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Mitteilung von Paul (5.7.2026 21:12:31):
>>>>>>>>>>>>>>Ausritt bei 32 Grad

>>>Hallo Paul, ich finde deine Anekdote gut beschrieben und bewertet.
>>>Klar wird, das es für jeden Aussenstehenden irritierend bis
>>>abstoßend ist, wenn Pferde, die – wahrscheinlich nachvollziehbar weil auf den ersten Blick überfordert – den Gehorsam verweigern, weil sie vor einem scheinbar bedrohlichem Hindernis anhalten oder gar zurückweichen, mit energischen Peitschenhieben vorwärts getrieben werden. Was sie nicht wissen ist, daß die Pferde vorher geduldig und konsequent gelernt haben, daß ihr Kutscher oder Reiter beurteilen kann und soll, ob von einem Hindernis Gefahr ausgeht oder nicht.
>>>Diesem Urteil können, ja müssen sie vertrauen. Nur so kann gefahrlos und sicher gefahren oder geritten werden.
>>>Dies zu lernen bedeutet auch, daß sie die Erfahrung machen müssen, daß es unbequem bis sogar sehr schmerzhaft ist, wenn sie sich
>>>trotzdem verweigern. Das rechtfertig den Peitscheneinsatz , auch einen intensiven. Denn die Pferde müssen unbedingt , ja gezwungen werden, die Erfahrung machen, daß ihre Angst unbegründet war und
>>>der Alpha-Mensch auf dem Recht hatten man ihm auch in Zukunft vertrauen kann.
>>
>>Beim Durchsetzen ist es ebenso wichtig, zu bedenken, was passiert, wenn man sich nicht durchsetzt. Dann hat man verloren – die aktuelle Kutschfahrt ist eigentlich zerstört und man kann dann froh sein, unfallfrei nach Hause zu kommen. Bei den Pferden hat man sich disqualifiziert und es braucht Tage, bis man da wieder Anerkennung und Vertrauen aufbaut. Gerade bem Gespann sind Peitschenhiebe in so einer Situation Pflicht, die Verantwortung des Fahrers aufgrund der Dimension und des Gewichts der Kutsche ist weit höher als beim Reiten (und da gilt ebenfalls Durchsetzen!).
>>Das sollten sich mal die Leute überlegen,die Peitschenhiebe so verdammen.
>
>Hallo Paul, stimmt, zumal ja die Pferde , wenn man z.B umdreht , völlig durcheinander kommen, weil das ja ein neues Muster ist und sie n einer Folgesituation gar nicht wissen, welcher Ablauf vorbestimmt ist. Eine Einschränkung sehe ich aber. Wäre man zu zweit auf dem Bock, könnte einer die Pferde auch das Hindernis führen, was oft die Widersetzlichkeit auflöst, das sollte aber zusätzlich zu den Hieben erfolgen und nicht anstatt. Das Wichtgste ist ja , daß sie vorwärts müssen und sie sich dem nicht entziehen können. Der Helfer könnte auch noch mit der Gerte nachhelfen, hättest Du vermutlich nicht ungern gemacht, wenn die Fahrerin Dich drum gebeten hätte..
Ich habe tatsächlich mal bei einer Brücke, die Pferde nicht gern überqueren wollen der Helfer. Da fuhr ich mit einem Fahrrad langsam vor hielt immer wird er an um BlickKontakt zu haben – die Fahrerin hat derweil die Pferde herübergeprügelt und durch das Vorfahren habe ich den Pferden einige Dutzend Hiebe erspart – die Fahrerin schlug auch so genug. Aber war angemessen und sie hat sich für das Vorfahren sehr bedankt.