Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 154 positiv bewertete (68,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.5. 2011 um 17:59:13 Uhr schrieb
Yadgar über Schömberg
Der neuste Text am 18.6. 2012 um 12:40:43 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 64)

am 29.5. 2011 um 07:19:44 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 19.6. 2011 um 13:20:58 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 19.6. 2011 um 16:44:26 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schömberg«

Die Leiche schrieb am 26.5. 2011 um 08:43:54 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg hatte sein von den Behörden wieder freigegebenes Vermögen von seiner alten Bank wegtransferieren müssen. Ein von Reimann unterzeichnetes Schreiben stellte unmißverständlich klar, daß man Wert darauf lege, keinerlei Geschäftsbeziehung mehr mit ihm zu unterhalten. So hatte Schömberg in einen jener kleinen Besprechungszimmer gesessen, in denen vermögende Privatkunden bei der Kontoeröffnung und Depotübertragung empfangen werden. Immerhin waren es noch knapp 100.000 Euro, die Schömberg zur Verfügung hatte. In kurzen Hosen und Trägershirt hatte der braungebrannte Schömberg jenem jungen Herrn in Anzug und Kravatte, jener jungen Dame in Kostüm und Bluse gegenübergessen, die früher einmal die Repräsentanten seiner Welt gewesen waren. Mit unpassender Genugtuung registrierte er die Befremdung, die sein Erscheinungsbild bei seinen Gesprächspartnern auslöste - widersprach sie doch diametral seiner professionellen Gewandheit, mit der er über Konditionen und die Techniken des Giroverkehrs sprach. Er war eben trotz allem immer noch »ein Mann vom Fach«.

ruecker42 schrieb am 15.5. 2011 um 23:56:59 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Am Sonntagmorgen beschloß Peters, an die frische Luft zu gehen. Er hatte nun seit über 48 Stunden nicht geschlafen und er kannte diesen Zustand zur Genüge - auf dem Boden sitzen und Löcher in die Luft starren. Das ziellose Schlendern durch die Straßen und Gassen, so hoffte er, würde seine rasenden Gedanken zur Raison bringen. Ein Teil seines Kopfes war unbeteiligter Beobachter, der sich das Theater im anderen Teil ansah, dort ging es (wieder einmal) um die Entstehung und das Vergehen der Welt, und nichts geringeres. Bevor er die Wohnung verließ, schaute er sich im Spiegel an. »Geben sie Gedankenfreiheit, Sire« murmelte er seinem Gegenüber zu und brach auf.
Sein Weg führte ihn diesmal schließlich ans Flußufer, er setzte sich auf eine der Bänke an der Promenade. Ein Mann durchsuchte die Papierkörbe, die neben den Bänken aufgestellt waren. Peters staunte über die Routine, die der Mann, er mochte Mitte 50 sein, dabei an den Tag legte. Als er an seiner Bank ankam, nickte er Peters kurz zu, warf einen kurzen Blick in das leere Behältnis und ging weiter. Peters schaute ihm lange hinterher, dabei nickte er schließlich ein.

ruecker42 schrieb am 12.5. 2011 um 18:50:40 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Elaine hatte Spargel aufgesetzt, die Wohnung roch ein wenig nach Küchendunst. Sie wirkte zerstreut, aber Peters kannte das von ihr. Er setzte sich in dem kleinen Wohnzimmer auf die Ledercouch und betrachtete das Bild an der Wand gegenüber, eine Kopie von Kandinskys Komposition VIII. Er mußte lächeln, denn er erinnerte sich wieder an die morgentliche Diskussion mit dem Kollegen aus der Charttechnik, der hatte ihm auch lauter solche Linien über den Graph gelegt und von »günstigen Formationen« gesprochen. Peters nahm die Brille ab und lehnte sich zurück. Aus der Küche hörte er das Geräusch eines Korkens, der aus einer Flasche gezogen wurde. Es würde ein guter Abend werden.

