Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schömberg«
Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 19:34:47 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das Telefon klingelte - und das alleine versetzte Schömberg in Aufregung. Es war sehr selten geworden, daß sein Telefon klingelte. Und wenn es klingelte, war es meist ein Call-Center-Agent der Telefongesellschaft, der ihn von den Vorteilen eines neuen Tarifes überzeugen wollte. Doch heute war es Berresheim, mit dem er über 10 Jahre lang gut zusammengearbeitet hatte. Er wäre zufällig in der Gegend, ob man nicht zusammen abendessen könnte ? Schömberg kam sich vor, als hätte er einen elektrischen Schlag bekommen. Sein Puls ging schneller, und stundenlang überlegte er, was er anziehen sollte. Schließlich entschied er sich, das anzuziehen, was er in letzter Zeit immer anzog, wenn er zum Mykonos-Grill ging: jeans und sweatshirt, die Goretex-Jacke darüber. Lange hatte er vor dem Bügel mit dem Blazer gestanden, hatte sich sogar hinsetzen müssen. Die Kniee waren ihm schwach geworden, und er mußte eine Tablette nehmen. Doch dann war er sich seiner sicher geworden: Berresheim sollte ihn so sehen, wie er nunmehr lebte. Sogar auf die Rasur verzichtete er, obschon man seine Stoppeln schon lange nicht mehr als modischen Dreitagebart bezeichnen konnte. Aber die Haare würde er waschen - soviel war er sich schuldig, wenn er mit Berresheim zum Mykonos gehen würde.
ruecker42 schrieb am 7.6. 2011 um 02:09:44 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Die Gassen rochen nach Staub und die Hitze lungerte träge zwischen den Häusern, Peters hatte Assoziationen eines Miasmas, das aus den Wänden quoll um die Menschen, die geduckt ihrer Wege schlichen, heimtückisch und endgültig niederzustrecken. (Für einen Moment wähnte er sich mit dieser Vorstellung in seinem Büro im 16. Stock. Die klare Erkenntnis, daß das Verlassen des Turmes unweigerlich zum Tode führen würde, zeigt ihm auf, daß er den Tod auch haben könne, wenn er einfach in seinem Büro verharrte, nur die Ursache wäre eine andere, verhungert oder verdurstet. Wo wäre letztendlich der Unterschied? Sollte er daher nicht einfach ins Freie gehen?)
Als er in Ufernähe kam, wurde es etwas kühler. Schließlich erreichte er die Promenade und ließ sich auf einer Bank nieder. Die Lichter vom anderen Ufer brachen sich in Reflexionen auf den Wellen des Maines, ein Anblick, der ungemein beruhigend auf Peters wirkte. Nach etlichen Minuten weckte ein anschwellendes Dröhnen sein Interesse. Er wandte den Kopf in die Richtung, aus der das Dröhnen kam und konnte schließlich im Dämmerlicht in einiger Entfernung eine Gestalt ausmachen, die zwischen drei schwarzen Würfeln stand und wohl eine Gitarre umhängen hatte, sich aber nicht bewegte. Neugierig ging Peters auf diese Erscheinung zu und dabei fielen ihm andere Menschen auf, die auf der Wiese saßen und dem oszillierenden dumpfen Gedröhn regungslos lauschten. Als er nahe genug herangekommen war, erkannte er tatsächlich eine Gitarristin, die völlig versunken auf eine Batterie von kleinen Kästchen und Pedalen starrte, die sich zu ihren Füßen ausbreitete und die untereinander mit einem Gewirr von Kabeln verbunden waren. Die schwarzen Würfel waren Verstärker, aus denen das Geräusch erklang. Nur minimale Bewegungen führte die Musikerin aus und Peters bemerkte, daß nach jeder Bewegung ein neuer Klang langsam zwischen den anderen Klängen vernehmbar wurde, sich dazwischen schob, während andere Töne dahinter verschwanden, sich auflösten. Peters ging langsam zurück zu der Bank, von der er gekommen war. Im Westen verglühte der letzte Fetzen Abendrot.
Dabei fiel ihm eine Bemerkung Furgesons vom Morgen ein: »Infrarot, Peters, wenn so ein Auditor das Patchkabel ziehen und dann einen roten Punkt sehen würde, dann hätten wir nicht viel gekonnt. Machen sie sich darum keine Gedanken.«
Die Leiche schrieb am 10.5. 2011 um 00:54:56 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Frühsommer im Mai - die Freibäder öffneten, und Schömberg raffte sich dazu auf, in shorts und ärmelosen shirt in den Park zu schlendern. Früher, als er noch gearbeitet hatte, wagte er nur im Urlaub derart luftige Bekleidung. Sein Arzt hatte ihn ermuntert. Die frische Luft würde ihm guttun. Und so saß er dann auf einer Parkbank im Halbschatten einer üppigen Kastanie, blätterte in der SZ herum, und fand das Leben solange schön, bis sich wieder in seiner Schläfe jener stechende Schmerz, in seinen Beinen dieses Kribbeln einstellte und sein Kreislauf in Sturzflug überging. Schömberg blieb ruhig, er wußte, welche Medikamente er seinem »Detlev« zu entnehmen hatte. Ohne dieses »schwule Ding« als Medikamentenbox ging er nie aus dem Haus.
