesellschaft habe einen
Anspruch darauf, dass der Krieg auf objektive Fakten, enthüllende Bilder, bittere
Wahrheiten getrieben wird. Die Kriegsgegner auf den Straßen, auf Websites und
Leserforen folgen ihren humanen Gesinnungen, wenn sie ihren Widerstand mit den üppig
sprudelnden Anklagebildern des Schreckens erhärten. Die Befürworter des Krieges rüsten
ihren illegitimen Krieg nach, in dem sie solche Darstellungen unter Bildverbot stellen. Die
Kriegsherren brauchen die richtigen Bilder, um ihren Krieg als humanes Unternehmen, als
fast blutfreien Ausflug hin zu einer besseren Zukunft zu glorifizieren. In welche Lager sich
die unzähligen Zaungäste dieses Krieges auch verteilen: Alle reden vom Krieg.

Aufklärungspflichten, Informationshunger, Kriegsanklagen und Apologetik erklären längst
nicht ausreichend, warum dieser Krieg bereits seit seinem Anbeginn zu einer kollektiven
Wahrnehmungsobsession wurde, die von medialer Sucht nach immer neuen
Kriegereignissen kaum mehr zu trennen ist. Stockt die angloamerikanische Armada auf
ihrem Vormarsch nach Bagdad, wird dieser Kampf des westlichen Kriegselefanten gegen
die irakische Kampfmaus sofort besorgt, lüstern oder schadenfroh mit Horrorszenarien
von Stalingrad bis Vietnam überblendet.






Setzen die Amerikaner ihre Wunderwaffen ein, überbieten sich die Berichte über die
neuesten gadgets des Vernichtungsdesigns. Winkt ein irakischer Junge den heranfahrenden
Abrams-Panzern zu, löst sich der Kampf der Kulturen wenigstens für die Dauer einer
Nebelkerze in Rauch auf. Verkündet Saddam Hussein auf dem allpräsenten Screen seine
Durchhalteparolen nicht in personam, wird unverzüglich über seinen Tod spekuliert. Je
weniger Fakten, desto besser? Die Schnellschusserkenntnisse und -theorien, die diesen
Krieg und seine diversen Wahrheiten journalistisch unterfüttern, werden oftmals mit der
nächsten Meldung obsolet, ohne dadurch die öffentliche Wahrnehmungswut im Geringsten
zu irritieren.

Warum eigentlich schenken wir dem Krieg noch in seinen kleinsten Details unsere ganze
Aufmerksamkeit, wenn sich seine fundamentale Wahrheit - Menschen töten Menschen,
Kinder verhungern, Flüchtlinge krepieren - auch durch die ohnehin täglich widerlegte Doktrin humaner Kriegführung nicht verflüchtigt? Warum brauchen Kriegsgegner wie
Kriegsapologeten alle diese »Breakings-News«, interaktive Grafiken, Slide-shows,
War-Tracker, Kriegstagebücher, Expertenrunden, um sich ein Bild über den Krieg zu
machen? Click icons for more target details!

Zum Generalverdacht der Öffentlichkeit gegen offizielle
Kriegswahrheiten

Die Kriegsberichterstattung steht seit dem zweiten Golfkrieg, dem ersten echten
Medienkrieg (Colin Powell), unter dem Generalverdacht der Zensur und Fälschung von
Bildern, der Eindämmung unabhängiger Berichterstattung, der Verlogenheit eines
weitgehend opferfreien Waffengangs. So glaubte das Pentagon den Krieg von 1991 medial
gewonnen zu haben, weil man zumindest während der Kampfphasen die Öffentlichkeit
erfolgreich hinter das Licht der Dauerbombardements geführt hatte. In den
Nachbetrachtungen wurden die blutfreien Bilder und Erzählungen, wie etwa die
berüchtigte Brutkastenlüge über die schändlichen Taten irakischer Soldaten, entlarvt. Vom
medial so siegreichen Golfkrieg 1990/1991 blieb nicht viel mehr übrig als eine "Schlacht
der Lügen" (John R. MacArthur). Und die Medien traf der Vorwurf, in ihrer Aufgabe
rückhaltloser Aufklärung völlig versagt zu haben.






Der neue Krieg wurde daher sofort als totaler Medienkrieg begriffen, der anders geführt
werden sollte als sein diskreter Vorläufer, dem das Pentagon eine Bildladehemmung
vorinstalliert hatte. Diesmal ist der Medienkrieg, wenn man den unzähligen Diskursen
über die Authentizität der Berichterstattung folgt, mindestens eben so wichtig wie der
reale Krieg. Der reale Krieg? Der existiert jenseits der Front ohnehin nur als
Medienkrieg. Und deshalb leben wir Live-Fernseh-Krieger alle in einem
selbstreferenziellen Zirkel: Der Dauerverdacht gegenüber den Bildern dieses Krieges
folgt der medialen Logik, dass die Bilder der Vernichtung und der Opfer nicht verdrängt
werden dürfen. Insofern gibt es diesmal ein Medien-Apriori für Kriegswahrheiten, das
Pentagon, Rumsfeld-Briefings und die verbliebenen Hofberichterstatter nicht mehr
erfolgreich austreiben können.

