Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schömberg«
Die Leiche schrieb am 10.5. 2011 um 00:54:56 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Frühsommer im Mai - die Freibäder öffneten, und Schömberg raffte sich dazu auf, in shorts und ärmelosen shirt in den Park zu schlendern. Früher, als er noch gearbeitet hatte, wagte er nur im Urlaub derart luftige Bekleidung. Sein Arzt hatte ihn ermuntert. Die frische Luft würde ihm guttun. Und so saß er dann auf einer Parkbank im Halbschatten einer üppigen Kastanie, blätterte in der SZ herum, und fand das Leben solange schön, bis sich wieder in seiner Schläfe jener stechende Schmerz, in seinen Beinen dieses Kribbeln einstellte und sein Kreislauf in Sturzflug überging. Schömberg blieb ruhig, er wußte, welche Medikamente er seinem »Detlev« zu entnehmen hatte. Ohne dieses »schwule Ding« als Medikamentenbox ging er nie aus dem Haus.
Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 08:21:56 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schömberg stand vor dem großen Spiegel im Flur - das Licht war gedämpft, es war mitten in der Nacht. Wieder besah er seinen immer intensiver gebräunten Körper. Sein Bauch war weg - selbst von einem Bäuchelchen konnte man nicht mehr reden. Da war es flach - eine sanfte, weiche Wölbung, mehr nicht. Und ein Sixpack-Typ war er eh nicht. Zufrieden fuhr er sich über seine Brust, seine Flanken, seinen Po, und fasste seinen Schwanz an. Da trat aus dem Badezimmer seines Sohnes Lars' Freundin Jasmin zu ihm. Ein hüpsches, zierliches Mädchen, dessen Sektschalenbrüste Schömberg schon seit ihrem ersten Anblick faszinierten. Auch sie war nackt. »Na sneakers !« Sie gab ihm einen damenhaften Klaps auf den nackten Po. Jetzt erschien auch Lars Schömberg im Flur - alle drei waren nackt, und drängelten sich vor dem Spiegel. »Gut schaun wir aus !« Jasmin sah sich von Schömbergs in die Mitte genommen. »Wir sollten mal Fotos machen !« Und dann, sehr unvermittelt, wandte sich Jasmin an Schömberg: »Sag mal sneakers, warum bist Du eigentlich schwul?« Schömberg, eben noch geschmeichelt und leicht angegeilt durch das hüpsche - nackte - junge Mädchen an seiner nackten Brust, fühlte ein leichtes Zucken, einen peinlichen kleinen Schmerz in derselben. Das junge Mädchen streichelte Schömbergs Hüfte, sah ihn mit großen Augen an: »Ich mein das ernst ! Warum bist Du eigentlich schwul ? Du könn'st doch jede kriegen ! (sie begann zu kichern) Und mich auch, wenn ... Du ... willst.« Schömbergs Sohn Lars begann aus Verlegenheit zu lachen. Machte sich doch seine Freundin Jasmin, mit der er gerade einen Abend lang gebumst hatte, an seinen schwulen Vater heran ! »Hey, wollen wir was zusammen trinken ?« Jasmin blieb unerbittlich, schickte Lars Schömberg zum Bierholen in die Küche. »Gehn wir zu mir!« schlug Schömberg vor - sein Zimmer war fast doppelt so groß, wie das seines Sohnes Lars.
Die Leiche schrieb am 23.5. 2011 um 10:08:08 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg kam von einem seiner langen Spaziergänge zurück, während dessen er nackend durch die Wiesen lief, und im Fluß badete. Es war am späten Nachmittag gewesen, und Schömberg wunderte sich nicht, daß sein Sohn Lars zuhause war. Das Wetter war nicht allzu gut, der Himmel bedeckt. Und Schömbergs Sohn Lars saß an Schömbergs Schreibtisch, an Schömbergs Computer. Er war nackt und fummelte an sich herum, während er auf die Übertragung der Webcam eines anderen jungen Mannes schaute. Auch die Webcam an Schömbergs Computer war aktiv, erkenntlich an der Leuchtdiode. Schömberg war konsterniert darüber, daß sein Sohn Lars im wortwörtlichen Sinne unverschämt einfach nur »Hi Dad !« sagte und »Geile Seite !« Erst als er die Verlegenheit seines Vaters registrierte, der sich wortlos in die Küche zurückgezogen hatte, beendete Lars Schömberg seine Tätigkeit, schlüpfte wieder in seine Boxershorts und schaute, wie um Entschuldigung heischend, in die Küchentür. Schömberg machte sich an der Spüle zu schaffen. »Wenigstens ein Handtuch hättest Du unterlegen können !« Schömberg versuchte sich an einem Grinsen. Es war ihm in den wenigen Minuten in der Küche klargeworden, daß er keinerlei Grund hatte, seinem Sohn genau das Verhalten vorzuwerfen, daß er selbst seit einigen Monaten regelmässig an den Tag zu legen pflegte. »Mach ich das nächste Mal ! Versprochen !« Auch Lars Schömberg grinste. Dann wandten sich Vater und Sohn der naheliegenden Abendessenfrage zu.
