Unlingen zeichnet sich, wie durch Bevölkerung, so durch Bauart aus. S. 60. Der Ort hat 4 Schildw. mit 4 Brauereyen, 1 Essigsiederey, 1 Salpetersiederey, 3 Mahlmühlen mit 11 G., 4 Öhl- und Gypsmühlen und 1 Sägemühle. Die Mühlen liegen zum Theil abwärts an der Kanzach, gegen die Donau. Am Ende des Orts liegt ein ehemaliges Nonnenkloster. An der Kirche sind neben dem Pfarrer 2 Kaplane angestellt; die Kaplaneyen wurden 1468 von dem Unlinger Bürger Herrmann Mayer gestiftet. Das Patronatrecht darüber hatte sonst die Gemeinde, jetzt übt es der Staat. Das Patronat der Pfarrey hatte früher das Kloster Reichenau, mit dem es an Constanz und von da an Baden kam; von Baden erhielt es Würtemberg durch Ausgleichung 1807.
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