|
»...wann warst Du das letzte Mal in Belgien?« Ihre Stimme hatte sich komischerweise erhöht, sie selbst wußte nicht warum. Seine Antwort, in eine Leere langen Schweigens hinein (»Warum fragt sie mich das, sie weiß es doch) klang dumpf und trocken: «Vor zwei Jahren, da habe ich Paul, den Maler, besucht."
Paul, der Maler, konnte nur ein Belgier sein: wie ein Spießer wirkend, sich gravitätisch, breitschultrig bewegend, mit dem Gehaben eines Menschen aus dem 19.Jahrhundert, eher ein Relikt als ein Mensch. Ein Mensch, der guten Wein und die Frauen liebte, diese Vorlieben aber nicht zelebrierte, sich ihrer vielleicht ein wenig schämte, trotzdem er als Junggeselle eigentlich keinen Grund dafür zu haben schien.
|