ruecker42 schrieb am 28.5. 2011 um 19:53:17 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Bücherregale hatten schon immer eine Anziehung auf Peters ausgeübt. Er konnte sich an glückliche Kindheitsmomente erinnern, mit einem Buch auf dem Teppich, das er zwar kaum verstand, aber alleine das Umschlagen der Seiten und das Anschauen des Schriftbildes und der Zeichnungen und Tabellen hatten ihm Glücksgefühle bereitet. Es gab immer Neues in den Büchern zu entdecken und es war ihm bis auf den heutigen Tag nie langweilig geworden. So war es nicht verwunderlich, daß er begann, das Regal in Westphals Büro genau zu inspizieren und dabei die Welt um sich herum so ziemlich vergaß. Sein Blick blieb kurz an »Understanding Bollinger Bands« hängen und dann fand er, was er gesucht hatte. »Die Sprache der Märkte. Elliott Wellen: Struktur für die ZukunftEr zog das Buch aus dem Regal und ließ sich auf dem Boden nieder.
»Sie sind hier nicht zu Hause, Peters. Oder ist ihnen die Begegnung mit Heinsbergen so in die Knochen gefahren, daß sie es nicht mehr in einen Stuhl geschafft habenPeters ließ erschrocken das Buch fallen und wandte sich um. In der Türe des Büros stand Westphal, mit einem Grinsen im Gesicht. »Guter Gott, Peters. Haben Sie nichts besseres zu tun, als ausgerechnet dann hier aufzutauchen, wenn Heinsbergen durch die Gänge streicht? Lassen Sie es sich gesagt sein: Es ist besser, mit dem nicht die Luft im selben Gang teilen zu müssen. Der frißt Abteilungsleiter zum Frühstück und er hat ein Auge auf euch da in der sechzehn

Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 21:19:05 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg hatte gute Tage, gute Wochen. Dann schlief er gut, und wurde unternehmungslustig. Er unternahm Spaziergänge, ja regelrechte Wanderungen, wischte und räumte in seiner Wohnung herum, veranstaltete Kochexperimente, und genoß es intensiv, im Sonnenschein auf Parkbänken zu sitzen. Doch dann gab es immer wieder die schlechten Tage und schlechten Zeiten, manchmal wochenlang, manchmal Monate, in denen Schömberg erst im Morgengrauen Schlaf fand, und sich dann in wechselnden Stufen der Depression durch den Tag schleppte. Manchmal konnte er kaum gehen, bekam Schweißausbrüche davon, den Mülleimer runterzubringen, mußte auf dem Weg von und zum Supermarkt schnaufend anhalten, so daß meist ältere Mitmenschen besorgt auf ihn zukamen und ihre Hilfe anboten.

Die Leiche schrieb am 10.6. 2011 um 09:59:26 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ein großer Trumpf, wenn es um den Stauraum im VW-Campingbus ging, war für Schömberg die Nasszelle. Er nutzte sie als Schrank, stapelte Plastikboxen darin, den Campingstuhl und -tisch. Er brauchte sie nicht. Seit zwei Jahren schon wusch sich Schömberg nur noch kalt, badete tagtäglich in Flüssen, Bächen und Seen. War das Wetter ungünstig, so duschte er, in dem er sich einen Eimer kaltes Wasser aus dem Frischwassertank übergoß. Und die Chemietoilette brauchte Schömberg auch nicht. Frühmorgens, gleich nach dem Aufstehen, nach einer ersten Zigarette und einer Tasse löslichen Kaffees ging Schömberg kurzbehost, mit Klopapierrolle und Klappspaten ins Freie, in irgendwelche Büsche. Er hob mit dem Spaten sorgsam ein Stück Boden aus, hockte sich darüber, und protzte ab. Arsch abwischen, den ausgehobenen Boden wieder drübersetzen, festtreten - fertig. Als Schömberg seinem Sohn Lars von dieser Art der Defäkation berichtete, empfand er eine Art von juvenilem Stolz darüber, daß sein Sohn Lars altklug den Kopf schüttelte. »Alter, manchmal spinnst Du einfach

