?  
  Hoch: [8]
Links: [4]Liste: [5]Rechts: [6]
Runter: [2]
Mitteilung von Christa (5.7.2026 22:37:39):
>>>>>>>>>>>>>>>Ausritt bei 32 Grad

>>>>>>>>>>>>>>>Habe heute trotz 32 Grad einen tollen Geländeritt von 21/2 Std Dauer unternommen. War zwar echt warm und auch ich kam ganz schön ins Schwitzen, viel mehr aber mein Wallach, der wieder mal nicht motiviert , besser gesagt richtig faul war! Da war es doch sehr nützlich, dass ich ne gute Gerte mitgenommen und die Sporen angeschnallt hatte! Ohne die hätte ich doch oft Mühe gehabt, den Wallach unterwegs flott zu kriegen. Der nutzt das immer gern aus, wenn er merkt, dass ich keine Gerte oder Sporen dabei habe und ist dann oft richtig faul! Habe ihm heute aber gleich von Beginn an klargemacht , was Sache ist. Als er nur etwas zögerte , vom
>>>>>>>>>>>>>>>Stall wegzugehen, und seinen Unwillen zeigte, kriegte er von mir sofort 3mal kräftig was auf den Arsch und damit wusste er Bescheid-lach. Danach klappte der Ausritt einwandfrei, auch wenn es unterwegs oft solche „Erinnerungen“ brauchte. Er war natürlich schweissnass unterwegs und ich hab den Ausritt genossen! War einfach geil heute!
>>>>>>>>>>>>>Ich finde, eine gute lange Gerte muss immer Dabei sein und darf auch benutzt werden. Finde ich gut, dass Du Dich da gut durchsetzt.
>>>>>>>>>>>>>In anbetracht der Temperaturen – wie war denn die Strecke? Gab's da Schatten oder gar Abschnitte im Wald? Wie hast Du es mit dem Tempo in der Sonne / im Schatten gehalten?
>>>>>>>>>>>>Hallo Paul,
>>>>>>>>>>>>das mit der guten, langen Gerte sehe ich wie du. Die ist bei mir, egal ob ich ihn in der Halle Dressur reite oder mit ihm ausreite, einfach ein Muss! Danke übrigens, dass du es gut findest, dass ich die energisch einsetze und mich bei dem Bock gut durchsetze! Er braucht das einfach so, und ich muss gestehen, es macht mir auch einfach Spaß-lach. Lediglich, wenn ich mit ihm springe, benutze ich eine kürzere, ledernen Springgerte mit Klatsche. Die zieht auch sehr gut. Außerdem mag ich total gern den Klatschsound , wenn ich ihm welche „überbrate“, z B wenn er vorm Hindernis spinnt und verweigern will. Dann braucht er nämlich öfters mal richtig ein paar auf den Arsch! Ungehorsam lasse ich nicht durchgehen!
>>>>>>>>>>>>Die Ausreitstrecke bestand überwiegend aus sandigen Wegen durch die Feldmark mit mal mehr und mal weniger tiefem Boden. Wo es tiefer war, musste er natürlich mehr arbeiten . Da gabs dann entsprechend mehr die Peitsche! Aber auch 2 kürzere Waldstrecken waren dabei. Nur dort war es übrigens schattig, ansonsten hatten wir es fast nur sonnig. Auf das von mir geforderte Tempo hatten allerdings Sonne und Schatten keinen Einfluss. Ganz viel Galopp, etwas Trab und wenige Schrittpassagen. Ich habe ihn richtig ran genommen und er musste echt was tun-lach.
>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>Er scheint ja sehr gut trainiert zu sein – für ein normales Schulhotti wäre das schon bei 15°C zu viel gewesen. Von meinem Eindruck her ist dein Pferd sehr gut trainiert, hat viel Kraft, Ausdauer und Vielseitigkeit – Respekt! Den hast du sehr gut aufgebaut. Er ruft sein Potential nicht freiwillig ab, aber dafür hast du ja Gerte und Sporen, die du dann ausgiebig einsetzt – was ich gut finde, denn Durchsetzen ist Pflicht. Dazu gehört auch, keine Toleranz für Verweigern und Widersätzlichkeiten zu zeigen.
>>>>>>>>>>>Das muss ja ein sehr hübsches Muster an Peitschen abdrücken und Striemen auf seiner Hinterhand und Flanken gewesen sein. Was für Sporen benutzt du – wie hast du mit den Sporen die Gerte ergänzt?
>>>>>>>>>>Hallo Paul,
>>>>>>>>>>prima, dass auch du es gut findest, dass ich bei dem Wallch ausgiebig Gerte und Sporen einsetze! Der Gaul braucht das einfach , dass man ihm die Faulheit und evtl Unwilligkeiten austreibt und ich gebe ihm gern, was er braucht!!! Ist so geil!!!
