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wuming schrieb am 12.5. 2003 um 01:18:40 Uhr über

Kommunikationstechnologie

Hakim Beg

gann ich darüber nachzudenken. Bislang sehe ich keine Anzeichen dafür, daß die Dinge sich so entwickeln, wie Onkel Tim das vorausgesagt hat. Ich denke, jede Technologie kann demokratisch funktionieren, wenn sie gerecht verteilt wird. Es ist die einfache marxistische Idee der Verteilung der Produktionsmittel. Keine Technik ist in sich bereits autoritär, obwohl man natürlich bedenken muß, daß jede neue technologische Entwicklung wieder auf die Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat, zurückwirkt, eine Art auf sich selbst zurückweisender Kreislauf, durch den bereits vorhandene Strukturen der Unterdrückung beziehungsweise fehlende Autonomie verstärkt werden. Und so ist das auch mit der gesamten Kommunikationstechnologie. Die Möglichkeit dessen, was in den Fünfzigern und Sechzigern elektronische Demokratie genannt wurde, besteht strukturell nach wie vor und läßt sich auch in den Strukturen des Internets finden. Wenn man sich aber vor Augen führt, welche High Tech-Ausrüstung notwendig ist, um an der virtuellen Realität Teil zu haben, dann wird klar, daß die meisten Menschen davon ausgeschlossen bleiben. Wahrscheinlich auch in Zukunft. Die VRAusrüstung wird nie so billig werden, daß sich ein Dockarbeiter in Manila Zugang zum Cyberspace verschaffen kann - geschweige denn ein Dockarbeiter in Atlanta, oder ich. Deshalb ist es innerhalb eines kapitalistisch organisierten Systems sinnlos, von einer elektronischen Demokratie zu reden. Die Anschaffungspreise markieren den Übergang von einer Klasse zur anderen. Wir werden eine Datenautobahn bekommen, aber sie wird von Leuten wie den Republikanern und Demokraten in Washington verwaltet. So wenig wir hier eine rechtsstaatliche Demokratie haben, so gering stehen die Chancen auch für eine elektronische Demokratie.

Was die Vereinnahmung der Vorstellungskraft durch die Medien angeht, ist meine Sicht der Dinge in den letzten Jahren noch düsterer geworden. Besonders in bezug auf virtuelle Realitäten und alles, was dazu gehört. Das Internet ist zwar ein Faszinosum, und ich hatte meine schönen Momente damit und will diese nicht schmälern, außerdem besitzt es tatsächlich ein paar Eigenschaften, die einen autonomen, nicht-hierarchisch strukturierten Cyberspace vorstellbar machen könnten, aber trotzdem steht es unter dem Druck der Macht, das wissen wir alle. Und am Ende wird die Macht immer siegen, denn die Macht hat die Macht. Sie verfügt über die Kilowattstunden und die großen Armeen, wie Stalin einst in bezug auf den Papst sagte. Deswegen bin ich ziemlich düster gestimmt, wenn ich an die Zukunft des Internets denke. Wenn Clinton und die anderen Arschlöcher wirklich ernst machen mit der Datenautobahn und deren gesetzlicher Regulierung, dann werden wir bald miterleben, wie sogar der liberalste Sunnyboy unter den Demokraten zum Cyber-Faschist wird. Es ist sowieso alles

Temparäre Echtzeit

eins. Es gibt natürlich Raum für Auseinandersetzunge immer man's nennen will, das Internet ist ein interessa zig Prozent dessen, was dort geschieht, ist doch völl nichts damit zu tun, daß Freiheitsrechte verteidigt od Aufgaben verbreitet und vorangetrieben würden ode nicht-hierarchische, nicht-autoritäre Form des Umga würde. Das meiste ist doch banales Geplänkel, das g alten »Partylines« am Telefon laufen könnte. Wahrsch diese Partylines noch zu kennen: früher hingen imme an einer Telefonleitung mit derselben Nummer. Man anzeigte, ob es für dich war oder für den Nachbarn. schlagenden Unterschied zu meiner alten Tante janice lefon abnahm und dann den Gesprächen der andere sie gedacht waren. Wenn das Autonomie sein soll, d vor sehr langer Zeit geschafft.

Watts: Hast du einen Vorschlag, wie man das Intern porären Autonomen Zone umgestalten kann?

Hakim Bey: Soviel ich von anderen Leuten weiß, die miert und aktiver sind als ich, ist der Schlüssel die nicht zu knacken sind. im Moment sollte man auf die se Verschlüsselungsfreaks scheinen diejenigen zu sein nutzen für die Durchsetzung der Rede- und Meinun halb der Legalität. Wenn »Clipper«' scheitert, weil es lungsmethoden gibt und so die Möglichkeit des Kna Horizont verliert, tia, was dann? Dann bliebe nur schlagung der Maschinen selbst und der Leute zuha Das würde einer Kriegserklärung gleichkommen. Es der Versuch, »Clipper« überall einzufahren, war ein jetzt sind sie selbst die Angeschmierten, denn es ge zehn Minuten, >Clipper« unschädlich zu machen, se zeigt ein bißchen die augenblicklich noch sehr chaoti bringt entweder Zerstörung, Krankheit und Tod, od schlagen und die Dinge richtig laufen, dann wird au re Autonome Zone. Ich habe aber schon mehrfach Bedingung für T.A.Z. ist, und darauf möchte ich au der sich nicht nur im Internet, es braucht auch phys Autonomie existiert nicht nur auf der Ebene von



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