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zx6 schrieb am 7.4. 1999 um 17:23:19 Uhr über

Gott

Gott gibt es nicht. Aber alles wird ein bißchen einfacher, wenn man sich vorstellen darf, es gäbe ihn:

Sachen, die man nicht begreift, können plötzlich damit erklärt werden, daß man sie auch nicht verstehen muß, da sie Teil von Gottes unerklärbarem Plan sind.

Die Angst vor dem Tod (also eigentlich dem Verlust von allem, was einem lieb ist) wird dadurch gemildert, daß es danach ja eine große Fete gibt, auf der alles ja so schön ist, daß man da nunmal durch muß.

Es ist verständlich, daß sich Menschen vor ca. 2000 Jahren (andere sogar schon vor 5000 Jahren) so etwas wie Religionen zurechtgelegt haben:

Man hatte es geschafft und mußte nicht andauernd mehr nur an das eigene Überleben denken. Man war stärker oder klüger als die anderen Spezies oder wußte, wie man denen aus dem Wege ging. Trotzdem blieben noch viele Fragen offen: Warum fliegen Vögel, warum kann man unter Wasser nicht atmen, warum stürzen manche Häuser ein und begraben ihre Bewohner unter sich. Viel Platz für Aberglauben und Mystik. Viel Platz für einen Gott.

Seitdem hat man riesige Fortschritte gemacht. Unerklärbares ist erklärbar geworden, Fragen beantwortbar. Der Raum für (Aber)-Glauben verschwindet. Für Mystik bleibt kein Platz mehr.

Oder warum sind wohl in den letzten 1500 Jahren keine weiteren Religionen entstanden?


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