Wie werden Störungen des Riech- und Schmecksinnes festgestellt? Der Grad einer Erkrankung der chemischen Sinne kann u.a. dadurch bestimmt werden, daß man mißt, in welcher Konzentration ein Riech- oder Schmeckstoff gerade eben wahrgenommen wird. Andere Tests beruhen darauf, daß die Intensität einer Riech- oder Schmeckprobe beurteilt oder bestimmte Riech- oder Schmeckproben erkannt werden müssen. Hier werden üblicherweise eine ganze Reihe von Substanzen angeboten. Bei der Schmeckprüfung werden verschiedene Konzentrationen von Schmeckstoffen in flüssiger bzw. fester Form direkt auf die Zunge aufgetragen, oder sie werden in Form von kleinen Kautabletten gegeben. Andere Verfahren beruhen auf der Ableitung von Signalen aus den Hirnströmen nach Riech- oder Schmeckreizung. Damit können Störungen objektiv erfaßt und nachgewiesen werden. Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz Zentren, in denen eine ausführliche Testung des Riech- und Schmeckvermögens durchgeführt wird. Addressen dieser Zentren sind über die Arbeitsgemeinschaft Olfaktologie und Gustologie erhältlich.