Die Leiche schrieb am 16.5. 2011 um 10:41:24 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömbergs Tochter Angela war - nach einigen Wochen - in seiner neuen, kleinen Wohnung zu Besuch gewesen. Sein Verhältnis zu seiner Tochter war schon »zuhause« nicht sonderlich gut geworden. Er schob es auf die Pubertät, die ja bei jungen Mädchen ganz besonders schlimm sein kann. Schömbergs Frau war da anderer Meinung, was die Ursachen anbelangt - jedenfalls ging man sich aus dem Weg. Nun war Angela Schömberg in seiner kleinen Wohnung, inspizierte Küche und Badezimmer, wischte hier und da (recht unsorgfältig), und erbot sich, Einkäufe zu erledigen. Ihr Betragen war eine merkwürdige Mischung von Pflichtbewußtsein, Unmut und Beflissenheit, hinter der jedoch der Wunsch zu erkennen war, von Schömberg für diese Gefälligkeiten Geld zu erhalten. Daß Schömberg seine Tochter statt mit dem erhoften 50-Euro-Schein mit einer kleinen Erörterung seiner äusserst beschränkten Verhältnisse entlies, führte zu einer langmonatigen Sendepause bis zum nächsten Besuch seiner Tochter. Schömberg war nicht unglücklich darüber.
Die Leiche schrieb am 25.5. 2011 um 08:56:23 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg ging mit seinem Sohn Lars über die Wiesen am Fluß. Er trug nur eine Turnhose, hatte die Sandalen in der Hand. Es war früh am Sonntagmorgen, noch keine neun Uhr, und das Gras war noch taufeucht. Auch Schömbergs Sohn Lars trug eine Turnhose, allerdings ein tshirt darüber. Dem Vorbild seines Vaters folgend, hatte er sneakers und Socken ausgezogen, trug sie in der Hand und lief ebenfalls barfuß durch das taunasse Gras. Er war konsterniert darüber, wie sicher sein Vater barfuß durch die Wiese schritt, während er selbst wie auf glühenden Kohlen zu balancieren glaubte. Dauernd kniff und zwickte irgendwas, und nur selten hatte er ein angenehmes, sicheres Gefühl unter seinem Fuß. Sie erreichten die alte Furt und gingen zum Fluß hinunter. Schömberg zog nun auch eine Turnhose aus, legte sie sorgfältig auf die Sandalen, und stieg nackt in das kniehohe Wasser, daß über mittelgroße Kiesel rauschte. Schömbergs Sohn überfuhr schon bei dem Anblick eine solide Gänsehaut, doch er hatte sich ja vorgenommen, dieses irre Bad, dem sein Vater die Wiedererstarkung seiner Gesundheit verdankte, einmal mitzumachen. Also schlüpfte auch Lars Schömberg aus seinen Sachen, und kletterte ins Wasser. Schömberg mußte ihm mehrfach die Hand bieten, ihn festhalten. Über Kiesel durchs Wasser zu gehen, ist so einfach nicht. Sie wateten etwa zwanzig Meter bis zu einer Biegung, die der kleine Fluß ausgewaschen hatte. »Mein Pool!« erklärte Schömberg, stieg rasch ins tiefere Wasser, tauchte ein bis zum Hals, und schwamm. »Mit Gegenstromanlage« scherzte er zu seinem Sohn. »Na los, komm schon !« Schömberg Sohn Lars kämpfte mit der Abscheu vor kaltem Wasser, war dann aber doch regelrecht gefangen in der Atmosphäre des absoluten Irrsinns, fasste sich ein Herz, und lies sich ebenfalls in das schnell fliesende, eiskalte Wasser gleiten. »Boah, is das kalt !« Sein Schreien war fast ein Kreischen.
