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Seit Sommer
Straßenbauarbeiten,
wohin man sieht.
In Katalogen,
in Regalen der Märkte
Wege des Herrn,
gepflastert mit
Weihnachtsmännern,
Lebkuchen,
Weihnachtplätzchen,
Lichterketten,
Tannengrün (wegen der Haltbarkeit aus Plastik).
Ab Ende November dann
Häuser,
von Giebel bis Traufe,
an Dachrinnen entlang,
Wege des Herrn aus Lichterketten.
Quer über den Straßen
Weihnachstsbeleuchtung,
Wege des Herrn aus tausenden von Lichtern
Ab Anfang Dezember
Weihnachtsmärkte.
Schon Wochen vor Weihnachten
Wegelagerer am Weg des Herrn.
Schneller von hier nach dort,
alle fordern Umgehungsstraßen.
Wir haben sie schon längst,
weiträumige Umfahrung,
ab September auf Ausweichkurs,
ab November in weitgeschwungenen Kurven,
auf breiten Wegen
um den Advent herum,
der ja auch wirklich
sehr quer im Weg liegt.
Besinnung,
Umkehr,
sich bereit machen.
Vor lauter Umgehung
triften wir so weit ab,
daß der Zielort
Verschwimmt.
Vor lauter Schnelligkeit
aus der Kurve geflogen,
an Weihnachten
vorbeikatapultiert.
bernd weil
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