| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
161, davon 155 (96,27%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 54 positiv bewertete (33,54%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
514 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,124 Punkte, 65 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 30.1. 2000 um 19:46:33 Uhr schrieb Waffenmeister
über Nase |
| Der neuste Text |
am 3.2. 2020 um 10:16:07 Uhr schrieb Christine
über Nase |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 65) |
am 8.10. 2003 um 00:04:04 Uhr schrieb gareth über Nase
am 13.8. 2008 um 08:57:55 Uhr schrieb mesi über Nase
am 18.6. 2004 um 14:08:20 Uhr schrieb mcnep über Nase
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Nase«
Dr.Immerda schrieb am 20.4. 2001 um 00:46:43 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Diagnose einer der Hyperreaktivität zugrunde liegenden Erkrankung setzt, insbesondere bei chronischen Beschwerden, den
Ausschluß anderer Erkrankungen der Nase, der Nasennebenhöhlen oder des Nasopharynx durch einen Facharzt voraus.
Mögliche Differentialdiagnosen sind:
a) Nase:
Akute virale oder bakterielle Rhinits, chronische bakterielle Rhinitis, Rhinitis atrophicans, Septumdeviation oder -luxation,
Formfehler der Nasenpyramide oder der Nasenflügel, postoperative Narbenbildung oder Instabilität, posttraumatisches
Hämatom oder Abszeß, Lues, Lepra, Rhinosklerom, Sarkoidose, Morbus Wegener, gut- oder bösartige Tumoren der
Nase, Meningoencephalocele, Fremdkörper, Rhinitis sicca anterior, zystische Fibrose, Ziliendyskinesie,
Kartagener-Syndrom, primäre und sekundäre Immundefekte, Zustand nach Radiatio.
b) Nasennebenhöhlen:
Akute Sinusitis, Baro-Sinusitis, »Bade-Sinusitis«, chronische Sinusitis, Mykose der Nasenebenhöhlen, Mukoviszidose,
Concha bullosa, Polyposis paranasalis, Zysten der Nasennebenhöhlen, Choanalpolyp, Mukozele, Pyozele, gut- oder
bösartige Tumoren.
c) Nasenrachenraum:
Adenoide, gut- oder bösartige Tumoren, Fremdkörper, Choanalatresie, vergrößerte hintere Enden der unteren Muscheln,
Pseudotumoren, Dermoide, Bursitis pharyngealis, Encephalomeningozele.
Extranasale Ursachen von Nasensymptomen:
Herz-Kreislauferkrankung, Lungenerkrankung, Gebißanomalie
Dr.Immerda schrieb am 20.4. 2001 um 00:46:12 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Symptome Obstruktion, Sekretion und Niesreiz sind die Leitsymptome der nasalen Hyperreaktivität. Diese Symptomatik
kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und einzelne Beschwerden in den Vordergrund stellen (»blocker« bzw. »sneezers« und
»runners«). Z. T. beschreiben die Patienten typische Auslöser für ihre Beschwerden, die regelhaft zur Symptomatik führen
(Temperaturwechsel, Lageänderung, Tabakrauch, Alkohol etc.). Ein anderer Teil der Patienten kann solche Auslöser nicht
angeben und leidet rezidivierend oder kontinuierlich an Nasenbeschwerden, die infolge der Anatomie des Nasenskeletts auch
einseitig ausgeprägt sein können.
Die Symptome können je nach Ausmaß eingestuft werden als
keine: Symptome fehlen
gering: selten, stören tägliche Aktivitäten nicht
mäßig: öfters bis häufig, stören tägliche Aktivitäten oder Schalf kaum
stark: ständig, stören tägliche Aktivitäten und Schlaf erheblich
Die Schleimhaut kann ein blasses, livides oder rötliches Aussehen haben. Die Schleimhautoberfläche ist in der Regel feucht,
teilweise aber auch sekundär trocken und firnisartig. Das Nasensekret ist z. B. bei der allergischen Rhinitis wässrig, bei der
irritativ-toxischen Hyperreaktivität eher schleimig. Die Sekretfarbe ist weiß bis klar, bei massiver Eosionphilie aber auch gelblich.
Infolge der Schwellungszustände können sich eine Hyp- oder Anosmie, eine überwiegende Mundatmung, eine
Nebenhöhlenentzündung sowie Tubenventilationsstörungen einstellen.
Dr.Immerda schrieb am 20.4. 2001 um 00:44:36 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Verschiedene, für die einzelnen Schleimhauterkrankungen durchaus gemeinsame pathophysiologische Grundprinzipien können
alleine oder in Kombination zur nasalen Hyperreaktivität führen. Art und Umfang der Beteiligung einzelner Pathomechanismen
werden dabei von den Auslösern der Erkrankung bestimmt. So führt die allergische Reaktion beispielsweise zur Freisetzung von
Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen, zur Freisetzung von basischen Proteinen aus eosinophilen Granulozyten und zur
Vermehrung von Neuropeptiden, während die pseudoallergische Reaktion die Leukotriene und eosinophilen Produkte involviert
und die peptiderge nerval-reflektorische Reaktion alleine über eine Freisetzung von Neuropeptiden zur Erkrankung führt. Ebenso
sind morphologische Veränderungen der Nasenschleimhaut wie die Becherzellhyperplasie oder die Gewebseosinophilie
gemeinsame Ergebnisse unterschiedlicher Auslösefaktoren.
Zusammenfassend stellt die nasale Hyperreaktivität ein klinisches Phänomen dar, welches auf unterschiedlichen, sich teilweise
überlappenden Pathomechanismen beruht und durch vielfältige ätiologische Faktoren bestimmt ist (2, 39, 57). Einige der
übergeordneten pathophysiologischen Grundprinzipien werden nachfolgend beschrieben.