>>>>>>>>>>Gleiches gilt natürlich auch für den Peitscheneinsatz beim Kutschefahren. Da sogar noch mehr, weil die Einwirkungsmöglichkeiten über Schenkel und Sporen ja fehlen.Wiederholte,
>>>>>>>>>>saftige Peitschenhiebe sind
>>>>>>>>>>da angebracht, damit das faule Luder spurt und sich in die Riemen legt! Da gilt die alte Regel: Lieber ein Hieb mehr als zu wenig-lach.Zum Sporeneinsatz: ich habe und benutze mehrere Arten, je nachdem, ob ich ihn Dressur reite oder springe. Vor allem aber auch richtet sich das danach, wie ich stimmungsmässig so drauf bin. Wenn ich z Bsp an einem
>>>>>>>>>>Tage besondere Lust habe, den Gaul mal richtig ranzunehmen, werden natürlich die normalen Sporen beiseitegelegt und die gezackten Rädchensporen angeschnallt! Unterwegs im
>>>>>>>>>>Gelände benutze ich sehr gern kontinuierlich die Sporen zur Beibehaltung des Tempos. Zur Galoppverstärkung gibts von mir nochmal deutlicher die Sporen rein, bevor darauf sofort noch ein-zwei Gertenhiebe folgen! Wenn er nach einiger Zeit schon mal richtig faul wird, können es auch mehr Hiebe werden. Da ziehe ich dem Gaul richtig welche drüber! Abwechselnd links-rechts kriegt er sie dann übern Arsch! Der soll sich wohl flott bewegen-lach
>>>>>>>>>>Hat sich bewährt und der Gaul spurt eins A !!!
>>>>>>>>>
>>>>>>>>>Sehr schöne, klassische, konsequente Reit weiße und Fahrweise, wie sie bis weit in die 80er normal war. Du hast das Pferd im Griff, dir macht es Spaß und du stehst voll dahinter und versuchst nicht Peitscheneinsatz, Gertenhiebe und Sporen zu tarnen oder zu verheimlichen (las ich in früheren Beiträgen von dir). Finde ich sehr gut und sympathisch.
>>>>>>>>Richtig beschrieben von dir, Paul. Ich mache kein Hehl daraus. dass es mich richtig antörnt, bei Pferden energisch mit Peitsche, Sporen und Gerte für Fleiß und Gehorsam zu sorgen-lach. Schön, dass du das gut und sympathisch findest und offensichtlich gleiche Empfindungen hast! Danke!
>>>>>>>Hi Christa, das liegt mir durchaus, Was du beschreibst... Hast du Austausch mit anderen Reitern oder Fahrern (weiblich, männlich, divers) die das ähnlich handhaben oder bist du eher die Ausnahme? Wie ist da Feedback, wenn du ihm vor Publikum vor der Kutsche ihm richtig intensiv einige Peitschenhiebe draufziehst?
>>>>>>Hallo Paul, ich habe in den vielen Jahren viele „Pferdeleute“ kennengelernt, die gleiche Interessen bzw Empfindungen haben. Man trifft sich ab und zu bei Turnieren oder verabredet sich mal zu gemeinsamen Ausritten Inder Ausfahrten. Da findet dann immer auch ein anregender und inspirierender Gedankenaustausch zu diesem Thema statt. Das Feedback von Zuschauern, wenn ich ihm intensive Peitschenhiebe draufziehe, ist total unterschiedlich und reicht von Entrüstung über Mitleid bis hin zu Respekt und Bewunderung.
>>>>>
>>>>>Hallo Christa, ah, du machst Turniere mit ihm, daher seine hohe Fitness – sind das Fahr oder Reitturniere oder beides?