Ein Kommentator betitelte die neue Mission der US-Marines militärtaktisch als den
»Kampf der Sehenden gegen Blinde«. Das ist zugleich das politisch-propagandistische
Motto, das nach dem Willen der bushistischen Medienkrieger auch diesmal wieder die
Wahrnehmungsverhältnisse der Monitorwelt prägen sollte. Durch al-Dschasira und
wachsende Gegenöffentlichkeiten im Internet, aber mindestens ebenso durch den massiven
Druck der Straße ist die US-amerikanische Informationsdominanz von Anfang an aber
weniger als eine Fiktion gewesen. Da die Neuedition des Golfkriegs zudem militärisch
schlecht geplant ist und schon nach wenigen Tagen von zahlreichen Friktionen,
militärischen Rückschlägen und Verzögerungen, vor allem aber permanenten Berichten
über Ziviltote, geschüttelt wird, werden unsere Vermutungen über die Blut- und
Dreckwahrheiten des Krieges ständig bestätigt.






CNN ist nicht länger die Mutter aller Bilder. Und selbst CNN marschiert nicht mehr im
Gleichschritt, seitdem der Sender etwa die chaotischen Bilder der humanitären Brot- und
Wasserverteilungsaktionen der selbst ernannten Befreier als »survival of the fittest«
zynisch-kritisch kommentiert und auch im wachsenden Konkurrenzdruck die Berichte über
Zivilopfer nicht mehr unterdrücken kann. Die Quote drückt und medienoptimistisch scheint
diesmal zu gelten, als habe sich der Kampf um die Informationshoheit mit den brutalen
Kriegswahrheiten frühzeitig verbündet.

Die böse Achse globaler Medien

Medien sind in ihren konkurrierenden Aufmerksamkeitsschlachten auf immer krassere
Affektbilder angewiesen. Nur Schock- und Opferbilder, Bilder des Chaos und der
Verzweiflung kitzeln die katastrophenkonditionierte Weltöffentlichkeit hoch. Der wilde
Krieg wird zum letzten Menschheitsabenteuer, wenigstens zur Unterhaltungsbombe der
Megatonnen-Klasse. Krieg ist auch Unterhaltung, solange wir über seine Bildsurrogate
und die ihn umspielenden Diskurse reden. Wessen Einbildungskraft da nicht mitkommt,
darf sich an der schlecht kaschierten Kriegstrunkenheit des Heers der Experten
nachberauschen. »Full coverage« sind oft nichts anderes als die nachinszenierten
Zinnsoldatenschlachten der ausgemusterten Generäle und Admiräle, die mit dem üblichen
Hightech-Geschwafel die Blutspur der Armada in den unzähligen Brennpunkt-Studios
nachziselieren dürfen.

Auch aus diesem Grund ist die antiquierte Propaganda alter wie neuer Kriegstreiber auf
den neuen Gefechtsfeldern der Bilder relativ chancenlos. Der weitere Verlauf des Kriegs
könnte die sich jetzt bereits abzeichnende Medienniederlage der angloamerikanischen
Kreuzritter endgültig machen. Der Medienpraktiker Don Rumsfeld hat jedenfalls Recht:
»Was sie im Fernsehen sehen, ist nur ein kleiner AusschnittDie fundamentale Wahrheit
dieses Krieges wie die seiner Vorgänger ist indes so einfach, dass Erfahrung und Fantasie
selbst ohne Bilder völlig ausreichen, die Ausschnitte zum blutigen Vollpanorama zu
komplettieren.
















Kommentare:
Kontakt nach Bagdad (zapperlot, 4.4.2003 11:50)
Phantasielos (Lord Chao, 4.4.2003 11:30)
Vorbilder sein? Warum? (VelvetGreen, 4.4.2003 11:21)
mehr...










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petra schrieb am 24.5. 2004 um 01:02:12 Uhr zu

Mutter

Bewertung: 1 Punkt(e)

keine Mutter?

habe selbst zwei Kinder und bin »Vollblutmutter«. Drei halbe Tage arbeite ich auch (je 5 - 6 Stunden) Das ist gut so. Sie stehen an erster Stelle. Kann Dich aber voll verstehen. Habe manchmal auch das Gefühl, dass ich nur noch funktioniere. Verwandtschaft, Schule Haushalt u.s.w. Alle wollen was von mir keiner gibt mir was wieder, ausser meiner Kinder, (wie z. B. Anerkennung, Liebe, Zärtlichkeit´). Das ist wahrscheinlich das Gefühl einer Mutter, wenn die Kinder einen bedingungslos lieben. Das können nur Kinder. Erwachsene rechnen im stillen immer ab. Wenn du das nicht machts, mach ich das und das ....auch nicht. Schlimm aber war.
Ich habe meine Mutter - 85 Jahre - bin ein Nachzügler, gerade am 21. Mai 2004 verloren. Deswegen mache ich mir im Moment viele Gedanken. Meine Mutter war nicht so wie ich. Meine Kinder zeigen mir ihre Liebe,ich konnte das bei meiner Mutter nicht. Sie hat Dinge getan, die ich leider nicht vergessen habe, aber verziehen habe. Z. B. einsperren im Dunkeln, Schläge. Aber zum Schluss ihres Lebens haben mein Vater, Schwester und ich immer am ihren Bett gewacht, Tag und Nacht, sie war nie alleine und das war gut so.

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