Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schömberg«
ruecker42 schrieb am 15.5. 2011 um 23:56:59 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Am Sonntagmorgen beschloß Peters, an die frische Luft zu gehen. Er hatte nun seit über 48 Stunden nicht geschlafen und er kannte diesen Zustand zur Genüge - auf dem Boden sitzen und Löcher in die Luft starren. Das ziellose Schlendern durch die Straßen und Gassen, so hoffte er, würde seine rasenden Gedanken zur Raison bringen. Ein Teil seines Kopfes war unbeteiligter Beobachter, der sich das Theater im anderen Teil ansah, dort ging es (wieder einmal) um die Entstehung und das Vergehen der Welt, und nichts geringeres. Bevor er die Wohnung verließ, schaute er sich im Spiegel an. »Geben sie Gedankenfreiheit, Sire« murmelte er seinem Gegenüber zu und brach auf.
Sein Weg führte ihn diesmal schließlich ans Flußufer, er setzte sich auf eine der Bänke an der Promenade. Ein Mann durchsuchte die Papierkörbe, die neben den Bänken aufgestellt waren. Peters staunte über die Routine, die der Mann, er mochte Mitte 50 sein, dabei an den Tag legte. Als er an seiner Bank ankam, nickte er Peters kurz zu, warf einen kurzen Blick in das leere Behältnis und ging weiter. Peters schaute ihm lange hinterher, dabei nickte er schließlich ein.
Die Leiche schrieb am 10.6. 2011 um 09:59:26 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ein großer Trumpf, wenn es um den Stauraum im VW-Campingbus ging, war für Schömberg die Nasszelle. Er nutzte sie als Schrank, stapelte Plastikboxen darin, den Campingstuhl und -tisch. Er brauchte sie nicht. Seit zwei Jahren schon wusch sich Schömberg nur noch kalt, badete tagtäglich in Flüssen, Bächen und Seen. War das Wetter ungünstig, so duschte er, in dem er sich einen Eimer kaltes Wasser aus dem Frischwassertank übergoß. Und die Chemietoilette brauchte Schömberg auch nicht. Frühmorgens, gleich nach dem Aufstehen, nach einer ersten Zigarette und einer Tasse löslichen Kaffees ging Schömberg kurzbehost, mit Klopapierrolle und Klappspaten ins Freie, in irgendwelche Büsche. Er hob mit dem Spaten sorgsam ein Stück Boden aus, hockte sich darüber, und protzte ab. Arsch abwischen, den ausgehobenen Boden wieder drübersetzen, festtreten - fertig. Als Schömberg seinem Sohn Lars von dieser Art der Defäkation berichtete, empfand er eine Art von juvenilem Stolz darüber, daß sein Sohn Lars altklug den Kopf schüttelte. »Alter, manchmal spinnst Du einfach !«
Die Leiche schrieb am 27.5. 2011 um 08:49:53 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg besprach die finanzielle Lage mit seinem Sohn Lars, der seit einigen Monaten erstaunlich unproblematisch mit ihm in der 65-qm-Zweiraumwohnung zusammenlebte. Für ein paar Jahre würde das Geld, daß sein Anwalt von der Staatsanwaltschaft gerettet hatte, noch hinreichen, aber da man die Renten ja jetzt vergessen könne, mache er sich doch so seine Gedanken. Wie Lars Schömberg das sehe. Die Antwort seines Sohnes Lars verblüffte Schömberg. Man könnte mit camsex Geld verdienen. Er - Lars Schömberg - mache das schon seit einiger Zeit, genauer gesagt, seit er als Schulhof-dealer aufgefallen wäre. Ein paar hundert Euro im Monat seien immer drinn für ihn. Da Schömberg ja selbst seit neuestem sexuell sehr aktiv war, und auch privaten camsex betrieb, meinte sein Sohn, das ruhig mal ansprechen zu können. »Probiers doch einfach mal !« Schömberg, so sein Sohn, sehe inzwischen für sein Alter sehr gut aus, und es gäbe auch einige, die auf »älter« und »Daddy« stehen würden. Schömberg überkam ein Anflug von ganz ungewohnter Scham.
Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 21:44:24 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schömbergs erster joint nach über 25 Jahren Drogenabstinenz (wenn man von Alkohol, Koffein, Niktotin sowie einer ständig länger werdenden Liste von apothekenpflichtigen Arzneimitteln absieht) war eine Katastrophe geworden. Die Widrigkeiten der Herstellung, des Zusammenbringens mehrerer Zigarettenpapierchen und eines Pappfilters waren noch das Geringste. Übel war vielmehr, daß sich Schömberg gewaltig in der Menge vertan hatte. Er ging nämlich von denjenigen Mengen aus, die vor einem Vierteljahrhundert im Fahrradkeller des Schillergymnasiums in Euskirchen verwandt wurden. Daß die Gentechnik mit ihrem ungeheuren Potential an Effizienzsteigerung zuallererst die Drogenbranche erobert hatte, war Schömberg völlig unklar. Nach den ersten Zügen, zu denen Schömberg behaglich eine Tasse Kaffee mit viel Milch schlürfte, erging sich Schömberg noch in wehmütigen Reminiszenzen an seine Pennälerzeit - doch nach einer Viertelstunde brach ihm der kalte Schweiss aus. Panik jagdte durch sein Hirn, sein Kreislauf fuhr mit Lichtgeschwindigkeit Achterbahn. Obwohl sich Schömberg an den Wänden festhielt, schlug er noch im Flur hin - zum Bett oder Sofa kam er ebensowenig wie zur Toilette, so daß Schömberg in bzw. neben seinem eigenen Erbrochenen zu liegen kam. Gerne hätte er den Notarzt gerufen - doch selbst zum Telefon konnte er sich nicht mehr schleppen. Sein Überleben, so war sich Schömberg sicher, war reine Glückssache gewesen.
Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 08:21:56 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schömberg stand vor dem großen Spiegel im Flur - das Licht war gedämpft, es war mitten in der Nacht. Wieder besah er seinen immer intensiver gebräunten Körper. Sein Bauch war weg - selbst von einem Bäuchelchen konnte man nicht mehr reden. Da war es flach - eine sanfte, weiche Wölbung, mehr nicht. Und ein Sixpack-Typ war er eh nicht. Zufrieden fuhr er sich über seine Brust, seine Flanken, seinen Po, und fasste seinen Schwanz an. Da trat aus dem Badezimmer seines Sohnes Lars' Freundin Jasmin zu ihm. Ein hüpsches, zierliches Mädchen, dessen Sektschalenbrüste Schömberg schon seit ihrem ersten Anblick faszinierten. Auch sie war nackt. »Na sneakers !« Sie gab ihm einen damenhaften Klaps auf den nackten Po. Jetzt erschien auch Lars Schömberg im Flur - alle drei waren nackt, und drängelten sich vor dem Spiegel. »Gut schaun wir aus !« Jasmin sah sich von Schömbergs in die Mitte genommen. »Wir sollten mal Fotos machen !« Und dann, sehr unvermittelt, wandte sich Jasmin an Schömberg: »Sag mal sneakers, warum bist Du eigentlich schwul?« Schömberg, eben noch geschmeichelt und leicht angegeilt durch das hüpsche - nackte - junge Mädchen an seiner nackten Brust, fühlte ein leichtes Zucken, einen peinlichen kleinen Schmerz in derselben. Das junge Mädchen streichelte Schömbergs Hüfte, sah ihn mit großen Augen an: »Ich mein das ernst ! Warum bist Du eigentlich schwul ? Du könn'st doch jede kriegen ! (sie begann zu kichern) Und mich auch, wenn ... Du ... willst.« Schömbergs Sohn Lars begann aus Verlegenheit zu lachen. Machte sich doch seine Freundin Jasmin, mit der er gerade einen Abend lang gebumst hatte, an seinen schwulen Vater heran ! »Hey, wollen wir was zusammen trinken ?« Jasmin blieb unerbittlich, schickte Lars Schömberg zum Bierholen in die Küche. »Gehn wir zu mir!« schlug Schömberg vor - sein Zimmer war fast doppelt so groß, wie das seines Sohnes Lars.
| Einige zufällige Stichwörter |
Tagesform
Erstellt am 27.9. 2005 um 17:48:24 Uhr von rausch, enthält 13 Texte
Misstriumph
Erstellt am 1.3. 2001 um 01:49:55 Uhr von Jeffrey, enthält 6 Texte
^
Erstellt am 9.8. 2001 um 19:38:01 Uhr von ein neugieriger Zeitgenosse, enthält 20 Texte
vernetzungsstelle165
Erstellt am 12.4. 2003 um 08:47:51 Uhr von vernetzungsstelle165, enthält 3 Texte
Oh-Du-mein-Göttlicher-Kelch
Erstellt am 2.5. 2008 um 00:18:49 Uhr von Oh_Du_mein_Göttlicher_Kelch!, enthält 4 Texte
|