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zeitzeugin schrieb am 22.5. 2004 um 17:26:55 Uhr über

NewYork

New York - Zehn Jahre lang lebte Javaid Iqbal auf seine eigene, bescheidene Weise den amerikanischen Traum. Der Pakistaner wohnte im New Yorker Vorort Huntington auf Long Island. Er jobbte an einer Tankstelle und in einem kleinen Supermarkt. Er heiratete eine Amerikanerin und adoptierte drei Stiefkinder. Zu Weihnachten brachten ihm die Nachbarn Geschenke, zu Thanksgiving Truthahnreste.

Das alles änderte sich am 2. November 2001, wenige Wochen nach den Anschlägen auf das WorldTradeCenter und das Pentagon. Da stürmten FBI-Agenten die Wohnung des 37-jährigen Muslims und nahmen ihn fest. Der Grund: Er sei des Terrorismus' verdächtigt. Was folgte, beschreibt Iqbar heute mit den Worten, mit denen ihn ein Haftbeamter begrüßt habe: »Willkommen in der Hölle

Iqbal verbrachte neun Monate im MetropolitanDetentionCenter (MDC), einem wegen rauer Sitten berüchtigten Gefängnis in Brooklyn, davon sieben Monate in Einzelhaft, in einer winzigen Zelle. Seine Zeit dort beschreibt er in einer 44 Seiten starken Schadenersatzklage, die er Anfang Mai vor einem Bezirksgericht eingelegt hat - rein zufällig am selben Tag, als das Wochenmagazin »New Yorker« die ersten Details über den Folterskandal um das US-Gefängnis AbuGhureib bei Bagdad enthüllte.

Und das ist nicht die einzige Parallele...


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