>>>>>Ich stand mal auf einer Landstraße mit meinem Fahrrad an einer Baustelle, die die Straße halbseitig sperrte. Von vorne kam ein Pferde Gespann mit 2 Pferden, Typ Warmblut. Eine Radfahrerin kam hinzu und wartete ebenfalls um das Gespann passieren zu lassen. So ganz cool waren die beiden Pferde nicht und wollten nicht an der Baustelle vorbei. Die Fahrerin war stimmlich ruhig, aber energisch, kein Schreien und Schimpfen ud schlug mit der Bogenpeitsche auf die Pferde ein. Die Bogenpeitsche war schon ein wuchtiger es Exemplar und es war faszinierend zu sehen und zu hören, was für eine hohe Energie in solchen hart durchgezogen Peitschenhieben steckt. Das machte sie sehr gut – die energetische, aber dennoch recht ruhige (und sympathische) Stimme und ihre schnellen, harten, erbarmunglosen Peitschenhiebe. So langsam kam das Gespann voran. Die Radfahrerin neben mir war entsetzt und fing an, sich aufzuregen, wie schlimm die Peitschenhiebe doch seien. Ich erwiderte ruhig, dass sie bitte jetzt nicht hektisch werden soll, bei den Pferden ist genug Hektik im Moment und dass ein Gespann nie von selbst stehenbleiben darf und Durchsetzen angemessen ist. Das Gespann fuhr dann immer besser vorbei, die Peitschenhiebe wirkten gut, die Pferde machten dann mit und als das Gespann vorbei war schimpfte die Frau sehr über die Fahrerin. Ich fragte sie dann, ob sie irgendwie mal Reiterfahrung hätte – und ja, vor 40 Jahren Reiten und Voltigieren hätte sie gemacht. Und nach ein paar Nachfragen erinnerte sie sich plötzlich, dass auch bei ihren Ritten die Gerte immer drauf und die Sporen immer drin waren und dass beim Voltigieren die Pferde einiges an Peitschenhieben bekamen. Gut dass wir darüber gesprochen haben. Plötzlich können sich auch Leute, die sich aufregen erinnern, was eigentlich angemessen ist. Will sage, dass viele die sich aufregen, von einem Idealbild ausgehen, was sie selbst nie gelebt haben und gelebt haben konnten.
>>>>Hallo Paul, ich bin Freizeitreiterin, reite aber gelegentlich auch bei kleineren Turnieren ( Dressur und Springen) im ländlichen Raum mit. Also nichts sportlich hochklassiges, sondern im biederen Amateurbereich. Das genügt mir vollkommen und die ganze Atmosphäre mag ich auch lieber als die auf den großen Turnieren mit z T arrogant wirkenden Reitern und „vornehmen“ Publikum. Ich mags halt lieber, wenn es etwas rustikaler zugeht!
>>>>Was deine Erlebnisbeschreibung mit der Kutschfahrerin und der Radfahrerin angeht, hast du völlig Recht! Stimme
>>>>Dir da voll zu! Im übrigen finde ich genau richtig, wie konsequent und energisch die Fahrerin den beiden widerspenstigen Gäulen die Peitsche drübergezogen hat! Nur so geht das,die brauchen ordentlich was auf den Arsch, wenn sie nicht spuren wollen-lach. Der Erfolg gab ihr ja auch Recht.
>>>>Ach so, Kutsche fahre ich nur freizeitmässig und nicht
>>>>auf Turnieren. Mega geil finde ich das aber allemal und genieße das immer total-lach.
>>>>
>>>>
>>>Hallo Christa, geht es bei den kleinen Turnieren auch rustikal in Sachen Gerte und Peitsche bei der Vor und Nachbereitung der Pferde zu?
>>Hallo Paul, ja, denn gerade bei den kleineren, ländlichen Turnieren kommen die Teilnehmer/innen ebenfalls aus diesem Bereich, der bis vor nicht langer Zeit bäuerlich geprägt war, manchmal sogar heute noch ist, Da gehörten Pferde nun mal dazu, und die wurden nicht verhätschelt sondern wurden rangenommen. Die Anwendung von Gerte und Peitsche waren und sind daher dort ganz normal, darüber regt sich niemand auf. Eher ist das Gegenteil der Fall, nämlich dass Reiterinnen kritisiert werden, wenn ihr Pferd nicht spurt, und sie unmissverständlich zum Gertengebrauch aufgefordert werden: „Gib ihm doch mal richtig was auf den Arsch!“ Insbesondere auf dem Abreiteplatz zur Sprig- oder Dressurvorbereitung kommt die Gerte häufig und sehr gern zum Einsatz, um die Gäule zu disziplinieren für die bevorstehende Prüfung. Da kann man es dann oft ganz nett klatschen hören – lach.
>
>Sehr schön – da wird also noch klassisch »richtig geritten« – finde ich sehr gut. Beiden ländlichen kleinen Fahrturnieren dürfte die Peitsche ebenfalls robust im Einsatz sein – falls du dort mal zuschaust?
Ja klar schaue ich gern bei Fahrturnieren zu. Leider gibts bei uns in näherer Umgebung nur sehr wenige (2-3mal jährlich)😢 Dabei finde ich mehr noch als das Dressurfahren die Geländeprüfungen prickelnd. Da werden die Pferde richtig unter der Peitsche rangenommen! Gibt viele klatschende Hiebe und die Gäule schwitzen unterwegs heftig! Dazu kommen da immer noch die lautstarken Aufforderungen durch die Fahrer/innen, die oft sehr derb ausfallen. Finde ich alles total reizvoll! Wenn ich selber fahre , praktiziere ich das natürlich ebenso-lach.