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Schömberg saß mit Anni-90-D im Mykonos-Grill, nun schon beim zweiten Ouzo nach dem Gyros-komplett. Nach Anni's freimütigen Eröffnungen über die Geschichte ihrer Vernuttung war es nun an Schömberg, von seiner erst unlängst erfolgten Verschwulung zu berichten. Natürlich war es diese Blutkrankheit gewesen. Sie hatte zuerst sein ganzes Leben, seine Existenz als höherer Bankangestellter in der ostdeutschen Provinz zerstört, ihn ins Nichts katapultiert, sozusagen auf Null gesetzt - »Schömberg 2.0« scherzte er. Einerseits unfähig zu arbeiten, ja selbst zu lesen oder zu schreiben war Schömberg gezwungen gewesen, sich seinem Körper zu widmen. Zunächst dem kranken Körper, in dem schon gar keine Geilheit mehr vorhanden gewesen war - und dann dem gesundenden, in dem die Geilheit wieder aufgestiegen war, und möchtiger, als jemals zuvor. Denn nun war alles, was Schömberg hätte hindern können, sie auszuleben, verschwunden: die Ehe geschieden, der Job als Banker weg, das Haus verkauft, die Kinder bei der Mutter - bis sein Sohn Lars zu ihm gezogen war, der sich aber alsbald als ebensolche Sau herausstellte, wie Schömberg selbst. Anni-90-D kannte Larsboy aus der camsite. »Das ist also Dein Sohnemann !? Nicht schlecht Herr Specht ! Komm, wir trinken noch einen !« Daß Schömberg Anni-90-D die Übernachtung anbieten mußte, war nunmehr entgültig klar. Spannend war für ihn jedoch, ob inzwischen Schömbergs Sohn Lars nachhause gekommen war, und wenn ja, mit oder ohne seine Freundin Jasmin mit den wundervollen Sektschalenbrüsten.
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