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kontextslow schrieb am 14.7. 2003 um 01:12:35 Uhr über

Ressourcenpolitik

130 Die Pathologie der fossilen Ressourcenpolitik
selbst versorgen können. Für die künftige Entwicklung signalisiert das, wie wesentlich
es wieder wird, daß im Umland von Städten landwirtschaftliche Betriebe existieren.
Die Spielräume zur unmittelbaren Selbstversorgung mit Energie auch in Megastädten
sind ungleich größer, als es bei Nahrungsmitteln der Fall sein kann. Allein mit
Sonnenenergie ist das möglich - tendenziell sogar bis zur vollständigen energetischen
Selbstversorgung von Megastädten. Sie kann den Niedergang der Stadt vielleicht allein
nicht aufhalten. Aber sie ist eine elementare Vorbedingung für einen
Regenerationsprozeß der Städte.


Die dritte Weit in derfossilen Ressourcenfalle

Die Städte der Dritten Welt orientierten sich in der nachkolonialen Ära wie
selbstverständlich am Vorbild der industriegesellschaftlichen Entwicklung und damit an
deren energieintensivem Wachstumsmodell. Dadurch wurden und werden sie
unvermittelt und ohne Zeit zur Anpassung einer Wachstumsflut ausgesetzt. Ein
beispielloser Zuzug überschwemmt die Städte der dritten Welt und überfordert in
kürzester Zeit ihre Infrastruktur. Die Städte werden mit schnell hochgezogenen und
rasch vorkommenden Betonbauten "erschlossen«, mit wuchernden Straßen und
Kabelnetzen versehen; Siedlungsringe und schwörende Elendsviertel breiten sich um
die Stadtzentren aus, die permanent unter einer Smogwolke liegen. Städte wie Mexiko
City, Säo Paulo, Lima, Kairo, Neu-Delhi Bombay, Djakarta, Istanbul oder Karachi, die die
Zehn-Millionen-Einwohnergrenze längst überschritten haben, belegen eklatant die
Aussichtslosigkeit des fossilen Zivilisationsmodells.
Die Megastädte der Industriegesellschaften haben die Grenze ihres Wachstums
mehrheitlich erreicht; ihre Bevölkerungszahlen insgesamt stagnieren, und in den
ländlichen Räumen lebt durch die Marginalisierung des landwirtschaftlichen Sektors
bereits nur noch ein geringer Teil der Bevölkerung. Die Megastädte der dritten Welt
dagegen sind mit einer kaum enden wollenden Zuwanderung konfrontiert, der sie hilflos
gegenüberstehen. In den Ländern der dritten Welt lebt der überwiegende Teil der
Bevölkerung immer noch in ländlichen Räumen: 80,4% in China, 77% in Indien, im
übrigen Asien insgesamt 75%, im subsaharischen Afrika 73%. Damit stehen noch
riesige Menschenmassen vor

Die sozialen und kulturellen Verwerfungen durch fossile Ressourc


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