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Gestern ging ich an Oliver vorbei, im Gang neben den Kunsträumen.
Er warf mir eine Kusshand zu und sah mich an, wie er es immer macht, um mich ein bißchen aufzuziehen.
Und ich musste das erste mal an diesem Tag lächeln und mir ging es total gut.
Und plötzlich erstarb mein Lächeln ob einer plötzlichen Einsicht, die meinen Geist überflutete, wie ein Tsunami: nämlich, dass ich in diesen sommersprossigen Oberschulentypen verliebt bin. Unsterblich.
Das zweite, was mir klar wurde, war, dass er jedoch NIEMALS in mich verliebt sein würde.
Weil ich eine bin, die mit Schmerz vermischte Leidenschaft anzieht, tödliche Obsessionen, Dramen, Tränen. Und er ist einer, der auf der Sonnenseite des Lebens wandelt, der Blümchensex mit seiner süßen Freundin hat, der viel zu jugendlich ist, als dass er sich mit mir in einen Strudel berauschender Liebe hineinziehen lassen würde.
Das macht mich krank. Ich sterbe vor brennender Eifersucht. Ich zermartere mich selbst. Ich bin die Donna der Anbetung. Und somit bin ich mal wieder ganz ich selbst.
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