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baumhaus schrieb am 3.10. 2007 um 21:20:45 Uhr über

Schädlinge

Die Nazis bezeichneten alle, die nicht arischen Geblüts waren als Schädlinge. Schädlinge mußten ausgemerzt werden, damit der Volkskörper gesund bliebe. Nur ein gesunder Volkskörper sei in der Lage, den Herrenmenschen hervorzubringen. Die Schädlinge mussten also aufgezogen und liquidiert werden wo es nur ging. Man suchte nicht lange nach einer Endlösung. Nachdem Madagaskar als zu teuer empfunden worden war, einigte man sich auf eine ordentliche stramm-deutsche Lösung: die straff organisierte Vergasung. Und da Millionen Deutsche als kleinste Räder im Getriebe daran beteiligt waren, verspürt kein einziger Schuld. Man habe ja nur gehorcht. Stramm-Deutsch gehorcht. Weil es sich im Deutschen ja so gehört. Das Herrenvolk ist in Wahrheit ein Volk, das gehorchen will. Ein einzelner Führer - möge er auch Adolf Schickelgruber heißen und einen Riß in der Waffel haben - genügt, um so viel Gehorsam aufzubauen, das es für einen Weltkrieg reicht.
Die Deutschen haben sich vermutlich verändert, seitdem sie gemerkt haben, das Gehorsam nicht immer Glück bringt. Doch in vielen von Ihnen lebt es weiter: das Gehorsamsdenken. Das Denken in Schädlingen und Herrenmenschen. Ob das jemals ein Ende haben wird?


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