Die Leiche schrieb am 30.5. 2011 um 07:13:40 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg betrat den Sitzungssaal mit Herzklopfen. Über zwei Stunden hatte er auf dem beängstigenden Flur des Justizzentrums warten müssen. Zu gerne wäre er mal vor die Tür gegangen, eine Zigarette rauchen - aber er hatte sich nicht getraut. Als er aufgerufen wurde, war er einerseits erleichtert, daß es endlich losgehen würde, andererseits verspürte er einen Kloß im Hals und wie seine Handflächen feucht wurden. Links saß Berresheim mit seinem Verteidiger, daneben eine elegante, sonnenbanksgebräunte Frau Anfang Dreissig, rechts der Staatsanwalt, den Schömberg schon von seiner ersten Vernehmung her kannte. Der Vorsitzende, ein älterer, distinguiert wirkender Herr, hieß ihn Platz nehmen, und begann, ihn zu befragen. Sehr ausführlich widmete er sich Schömbergs Krankheit, seinen Lebensumständen. Das verwirrte Schömberg - das Ziel, den Zeugen »aufzulockern« wurde jedenfalls in diesem Falle verfehlt. Schömberg sah dem Vorsitzenden fest in die Augen. Er hatte sich dagegen vorgenommen, Berresheim nicht in die Augen zu sehen. Er war, das hatte Schömberg zu Beginn der Verhandlung mitbekommen, in Handschellen aus der Untersuchungshaft vorgeführt worden. Berresheim war so blöd gewesen, nach der Hausdurchsuchung bei ihm in die Schweiz zu fahren, und das Ticket von Zürich nach Sidney von seinem Reisebüro um die Ecke zu buchen.
Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 11:03:58 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schömberg lag also mit Jasmin, der schönbrüstigen, zierlichen Freundin seines Sohnes Lars, nackt am Familienstrand, während sein Sohn Lars trotzig im schwulen Buschwerk verschwunden war, und dozierte weiterhin über Homo-, Hetero- und Bisexualität, die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Politik und deren Verhältnis zu jenen Sexualitäten. Während Schömberg sprach, wurden Jasmins Augen immer größer. Sie grätschte ihre wohlgeformten langen Beine auseinander, lies ihre blankrasierte Jungmädchenmöse sehen, aus deren seitlichen Glattwülsten sich bereits eine kleine, tiefrote Spitze hervorzuschleimen begann, und beschäftigte ihre lesbisch dünnen Fingerspargel mit Schömbergs bereits ergrautem Brusthaar. Den alsbald angebotenen Zungenkuss konnte Schömberg schon höflichkeitshalber kaum ablehnen - und wollte dies auch in keinster Weise, bot er doch Gelegenheit, endlich diese wunderbaren Sektschalenbrüste abzugreifen, die es Schömberg angetan hatten, seit er sie zum ersten Mal in der Küche der Wohnung gesehen hatte, die er mit seinem Sohn Lars teilte. Er widerstand dem Bedürfnis tapfer, sich nach seinem Sohn Lars umzuschauen, und hoffte, daß dieser noch mit Schwulitäten im Gebüsch befasst sei. Daß die Leute am »Familienstrand« indessen heftig glotzten, und sich mit Ellenbogen anzustoßen begannen ob des heissen Flirts zwischen Schömberg und der jungen Freundin seines Sohnes, empfand Schömberg durchaus als prickelnd.
| Einige zufällige Stichwörter |
Italopop
Erstellt am 1.10. 1999 um 18:16:05 Uhr von Fega Maldas, enthält 24 Texte
Push-Up
Erstellt am 10.7. 2001 um 12:40:09 Uhr von Fairy, enthält 16 Texte
Ausländer
Erstellt am 10.1. 2001 um 10:41:09 Uhr von www.affenarsch.de, enthält 85 Texte
herausschneiden
Erstellt am 9.12. 2003 um 19:43:10 Uhr von Das Gift, enthält 6 Texte
Fallhöhe
Erstellt am 8.6. 2003 um 19:38:29 Uhr von Höflich, enthält 22 Texte
|