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ein Traum
Die Wohnung lag still und dunkel. Ein sanfter Windhauch ließ die Vorhänge vor dem offenen Fenster leise knistern. Das Knirschen und Knacken des Holzbodens klang friedlich und natürlich. Die Türen aller Räume standen weit offen und ließen das Mondlicht ungehindert eindringen. Quer über ein mächtiges Rattanbett mit zahlreichen Streben lag eine zierliche Gestalt. Die ausgebreiteten Arme und Beine vermittelten das Bedürfnis, die gesamte Fläche zu vereinnahmen.
Sie schlief und träumte.
Mit leisem Kratzen schob sich eine Leiter vor die offenen Fensterflügel. Verstohlen und nahezu lautlos glitt ein grauer Schatten in den Raum. In der Hitze der Sommernacht zeichnete sich unter der hauchdünnen Decke jede Rundung des schlafenden Körpers deutlich ab. Nach kurzer Betrachtung und mit leisem Lächeln traf der nächtliche Besucher seine Vorbereitungen.
Sie schlief und träumte.
Das sanfte Knistern der abgleitenden Decke wirkte fast sinnlich. Die kräftigen Handflächen, die von der Mitte ihres Rückgrads in langsamen Kreisen zu ihrem Haaransatz glitten, fügten sich nahtlos in die Traumwelt ein. Als die erwachende Gestalt endlich in die Realität glitt, war es längst zu spät. Jeder der suchenden Finger hatte bereits seinen Platz gefunden. Sie lag, den Kopf tief im Polster vergraben. Irgend etwas war verändert. Ein leiser Druck im Nacken. Schlagartig stieg Angst in großen Wellen in Ihr hoch. Die Anspannung war nicht unbemerkt geblieben. Ein schweres Gewicht senkte sich auf Ihr Rückgrad. Es blieb bei dem Versuch, zu schreien. Ein harter Griff riß Ihren Kopf in die Höhe. Als sie den Mund öffnete, wurde blitzschnell ein Stück Stoff hinein gedrückt und mit einem Band im Nacken fixiert. Gleich darauf legte sich eine dunkle Binde über ihre Augen. In aufkeimender Panik bemerkte sie erst jetzt, daß enge Fesseln an Hand- und Fußgelenken jede Gegenwehr verhinderten. Ihr Körper spannte sich wie eine Feder, bäumte sich auf, doch die weit aufgespreizten Gliedmaßen wurden unerbittlich festgehalten. Das Gewicht in ihrem Rücken verschwand wie von Geisterhand. Jeder Verteidigung beraubt ließ sie sich leise wimmernd zurücksinken. Sie hörte wie das Fenster sacht geschlossen wurde.
Ein kräftiger Arm hob ihren Unterleib hoch und schob die Polster darunter. Für den erfreuten Betrachter bot sich nun ein einladendes Bild. Sein heiseres Lachen und das Rascheln von abgelegten Kleidern klang in der Stille wie eine Explosion. Die windenden Bewegungen Ihres hilflosen Körpers gewährten ihm tiefe wechselnde Einblicke. Besitzergreifend ließ er seine Hände tastend wandern. Ungehindert glitten Sie über jede Wölbung, kosteten jedes Erzittern aus. Sie spürte, wie sich ein Gewicht zwischen ihre weit gespreizten Schenkel senkte. Zielstrebig schob sich eine Hand unter ihren hochgewölbten Bauch und wanderte langsam tiefer. Protestierend riß sie an ihren Handfesseln. Etwas warmes und pulsierendes glitt sinnlich zwischen ihren Pobacken auf und ab. Mit Entsetzen bemerkte sie, daß ihr Körper fast gierig auf jede Berührung reagierte. Die Brustwarzen zogen sich hart zusammen, als sie eine feuchte Hand sanft rieb. Der Druck zwischen ihren Beinen wurde immer drängender. Kundige Fingerspitzen glitten in ihren Schoß und öffneten ihn weit. Mit einem einzigen harten Stoß drang schließlich ein samtiger Körper tief in sie ein.
Wie unter einem Krampf bäumte sich die eroberte Gestalt unter ihm auf. Er spürte die Hitze, die in Wellen durch ihren Unterleib floß. Das gedämpfte Stöhnen unter dem Knebel vermischte sich mit seinem eigenen. Mit gezielt sinnlichen Bewegungen ließ er sie immer wieder in Raserei verfallen, beruhigte sie sanft, um von neuem zu beginnen.
Sein Spiel dauerte eine Unendlichkeit und darüber hinaus.
Als sie schließlich wie im Rausch mit zuckenden Gliedern kapitulierte, lösten sich die Fesseln unbemerkt. Geschmeidig erhob sich der Eindringling und verschwand, ohne eine Spur zu hinterlassen.
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