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Günter Einbeck schrieb am 5.3. 2005 um 14:24:35 Uhr über

terrorpärchen

Wer Deutschland einen Bölkermord vorwirft, sollte den selber begangenen nicht verschweigen und sich dazu bekennen, und diesen dann so zu sühnen wie Deutschland.
Das gilt ganz besonders für die USA, die auf dem Heimatland der Indianer und einem Berg von über 10 Millionen getöteten Indianern stehend Deutschland laufend zur Sühne auffordern, selber aber nichts dergleichen bei der Auslöschung der Indianer und dem Raub ihres riesigen Landes amchen.

60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg hat über die Sühne für Kapitalverbrechen nicht zu entscheiden, wer den Krieg verloren hat, sondern die ethische Verantwortung für das Unrecht. Die USA sollen also sich für den Indianermord und Landraub entschuldigen, ihn sühnen, Gedenktage einrichten ... Ebenfalls müssen deutsche Politiker die Möglichkeit haben, in Washington an einem Denkmal einen Kranz niederzulegen wefen der ...zig Millionen getöteter Indianer.

Vom 24.1. bis zum 28.1.2005 wurde Wort und bildreich in den Medien und in der Politik - auch international und bei der UN - der Befreiung des Todeslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 26.1.1945 gedacht, also nun zum 60. Jahrestag. In Ausschwitz wurden z.Z. der Nazi-Herrschaft etwa 1,2 bis 1,6 Millionen Menschen getötet, wobei sie aus ganz Europa mit Eisenbahnzügen herantransportiert wurden. Die Opfer waren meistens Juden, unsd es ist angemessen, daß man die Kapitalverbrechen Deutschlands im Dritten Reich immer wieder in Erinnerung ruft, dafür Sühne und Entschuldigung gefordert hat, Gedenkfeiern abhält, Gedenktage festsetzt, Dokumentationszentren einrichtet, die Opfer immer wieder zu Wort kommen läßt, vor allem zur Mahnung ...

Sehr falsch und bezeichnend ist, daß die Kapitalverbrechen
- in Nord Mittel und Südamerika bei der Ausrottung der Indianer und der Inbesitznahme ihres Landes und sonstigen Eigentums, wobei allein auf dem Territorium der heutigen USA über 10 Millionen Indianer eines gewaltsamen Todes starben,
- in der Nordosttürkei bei dem Völkermord an den Armeniern auf befehl der Hohen Pforte von 1875 bis 1915 mit bis zu 1,5 Millionen Opfern,
- in Rußland ab der Oktoberrevolution 1917 und einschließlich der Gewaltherrschaft Stalins und seiner Nachfolger mit bis zu 24 Millionen Opfern - meistens Russen - bis 1989 und
- in China ab 1924 bei der Revolution Mao Tse-tungs bis 1949 mit mindestens 24 Millionen Opfern, die nachfolgeherrschaft gar nicht gerechnet (siehe das Schwarzbuch des Kommunismus)
keine Erwähnung fanden.
Nur Khofi Anan erinnerte bei der UN-Feier an die Völkermorde in Kambodscha, Ruanda und Jugoslawien - also nur an die nach dem 2. Weltkrieg erfolgten .

Das Fehlen von
- Sühnezahlen,
- Rückgabe des Eigentums der Opfer an ihre Nachkommen,
- offiziellen, völkerrechtlich geltenden Entschuldigungen,
- Gedenktagen,
- Dokumentationszentren,
- internationalen Gedenktreffen ...
bei den o.g. Völkermorden und kapitalverbrechen ist sehr bedauerlich, vor allem für die Nachkommen der Erschlagenen und beraubten, denn diese warten bis heute vergeblich auf Sühne, Entschädigung, Entschuldigung, Anerkennung als Opfer von Völkermorden.
Das zeigt die Machtlosigkeit der UNO vor USA, Rußland und China, in denen zu Zeiten der erfolgten »Säuberungen« ein Mehrfaches an Opfern ihr Leben ließen als in Deutschland beim Holocaust.

Dies zeigt die Feigheit des Menschen, schwere Verbrechen zwar zu begehen, aber sich vor der Verantwortung davor zu drücken.

Wegen des Fehlens der Anerkennung und Sühne der Völkermorde in den o.g. Staaten werden leider alle Bemühungen in deutschland, der Verantwortung wegen des Holocaust gerecht zu werden, gewaltig relativiert.

Es ist nämlich so, daß man nun zwingend folgern muß, daß Deutschland nur deshalb seine Schuld anerkennt, weil es den 2. Weltkrieg verloren hat und von den Siegermächten dazu gezwungen wurde und wird, zu seinen Verbrechen zu stehen - wovor sich aber gerade diese selber drücken.


Es ist noch schlimmer: Das alles wirkt dann wie eine Fortsetzung des 2. Weltkrieges mit anderen Mitteln, was auch vor allem für die 1968er Revolution in Deutschland gilt.

Und noch immer warten die Opfer der Völkermorde und Kapitalverbrechen in den o.g. Staaten vergeblich, sie warten Tag um Tag um Anerkennung, Sühne und Entschuldigung, jeden Tag, aber vergeblich.
Die Macht entscheidet über Schuld und Sühne, nicht die Ethik. Jedenfalls soll das so sein, wenn an Schuld und Sühne irgendetwas mit Ethik und Verantwortung dran ist.





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