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sportplatzt schrieb am 18.9. 2003 um 23:43:28 Uhr über

1000

bidinösen »Strömen« erkannt, die beim Wolfsmann gleichzeitig vorhanden sind. Daher ist es um so erstaunlicher, wie er die Mannigfaltigkeiten des Unbewußten behandelt. Denn für ihn gibt es immer eine Reduktion auf das Eine: die kleinen Narben, die kleinen Löcher sind Unterabteilungen der großen Narbe oder des als Kastration bezeichneten Hauptloches, die Wölfe sind Ersatzbildungen für ein und denselben Vater, den man überall da wiederfindet, wo man ihn selber hingestellt hat. (Und Ruth Mack Brunswick meint, gehen wir noch
weiter: die Wölfe sind »alle Väter und Ärzte«, aber der Wolfsmann
denkt: und mein Arsch, ist das kein Wolf7)
Man müßte umgekehrt vorgehen, all das sollte als Intensität verstanden werden: der Wolf ist das Rudel, das heißt, die Mannigfaltigkeit, die für einen Augenblick durch ihre Nähe oder Ferne von Null als solche wahrgenommen wird - Abstände, die jeweils unteilbar sind. Die Null ist der organlose Körper des Wolfsmannes. Wenn das Unbewußte keine Negation kennt, so deshalb, weil es im Unbewußten nichts Negatives gibt, sondern nur unendliche Annäherungen und Entfernungen gegenüber dem Nullpunkt, der keineswegs einen Mangel, sondern die Positivität des vollen Körpers als Unterstützung und Träger ausdrückt (»denn ein Andrang ist notwendig, allein schon, um das Fehlen von Intensität zu bezeichnen«). Wölfe bezeichnen eine Intensität, eine Intensitätsgruppe, eine Intensitätsschwelle auf dem organlosen Körper des Wolfsmannes. Ein Zahnarzt sagte zum Wolfsmann, »daß er alle Zähne verlieren würde, weil er so kräftig aufbeiße« - und sogleich zeigten sich an seinem Zahnfleisch Eiterbläschen und kleine Löcher7. Das Gebiß als höhere Intensität und die Zähne als niedrigere Intensität, das mit Pusteln bedeckte Zahnfleisch als Annäherung an Null. Der Wolf als unmittelbare Wahrnehmung einer Mannigfaltigkeit in dieser Region ist kein Repräsentant, kein Ersatz, sondern ein ich spüi-e. Ich spüre, daß ich Wolf werde, Wolf unter Wölfen, am Rande des Wolfsrudels, und dann der Angstschrei, das einzige, was Freud versteht: Helfen Sie mir, daß ich kein Wolf werde (oder vielmehr umgekehrt, daß dieses Werden nicht scheitert). Es handelt sich nicht um Vorstellung oder Darstellung: es geht nicht darum, zu glauben, daß man ein Wolf ist, oder darum, sich selber als Wolf darzustellen. Der Wolf, die Wölfe, das sind Intensitäten, Geschwindigkeiten, Temperaturen, unteilbare, variable Abstände. Ein Ameisengewimmel, ein Wolfsdurcheinander. Und wer glaubt schon, daß die Anal-Maschine nichts mit der Wolfs-Maschine zu tun hat, oder daß beide nur durch den ödipalen Apparat verbunden sind, durch die allzu menschliche Gestalt des Vaters? Denn schließlich drückt der

7. Ruth Mack Brunswick, Ein Na(@hti-ag zu Fi-euds »Ges(-hi(@hie einel- i@fantilen Neurose«, Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse Bd. 15, 1929, H. 1, S. 5-6.

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Anus auch eine Intensität aus, nämlich hier den gegen Nul
Abstand, der sich nur auflöst, wenn die Elemente sich
Feld von A ei-n, genau wie ein Wolf,@i-udel. Hält das Kind

lft
den Anus Verbindung mit den Wölfen, mit der Peripheri des Gebisses zum Anus. Durch das Gebiß und den A Wölfen halten. Ein Gebiß ist kein Wolfsgebiß, so einfach i sondern Gebiß und Wolf bilden eine Mannigfaltigkeit, Auge und Wolf, in Anus und Wolf modifiziert, anderen entsprechend, mit anderen Geschwindigkeiten, mit and nigfaltigkeiten, auf Grenzschwellen. Fluchtlinien oder Deterritorialisierung, Wolf-Werden, Unmenschlich-Werde ritorialisierten Intensitäten - das ist Mannigfaltigkeit. werden, zu einem Loch werden, das bedeutet, sich z realisieren und dabei unterschiedlichen, aber mitein flochtenen Linien zu folgen. Ein Loch ist nicht negativer al Kastration, Mangel, Ersatz - was für eine Geschichte, die allzu sehr vom Bewußtsein durchdrungenen Idioten erzäh weder etwas von Mannigfaltigkeiten noch von den Bil Unbewußten versteht. Ein Wolf und auch ein Loch sind Unbewußten, nur Partikel, Teilchen, Produktionen vo Bahnen von Teilchen als Elemente von molekularen Man ten. Es reicht noch nicht einmal zu sagen, daß intensive liebe Teilchen durch Löcher hindurchgehen, ein Loch ist Teilchen wie das, was durch es hindurchgeht. Die Phys Löcher bedeuten nicht das Fehlen von Teilchen, sondern eben, die sich schneller als das Licht bewegen. Flieg schnelle Vaginas, es gibt keine Kastration.
Kehren wir zur Geschichte der Mannigl@ltigkeit zurüc war ein sehr wichtiger Moment, da ein solches Substa deshalb geschaffen wurde, um den abstrakten Gegensatz und Einem zu vermeiden, um der Dialektik zu entgehen dahin zu gelangen, das Mannigfaltige im Reinzustand können, um daraus nicht länger den Bruchteil einer verlore oder Totalität oder auch das organische Element eine Einheit oder Totalität machen zu müssen - und um verschiedene Typen von Mannigfaltigkeit unterscheiden Deshalb findet man beim Mathematiker und Physiker R Unterscheidung von diskreten und stetigen Mannigfaltigke das metrische Prinzip der letzteren nur aus Kräften besteht, einwirken). Dann bei Meinong und Russell die Untersch extensiven Mannigfaltigkeiten der Größe oder der Teilbark Mannigfaltigkeiten des Abstands, die dem Intensiven nä Oder auch bei Bergson die Unterscheidung von numeri ausgedehnten Mannigfaltigkeiten und von qualita



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