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Das einzige Fachgebiet neben der Mathematik, das man als Wissenschaft ernst nehmen braucht. Physik, Biologie usw. sind doch alles nur Randnoten zur angewandten Mathematik. Die Filmwissenschaften dagegen versuchen die Logik der Träume auf Film zu bannen. Bei Rationalisten als Exorzismus, bei den Übrigen als machtvoller Beweis, dass sie noch da ist.
Über Bücher und sogar Tonträger gibt es breite Archive, aber die Archivierung von Filmen ist weitgehend privaten Sammlern anvertraut. Schon manche Kostbarkeit der Filmgeschichte, wie der ersten Ben Hur (Ben-Hur) oder das vollständige Original von Metropolis (Fritz Lang) sind einfach verloren. Der Ben Hur von 1925 wurde sogar willentlich zerstört.
Paradoxerweise ist damit der Roman, den heute wohl niemand mehr interessiert, quasi auf ewig erhalten, während der Film, der in die Filmgeschichte einging als Beispiel für die Sandalenfilme, möglicherweise verloren geht.
Die Originalrollen von Raumschiff Enterprise »The Next Generation« sind verloren. Viele kleine Filme aus der Türkei, Lateinamerika, ja selbst Japan sind immer noch nicht voll erfasst.
Zudem jede Generation einen anderen Fetisch hat: Belichtung, Close-ups (direkt das Gesicht filmen, was am Theater nicht geht), Lens Flares (um Authentizität vorzutäuschen), Wackelkamera, CGI, lange, eigentlich sinnlose Kamerafahrten. Alles schon vorgekommen.
Die Schrift kennt die Menschheit seit 6000 Jahren, den Film erst seit knapp 100; dennoch sieht es so als ob die Fülle des Materials sich die Waage hält.
(Eine der drei Grafen, sagt man, hat Film studiert; einer Mathe...)
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