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Partnerschaftskonflikte können bei verschiedenen gynäkologischen Problemen auftreten: Ungewollte Kinderlosigkeit,
Übergang zur Elternschaft, Schwangerschafts- und Wochenbettdepression, sexuelle Probleme, chronische
Schmerzsyndrome wie Unterbauchschmerzen und Vulvodynie, Krebserkrankung.
Im Umgang mit Partnerschaftskonflikten werden verschiedene therapeutische Ansätze beschrieben: psychoanalytische
Therapie, systemische Therapie, Verhaltenstherapie, klientenzentrierte Therapie. Psychoanalytische Konzepte
konzentrieren sich auf das Paar als zwei Individuen mit ihren jeweiligen individuellen Lebensgeschichten, die im
Zusammenwirken zu Beziehungskonflikten führen können. Die systemische Therapie hat primär das Aushandeln und
die Veränderung von Beziehungs- und Kommunikationsregeln durch Reflexion, Erprobung und Experimentieren zum
Ziel. Die verhaltenstherapeutische Paartherapie basiert auf Übungen zur Steigerung der Reziprozität, Kommunikations-
und Konfliktlösungstraining sowie Problemlösetraining. In klientenzentrierten Ansätzen geht es hauptsächlich darum,
durch wachsende Kongruenz mit sich selbst zunehmend Klarheit in der Beziehung zum anderen zu finden.
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