Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 21, davon 20 (95,24%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 10 positiv bewertete (47,62%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 20.3. 2000 um 18:29:14 Uhr schrieb
Christoph über Wohnheim
Der neuste Text am 21.7. 2010 um 16:33:13 Uhr schrieb
Wortdenker über Wohnheim
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 7)

am 28.4. 2004 um 00:13:35 Uhr schrieb
New York über Wohnheim

am 23.8. 2002 um 22:26:29 Uhr schrieb
Einer von Vielen über Wohnheim

am 31.12. 2004 um 01:50:56 Uhr schrieb
Felix the Cat über Wohnheim

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Wohnheim«

biggi schrieb am 17.2. 2001 um 20:12:47 Uhr zu

Wohnheim

Bewertung: 2 Punkt(e)

großgeblümte orange textiltapete mit diversen glasfasern, dazu üni lila linoleum. der raum: einsachtzig breit, fuffzig meter lang. aller fünfzehn meter eine längsgerichtete neonröhre mit stahlblauem licht. davon alice-mäßig viele türen ins irgendwo, bestehend aus je zwei vier-personen-luftzellen mit sechzehn qm grundfläche und achtzig zentimeter breiten ausstiegen gen außenluft. mittlere fallhöhe sicher avitalisierend. scheibe c. ansonsten sehr kommunikativ. in der luft: asiatische kochkunst ganztags. wer da drin wohnt, wartet auf keine sonnenfinsternis. der paukt für die lichte zukunft der deutschen gesundheit. das teach yourself im erdgeschoß hat klospülung und duschabfluß von neunzehn etagen als kostenlose geräuschkulisse. nun frag mich, warum das hallenser physikum so viel besser ist als anderswo. ich verrat´s dir: halle ist nicht nur scheibe c. da gibt´s auch noch die burg, die aue und, man höre und staune, kneipen direkt neben der anatomie.

Liamara schrieb am 20.3. 2000 um 21:47:43 Uhr zu

Wohnheim

Bewertung: 2 Punkt(e)

Damals, als der Michael noch nicht mein Mitbewohner war, wohnte er in einem Wohnheim. Er war aber gar kein Student, obwohl er sich für Sinologie eingeschrieben hatte. Er erlernte aber stattdessen den Heilpraktiker-Beruf an der entsprechenden Schule. Nur war die sehr teuer, und das Wohnheim gab's billig für Studenten. Ja, das Wohnheim jedenfalls war sehr interessant. Das Zimmerchen war winzig, aber es war das Zimmer, in dem der Amiga stand, ohne den ich vielleicht nie ein Interesse am Internet entwickelt hätte; obwohl das erst viel später kam, doch dort entwickelten sich die Grundlagen mit BTX und Chat und all dem. Die Küche war eine Gemeinschaftsküche, und der Backofen war dermassen verdreckt... kaum einer machte dort irgendetwas sauber. Aber in dieser Küche habe ich den Grundstein für unsere lange Freundschaft gelegt. Die Duschen haben mich gegraust, sie hab ich nie benutzt und nicht verstanden, wie das jemand tun konnte, ohne Fusspilz und Krätze zu kriegen. Es war immer sehr laut auf dem Flur. Es gab einen Gemeinschafts-Raum in der untersten Etage, der mit zerschlissenen Sitzgruppen und unbequemen Stühlen bestückt war. Und doch war das der Raum, in dem wir die tollsten Rollenspiel-Abende erlebt haben. Es gefiel mir immer gut, ins Wohnheim zu gehen; ich weiss nicht warum: wenn man rein wollte, musste man unten klingeln, und Michael musste den ganzen Weg runtergeschlappt kommen, um die Tür zu öffnen, die immer verschlossen war. Wenn man Glück hatte, kam gerade jemand raus oder rein, wenn man selbst rein wollte. Aber es gefiel mir gut, wenn er in seinen Clogs den Flur entlangklapperte; die Clogs, in die ich oft gestiegen bin, wenn ich auf's Klo musste und die viel zu gross für mich waren. Das Wohnheim wäre beinahe der Ort geworden, an dem... nun ja, egal, jedenfalls fand dort genug statt, an das ich gerne zurückdenke.

Liquidationsdefensive schrieb am 10.5. 2003 um 00:30:50 Uhr zu

Wohnheim

Bewertung: 4 Punkt(e)

Der Spezi im Wohnheim mit einem Riesenplakat von Einstein mit Zunge an seiner Tür, und zwar außen an seiner Tür, und David Hilbert mit Hut im Zimmer, nicht ganz so groß, aber immer noch erdrückend, war ja noch der harmloseste. Der Typ aus Kassel, Amerikafreak, der jeden zweiten Satz texanisch durchkauen musste, war schon schwerer auszuhalten. Am bedrückendsten war der verständnisvolle Nachbar aus der Mittelgebirgsprovinz, der immer wissen wollte, ob man ein Problem hätte, aber nicht so wie »Hasse 'n Problem oder was, ey?«, sondern »Wenn ich Dir irgendwie helfen kann...«, oh Gott. Das Zimmer waren jämmerliche zehn Quadratmeter mit Waschbecken und ich stand kurz davor, hineinzupissen, um nicht an der Sensibiliätsfront und an Einstein vorbeizumüssen.

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