Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 177, davon 117 (66,10%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 66 positiv bewertete (37,29%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 18.4. 2018 um 09:57:30 Uhr schrieb
masXin über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 1)

am 18.4. 2018 um 09:57:30 Uhr schrieb
masXin über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 8.2. 2018 um 12:55:45 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Gerda ist ausgegangen, um noch Gurken für einen Salat zu besorgen. Ich sehe den jetzt schon gedeckten Tisch für das Mittagsgmahl. Ich sehe die schön gerollten Servietten in ihren Serviettenringen. Ich gehe in den Vorraum und öffne den Kasten meines Donnerstagsbuben Adrian und sehe die schön geordnete Wäsche. Ich entdecke eine an die Innenseite der Kastentür geheftete Photographie, ein Kind zwischen seinen Eltern stehend, das Kind ist Adrian. Ich sehe in unserem Zimmer den Schreibtisch mit Adrians schön geordneten Schulsachen. Ich muss Gerda um einen Rahmen für das Bild bitten. Auf ihrem Biedermeier-Schreibtisch stehen viele solche Photographien in silbernen Rahmen. Ich lese die erst heute angekommene Postkarte, auf welcher Adrian von einem für den letzten Abend seines Skiurlaubs angekündigten großen Lagerfeuer berichtet. Um zu schreiben, kehre ich an den Küchentisch zurück und schiebe meinen Teller, mein Besteck sowie die Serviette etwas zur Seite und plötzlich kommen mir die Tränen.

masXin schrieb am 14.2. 2018 um 09:37:20 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Indem heute Abend der Salon stattfindet und mehr Gäste als gewöhnlich erwartet werden, wird der ganze Tag der Vorbereitung gewidmet sein. Herr Purpur, der Vortragende, hat den ganzen Küchentisch mit seinen Papieren bedeckt sogleich nach dem Frühstück. Thema wird sein: Missachtung der Seele, insbesondere der kindlichen, bei uns und im Ausland. Wie einmal bereits erprobt, wird mein Donnerstagsbub beim Servieren behilflich sein, in seiner blauen Kadettenuniforn. Es wird auch ein Buffet mit Canapés angerichtet sein. Stühle sind bereits aufgestellt.

Auf der Liste der Angemeldeten sind unter anderen:

Kammeramtsdirektor Hofrat Dipl.Ing. Robert Dallhofer
Ambros von Droste zu Beierling-Gelen
Medizinalrat Dr. Hubertus Berger
Ministerialrat a.D. Mag. Klaus M. Lahnstein
Sektionschef Dr. Josef Mayreder-Dombeck
Dr. Percy Graf Lechta-Richthofen
Stadtpfarrer i.P. Johann Reinbeck
Pater Universitätsprofessor Dr. Dr. Eberhard-Konrad Seydtler

Teilweise werden diese Herren zusammen mit ihren Frauen erwartet. Auf der Liste noch viele mehr, wie immer wird mit noch zahlreicheren Unangemeldeten gerechnet.

masXin schrieb am 13.3. 2018 um 09:43:35 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Seinen giftgrünen Citroen Cactus hatte John am Sonntag vor dem FC Torpedo geparkt, und den Alexander losgeschickt, um Adrian, meinen Donnerstagsbuben, und mich abzufangen.
Das war Adrians Idee gewesen und als Überraschung für mich geplant. Indes war aber auch Ilyas, der Tormann, mit uns. Also wurde auch er mit eingeladen sogleich.
Im Cactus, hinter John, dem Fahrer, saß dann Alexander, neben ihm, in der Mitte Adrian, und rechts ich, und der etwas füllige Ilyas durfte vorne sitzen.
Welch ein Duft war da im Auto von jungen Fußballern, welche soeben sich geduscht hatten, Ilyas hatte sich parfümiert sogar.
John fuhr los, überhaupt nicht in Eile. Wie ein orientalischer Prinz verschenkte Ilyas sich nach allen Seiten, und hielt dem John, wann immer dieser wollte, die linke Backe zu einem Kuss hin, oder auch dem Adrian, wenn dieser sich zu ihm nach vorne beugte. Und indem meine rechte Hand auf seiner rechten Schulter lag, um auch an dieser Ausschüttung von Bubenschönheit teilzuhaben, hielt Ilyas diese fest, und zwar die ganze Zeit, bis wir bei Alexanders Großmutter, der Tilda, angekommen waren. Nach rückwärts, zu Alexander, welcher von Ilyas am entferntesten saß, drehte Ilyas sich auch um immer wieder, und sah ihn schmachtend mit den großen, schwarzen, lang bewimperten Augen an, indem er zu versprechen schien, ihn, den Alexander, für alles, was diesem nun entging, reichlich zu entschädigen zu einem späteren Zeitpunkt.