Die Leiche schrieb am 5.5. 2011 um 21:53:07 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ein schwieriger Moment in Schömbergs Leben war das zu Bett gehen geworden. Insbesondere zu Zeiten, in denen Schömbergs Vitalfunktionen derart beeinträchtigt waren, daß er den Tag notgedrungen fast vollständig auf dem Sofa verbracht hatte, fiel es ihm äusserst schwer, Schlaf zu finden. Las er, dann fielen ihm die Augen zu. Löschte er das Licht, dann wurde er hellwach, und grübelte über die endlosen Gerichtsverfahren nach, an denen seine Rentenansprüche hingen, überschlug immer wieder, wielange seine Ersparnisse noch ausreichen würden, bevor er auf Sozialhilfe angewiesen sein würde. Nur äusserst widerwillig und nach mehreren schlaflosen Nächten griff er dann doch zu dem Schlafmittel, daß ihm sein Arzt bereitwillig verschrieben hatte. Das Problem sein bekannt, hatte der Arzt nur lapidar bemerkt.

Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 09:05:31 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg war hochbefriedigt, als sein Sohn Lars mit einem alten VW-Polo ankam. 2 Riesen hatte er gekostet. Lars Schömberg hatte mit Geld umzugehen gelernt, einige Rücklagen noch aus seiner Zeit als Schulhofdealer besessen, und verdiente sich als camboy locker noch ein paar hunderter jeden Monat dazu. Da er Mietfrei bei seinem Vater lebte, sich nur gelegentlich an Lebensmittel- und Biereinkäufen beteiligte, war der PKW durchaus für ihn zu finanzieren. Schömberg war angetan von der geringen Eitelkeit, die sein Sohn Lars in dieser Hinsicht an den Tag legte. Während seine Altersgenossen großen Aufwand betrieben, viel Geld für tuning ausgaben, war Lars Schömberg ungeheuer bescheiden in dieser Hinsicht. »Vor den Idioten brauch ich mir nix zu beweisenversetzte er cool. Seine Aura des vorbestraften Schulhofdealers, seine hüpsche Freundin Jasmin mit den entzückensten Sektschalenbrüsten des ganzen Schulhofes, und nicht zuletzt das unkonventionelle Zusammenleben mit seinem schwulen Vater genügten, um ihm einen prominenten Platz auf dem Schulhof und in der Disco zu erhalten. Schömberg erfuhr wieder diesen kleinen Stich: er galt also auch auf dem Schulhof seines Sohnes Lars als schwul, mußte sich damit abfinden, die soziale Rolle eines Schwulen einzunehmen, nachdem er zuvor die soziale Rolle eines höheren Bankangestellten mit Einfamilienhaus und Dienstwagen innegehabt hatte. Etwas in ihm wehrte sich dagegen, und seine Begehrlichkeiten gegenüber den Sektschalenbrüsten der hüpschen Freundin seines Sohnes Lars nahmen in diesem Augenblick ganz gewaltig zu. Hatte das junge Ding nicht mit ihm sehr heftig geflirtet, ihm auf den Kopf zugesagt, er »könne sie haben« ? Schömberg erinnterte sich aber auch an den deutlichen Unwillen, den sein Sohn Lars dem Interesse seiner Freundin Jasmin an seinem schwulen Vater entgegenbrachte.

Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 08:53:36 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Sie lagerten nackt auf Schömbergs »Spielwiese«, wie Schömberg seine ausladende Bettstatt zu bezeichnen pflegte: 180x200, einer Ecke des Raumes einnehmend, ohne Bettgestell auf dem Boden. Wieder nahmen Schömberg und sein Sohn Lars dessen Freundin Jasmin mit den wunderbaren Sektschalenbrüsten in die Mitte. Sie tranken Bier aus der Flasche, und rauchten selbstgedrehte Zigaretten. Jasmin wollte es wissen: »sneakers!« (sie redete Schömberg kokett mit seinem Szene-Spitznamen an) »Warum bist Du schwulUnd nun sah sich Schömberg zum zweiten Male in der Verlegenheit, über seine sehr offensich gewordene Sexualität Rechenschaft abzulegen. Das erste Mal war sein Sohn Lars gewesen - und nun dessen Freundin Jasmin. Schömbergs Augen ruhten auf deren hüpschen Sektschalenbrüstchen, und suchte nach einem Einstieg. Er fand ihn in der Mitte. »Vor ein paar Jahren« begann er zu erzählen »bin ich sehr schwer krankgeworden - ne Blutgeschichte.« Schömberg berichtete von seinen immer häufigeren Krankschreibungen, den unerfreulichen Prognosen, die ihm sein Arzt stellen mußte, der hysterischen Besorgtheit von Frau Schömberg um ihre gesellschaftliche Stellung einer höheren Bankangestelltengattin (mit Prokura!), und der schnodderig-professionellen Art, mit der Reimann ihn in einen Aufhebungsvertrag gedrängt hatte. Vom Verkauf des Einfamilienhauses, seinem Einzug in diese kleine Wohnung hier, und dem »Zurückfallen auf sich selbst«, wie er es nannte. In dem Maße, wie er dann zunehmend gesünder wurde durch Kneippsche Frischluft- und Kaltwasserbäder, in dem Maße habe sich dann seine Sexualität völlig neu entwickelt - unbeeinflußt von allen Restriktionen, die sich aus seiner früheren Existenz so ergeben hatten, dem als unweichlich empfundenen Zwang, eine repräsentable Frau zu ehelichen und mit ihr eine Familie zu gründen - in der Tat war Frau Schömberg eine sehr gutaussehende Frau ! Es habe wohl immer in ihm drinnen gesteckt, schloß Schömberg diese lange Erzählung. Er hätte wohl noch etliches zu diesem Thema zu sagen gehabt, aber das Gähnen seines Sohnes Lars kündigte ihm überdeutlich, daß solch intensive Erörterungen sozialpsychologischer Zusammenhänge für Freitagnacht doch ein recht anstrengendes Thema waren.

ruecker42 schrieb am 13.5. 2011 um 20:07:10 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Als Peters spätnachts in seine Wohnung kam, war er gut gelaunt. Die zwei Gläser Wein hatten ihn gelockert und das Gespräch mit Elaine war anregend gewesen. Er ließ das Licht aus, der Mond schien durch die Fenster in der Dachschräge und das genügte ihm völlig. Er öffnete die Türe zum Balkon und setzte sich dann auf den Boden, nach Schlafen war ihm nicht zu Mute, er musste immer wieder an die schwarzen Linien auf dem Bild bei Elaine denken. Nach einiger Zeit beschloß er, Furgeson zum nächstmöglichen Zeitpunkt um ein Gespräch zu bitten, eigentlich kein Problem bei einem Vorgesetzten, der die Türe seines Büros eigenhändig ausgehängt und in den Archivkeller gebracht hatte ...

Die Leiche schrieb am 10.6. 2011 um 11:44:47 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg's Auftritt auf der proficam-site wurde perfektioniert. Es gab nun eine Reihe von »pics«, die sein Sohn Lars von ihm aufgenommen hatte, und von Schömbergs neuer Kollegin Anni-90-D, mit der er eine regelmässige, wöchentliche gemeinsame session veranstaltete. Anni hatte auch »pics« von Schömberg und seinem Sohn Lars gemacht - allerdings relativ harmlose. Trotz der strafrechtlichen Vergewisserung war man sich einig, nicht zu verwegen werden zu wollen - wo das Geschäft doch so gut lief. Dafür gab es dann wieder eindeutig pornographisches von Anni-90-D und Schömbergs Sohn Lars, dessen schmale Jünglingsgestalt sich schier zwischen den Ausnahmebrüsten von Anni-90-D verlor. Diese pics wurden als etwas verpixelte Vorschau angezeigt und konnten gegen cash von den Kunden heruntergeladen werden. Man bot den Kunden ferner an, gegen besondere Gebühr »pics« nach Wunsch zu fertigen. Das Arrangement war zu allseitiger Befriedigung. Die Einnahmen stiegen nicht unerheblich, die Zeit, die für sie aufgewendet werden mußte, sank erheblich - und die gemeinsame Arbeit machte allen Beteiligten nicht unerhebliche Freude. »Im Verein ist es am schönstensagte Anni-90-D in Anspielung auf eine schon etwas ältere Image-Werbung des Deutschen Sportbundes.

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