Die Leiche schrieb am 21.5. 2011 um 09:10:56 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg hatte sich vom Schock der Hausdurchsuchung immer noch nicht erholt, als die nächste Überraschung über ihn hereinbrach. Sein Sohn Lars stand vor der Tür, mit einem olivgrünen Seesack über der Schulter. »Mama hat mich rausgeschmissen !« Auch bei Schömbergs zukünftiger Exfrau hatte eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Bei Schömberg hatte man Haschisch gefunden, Schömbergs Sohn war einschlägig vorbestraft - also ?! »Gefunden haben sie nix! Ich bin nich blöd!« grinste Lars. Vater und Sohn saßen nebeneinander auf Schömbergs Couch, und tranken Bier aus der Flasche. Schömberg betrachtete die Tätowierungen auf den nackten Schultern und Oberarmen seines Sohnes, der nur ein Trägershirt trug. »Triple Style« erklärte Lars. »Voll krass, gell ?« Nun klar, Schömberg konnte und wollte seinem Sohn das Asyl nicht verweigern. Erst recht nicht, als er auf entsprechende Nachfrage seines Sohnes erklären mußte, wieso sie bei ihm, Schömberg, eine Hausdurchsuchung veranstaltet hätten. Diese Erklärungen waren umfangreicherer Natur, da Lars Schömberg die Begriffe des Bank- und Börsenrechts durchaus fremd waren. Er hatte den -ehemaligen - Beruf seines Vaters nie leiden mögen. Doch nun erwuchs in ihm eine kumpelhafte Achtung vor seinem wirtschaftskriminellen Vater. »Ey Dad, das hätt' ich Dir nie zugetraut ! Aber jetzt sind wir quitt, wa ?« - Das bezog sich auf Lars Schömbergs Indiskretion über die Bezahlung des Strafverfahrens gegen Lars Schömberg wegen Betäubungsmitteln, aufgrund derer Schömberg nunmehr von seiner zukünftigen Exfrau - Larsens Mutter - auf Auskunft über sein Einkommen und Unterhalt verklagt wurde. Immerhin: der Unterhaltsanspruch für Lars, den seine Exfrau geltend gemacht hatte, war nun erledigt: Lars lebte ja jetzt bei seinem Vater ! Dieser konnte im Gegenteil nunmehr gegen seine zukünftige Exfrau Unterhalt für Lars, der ja noch 2 Jahre die Schulbank drücken würde (»Mindetens !«) geltend machen. »Ey klar, Alter, das machen wir ! Die blöde Alte soll uns kennenlernen ! Prost !« Und als sie die Flaschen abgesetzt hatten, grinste Lars seinen Vater schelmisch an: »Haste Bock, was zu rauchen ?«
Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 21:44:24 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schömbergs erster joint nach über 25 Jahren Drogenabstinenz (wenn man von Alkohol, Koffein, Niktotin sowie einer ständig länger werdenden Liste von apothekenpflichtigen Arzneimitteln absieht) war eine Katastrophe geworden. Die Widrigkeiten der Herstellung, des Zusammenbringens mehrerer Zigarettenpapierchen und eines Pappfilters waren noch das Geringste. Übel war vielmehr, daß sich Schömberg gewaltig in der Menge vertan hatte. Er ging nämlich von denjenigen Mengen aus, die vor einem Vierteljahrhundert im Fahrradkeller des Schillergymnasiums in Euskirchen verwandt wurden. Daß die Gentechnik mit ihrem ungeheuren Potential an Effizienzsteigerung zuallererst die Drogenbranche erobert hatte, war Schömberg völlig unklar. Nach den ersten Zügen, zu denen Schömberg behaglich eine Tasse Kaffee mit viel Milch schlürfte, erging sich Schömberg noch in wehmütigen Reminiszenzen an seine Pennälerzeit - doch nach einer Viertelstunde brach ihm der kalte Schweiss aus. Panik jagdte durch sein Hirn, sein Kreislauf fuhr mit Lichtgeschwindigkeit Achterbahn. Obwohl sich Schömberg an den Wänden festhielt, schlug er noch im Flur hin - zum Bett oder Sofa kam er ebensowenig wie zur Toilette, so daß Schömberg in bzw. neben seinem eigenen Erbrochenen zu liegen kam. Gerne hätte er den Notarzt gerufen - doch selbst zum Telefon konnte er sich nicht mehr schleppen. Sein Überleben, so war sich Schömberg sicher, war reine Glückssache gewesen.
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