masXin schrieb am 15.2. 2018 um 09:14:46 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 3 Punkt(e)

Recht gut besucht war der gestrige Salon mit Ambros Purpur als Vortragendem, so dass zum ersten Mal seit langer Zeit das Buffet leergeräumt war am Ende. Recht dramatisch begann Purpur, indem er ein Stück Zeitung in die Höhe hob, es war die Mittwochs-Ausgabe, die gestrige also, der deutschen F.A.Z., mit einer großen Überschrift: »Wehe dem, der seine Kinder verachtet!«, was Purpur auch laut vorlas.
Das Publikum, ältere verdiente Herrschaften zumeist mit ihren Ehefrauen, zeigte sich wie immer sehr gefasst, fast unbeteiligt. Nur einmal schluchzte eine Dame laut auf, es war beim Bericht von einem jungen, nach bürgerlicher Gesetzgebung allzu jungen Mädchen, welches mit einem Herrn sich eingelassen hatte, von welchem sie, wie Purpur betonte, das ersten Mal in ihrem jungen Leben ein freundliches Wort vernommen hatte. Als die Sache aufkam, hat nicht dieser Herr, welcher moralisch keineswegs einwandfrei war, sich aus dem Fenster gestürzt vor Scham, sondern das junge Mädchen. Der Skandal aber sei, so Purpur, dass dieses Mädchen von ihren Eltern nie ein freundliches Wort, nie auch nur eine liebevolle Geste erfahren hatte zuvor, indem ein Bruder von ihr das einzig erwünschte und stets bevorzugte Kind gewesen war.
Nachdem ich Adrian, meinen Donnerstagsbuben, welcher in einer schönen blauen Uniform die Gäste versorgen geholfen hatte, pünktlich 11 Uhr zu Bett geschickt hatte, ging es noch eine erhebliche Zeit weiter. Allerdings, als ich weit nach Mitternacht selbst zu Bett mich begab, war Adrian noch nicht eingeschlafen, und wollte vieles, was ihn bei Purpurs Vortrag berührt hatte, mit mir noch zur Sprache bringen.

masXin schrieb am 27.2. 2018 um 10:12:30 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Donnerstagsbub Adrian war in die Kälte entlassen, indem er mit dem langen roten Schal, den Gerda gestrickt hatte, umwickelt worden war, sowie gekrönt mit der Bommel-Wollhauben aus selbiger Produktion. Ich notierte bei meinen zweiten Haferlkaffee, was mir von der vergangenen Nacht noch erinnerlich war, und brach auf, um im nahen Callshop meine ewigen Schreibereien loszuwerden, wie Gerda immer sagt.
Während dieser schönen endlosen Minuten, wo wir nicht wissen, ob wir uns eine gute Nacht wünschen sollen jetzt schon, bat Adrian mit einem Mal doch noch um eine Auskunft. Noch einmal soll ich ihm berichten, wie es denn genau war, als wir uns begegneten zum ersten Mal. Kommt nicht in der Bibel vor irgendwo, begann ich, indem es schon aus mir sprach wie im Traum fast, wie einem Menschen, der sich ganz von Gott verlassen glaubt, eine leuchtende Wolke erscheint plötzlich, mit einem Engel darin? Ja, das kommt vor, glaubte Adrian zu wissen. Nach einer Weile packte er mich, befahl: halte auch du mich so fest wie du kannst! - Aber dann bringe ich dich ja um! - Du kannst mich nicht umbringen!

masXin schrieb am 9.2. 2018 um 15:27:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 4 Punkt(e)

