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Die Metaphysik Sigmund Freuds, aus der die Vokabel »Todestrieb« in den Blaster entborgt wurde, gewinnt mit zunehmenden Alter eine gewisse Plausbilität. Das Alter will irgendwann zur Ruhe kommen. Die Jugend will den rekreationalen Trieben nur freien lauf lassen, was einerseits durch die dumpfe Notwendigkeit der Sachzwänge, und andererseits am Unwillen der potenziellen Partner, zumeist scheitert.
Möglicherweise wird ein künftigeres und etwas weiseres, jedenfalls sehr viel mehr distanzierteres Zeitalter, einmal auf dieses Zwanzigste Jahrhundert zurückblicken und Freud als den letzten großen Metaphysiker identifizieren. In einem Zeitalter, das der Metaphysik schon abgeschworen hatte und sich nur noch über die Art und Weise des Beikommens stritt, nämlich in der Phänomenologie, dem Positivismus, den dialektischen Materialismus, sowie dem Intuitionismus...
Ich gönne es dem alten Meister!
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