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Angst vor sich selbst zu haben, wie in »Die-Angst-vor-sich-selbst«, ist immer ein Symptom für eine innere Dynamik, die aus der Perspektive eines Schriftstellers oder Dramatikers ausgeschlachtet werden kann.
Im mathematischen Rahmen wird das Thema unter dem Stichwort »Selbstbindung« in der Spieltheorie diskutiert, glaube ich.
Wobei hier soweit abstrahiert wird, dass auch Institutionen gemeint sein können. In der Tat kann eine demokratische Instanz, wie etwa das »Weiße-Haus« oder der Bundestag gute Gründe für Angst-vor-sich-selbst haben, denn schon in der nächsten Wahlperiode könnte eine Regierung an die Macht kommen, die man maximal ablehnt. Aber davon nicht hier.
Angst vor sich selbst heißt, einen Trieb zu haben, den man ablehnt. Eine Neigung, einen Wunsch, eine Verhaltensdisposition. Eventuell aus eigener Kraft oder weil jemand einem beigebracht wurde, sich dessen zu schämen.
Der Sohn einer feministischen Mutter hat Angst vor seiner eigenen, erwachenden Begierde, da ihn, natürlich in bester Absicht, beigebracht wurde, diese als Quelle des Übels zu betrachten.
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