Wenn mein Donnerstagsbub Adrian zur Schule gegangen ist, gönne ich mir oft noch einen Nach-Frühstücks-Schlaf auf Gerdas Chaiselongue, indem ich in der Nacht oft wach liege und nachdenke. Auch wage ich es oft nicht, Adrians Schlaf zu stören, es sei denn, er drückt mich allzusehr und ich muss einen Arm vorsichtig hervorziehen und mir eine andere Position suchen. Dann muss ich mir einleuchtend machen, dass es doch in der Welt für mich keine erwünschtere Last und keine erwünschtere Sorge gibt.
Und wie leben wir dennoch in voneinander getrenntesten Universen, denke ich weiter. Dann erinnere ich mich meines (abgebrochenen) Physikstudiums und wie relativ unbedeutend das Früher-Soeben-Später ist (nach Einstein) und sogar das Hier-Dort (nach Planck). Nicht getrennte Universen sind es, in denen Adrian und ich leben, eher doch verschiedene Länder, an einander angrenzende gar und nur durch eine natürliche Grenze getrennt, durch einen schönen mit vielen schönen Brücken überbrückten Fluss vielleicht, auf denen ein schöner und lebhafter Verkehr stattfindet.



masXin@gmx.at schrieb am 1.3. 2018 um 13:29:35 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 3 Punkt(e)

Indem meines Donnerstagsbuben Mutter kein allzu großes Interesse zeigte an dessen näheren Lebensumständen hier bei uns im Rennweg, glaube ich trotzdem an eine Verbundenheit zwischen den beiden, die über meine Wahrnehmungs- und Fasssungskraft hinaus geht. In Kiel, erfahre ich heute, gibt es Forscher, die durch Fleiß ersetzen müssen, was ihnen an Erfahrung und Vorstellungskraft abgeht, indem sie experimentell herausgefunden haben, dass bei gewissen Männern das sog. Brutpflegesystem besonders ausgeprägt ist. Ich könnte nun vermuten, dass in Adrians Mutter ein Brutpflegesystem implementiert ist, welches unzureichend ausgeprägt ist eventuell. Mögen Piefkes in aller Welt (es sind nicht nur Deutsche mittlerweile) diesen Gedanken fleißig weiter verfolgen, mir ist er zuwider. Ich will kein Wissenschaftler sein, ich will Brutpflegesystem aus meinem Wortschatz schnellstens entfernen und Liebe walten lassen wiederum, mag diese auch über meine und unser aller Wahrnehmungs- und Fassungskraft hinausgehen.

masXin schrieb am 19.2. 2018 um 20:30:17 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 3 Punkt(e)

Nun, wo in meines Donnerstagsbuben Alltag eine schöne Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit, eine Geborgenheit vielleicht eingekehrt ist, ist alles wieder in Frage gestellt. Sonntag war wieder Training und Match beim FC Torpedo, jedoch im Verein und nicht im Sportzentrum. Wieder bewunderte ich den stürmischen Adrian. Bewunderte auch den Elyas, der als Torwart so lustvoll sich dem Ball entgegenwirft immer und mit ihm zu Boden fällt. Hinterher war Adrian bei einem Sportskameraden eingeladen, so kehrte ich allein in den Rennweg zurück.
Ins Haus eingetreten, vernahm ich einen Streit, ein Mann, eine Frau, ging eilends an den beiden vorbei nach rückwärts, zum Fahrstuhl. Indem es dort dunkel ist, schickte ich nach Ankunft den Fahrstuhl wieder nach oben, blieb selbst unten und lauschte. Sie redete heftig auf ihn ein, in Worten ungefähr wie: wo soll der Bursche denn schlafen, wo ist denn Platz in unserer winzigen Wohnung! Was der Mann entgegnete, war leise und nicht zu verstehen, und schon waren beide aus dem Haus getreten.
Gerda habe ich ganz fassungslos angetroffen. Adrians Vater und diese seine Gefährtin hätten sich in die Wohnung gedrängt, ohne sich vorzustellen, nur gefragt: wo ist Adrian? Wo sind seine Sachen? Hier ist jetzt Schluss! Indem er beim Sport noch war, hätten beide sich einfach hingesetzt und gesagt: dann warten wir eben, bis er zurück ist! Adrians Vater hätte kaum ein Wort gesprochen, sie habe sich so aufgespielt.
Sehr bald sei diese Person des Wartens überdrüssig geworden, habe zum Aufbruch gedrängt, ohne dass beide irgend ein Interesse an der Wohnung, an Adrians Alltag und Wohlergehen gezeigt hätten. Recht sympathisch und auch unverkennbar ähnlich sei der Herr gewesen und sogleich habe sie in ihm Adrians Vater erkannt. Aber dieser Dame ganz ausgeliefert sei er, die er irgendwo aufgegabelt haben müsse, und welche unmöglich Adrians Mutter sein könne.


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