Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 154 positiv bewertete (68,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.5. 2011 um 17:59:13 Uhr schrieb
Yadgar über Schömberg
Der neuste Text am 18.6. 2012 um 12:40:43 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 64)

am 13.6. 2011 um 10:30:05 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 28.5. 2011 um 09:17:13 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 2.6. 2011 um 08:41:33 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schömberg«

ruecker42 schrieb am 15.5. 2011 um 23:56:59 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Am Sonntagmorgen beschloß Peters, an die frische Luft zu gehen. Er hatte nun seit über 48 Stunden nicht geschlafen und er kannte diesen Zustand zur Genüge - auf dem Boden sitzen und Löcher in die Luft starren. Das ziellose Schlendern durch die Straßen und Gassen, so hoffte er, würde seine rasenden Gedanken zur Raison bringen. Ein Teil seines Kopfes war unbeteiligter Beobachter, der sich das Theater im anderen Teil ansah, dort ging es (wieder einmal) um die Entstehung und das Vergehen der Welt, und nichts geringeres. Bevor er die Wohnung verließ, schaute er sich im Spiegel an. »Geben sie Gedankenfreiheit, Sire« murmelte er seinem Gegenüber zu und brach auf.
Sein Weg führte ihn diesmal schließlich ans Flußufer, er setzte sich auf eine der Bänke an der Promenade. Ein Mann durchsuchte die Papierkörbe, die neben den Bänken aufgestellt waren. Peters staunte über die Routine, die der Mann, er mochte Mitte 50 sein, dabei an den Tag legte. Als er an seiner Bank ankam, nickte er Peters kurz zu, warf einen kurzen Blick in das leere Behältnis und ging weiter. Peters schaute ihm lange hinterher, dabei nickte er schließlich ein.

Die Leiche schrieb am 12.5. 2011 um 17:05:57 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Schömberg saß mit Berresheim wieder im Mykonos-Grill. Auch Berresheim aß diesmal das Gyros-komplett mit Pommes. Das mehr als doppelt so teure Rumpsteak hatte nicht halb so gut geschmeckt, wie Schömbergs Gyros, als sie zum ersten Mal zusammen hier gegessen hatten. Es sei alles ganz einfach gewesen. Berresheim hatte ganz offen erklärt, daß Schömberg als ehemaliger hochgeschätzter Mitarbeiter des Hauses darauf angewiesen sei, wieder zu ein wenig Geld zu kommen. Schömbergs Depotentwicklung war über anderthalb Jahrzehnte nachvollziehbar - er hatte satte Gewinne gemacht. Nur bräuchte er jetzt ein wenig mehr Masse, da durch seine Krankheit sein Vermögen natürlich arg strapaziert worden war. Selbst Reimann war sofort einverstanden gewesen, und so bekam Schömberg einen Kontokorrentkredit von 100.000 Euro eingeräumt. Berresheim hatte die notwendigen Papiere dafür ebenso mitgebracht, wie seine eigene Bürgschaft und die der anderen Kollegen. Auch den Treuhandvertrag unterschrieben sie auf dem Wachstischtuch des Mykonos-Grills. »Jetzt sind wir Partner!« sagte Berresheim. Schömberg entschuldigte sich auf die Toilette und schluckte zwei seiner Tabletten. Die Schmerzen in der Brustgegend hatten wieder angefangen.

Die Leiche schrieb am 10.6. 2011 um 09:59:26 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ein großer Trumpf, wenn es um den Stauraum im VW-Campingbus ging, war für Schömberg die Nasszelle. Er nutzte sie als Schrank, stapelte Plastikboxen darin, den Campingstuhl und -tisch. Er brauchte sie nicht. Seit zwei Jahren schon wusch sich Schömberg nur noch kalt, badete tagtäglich in Flüssen, Bächen und Seen. War das Wetter ungünstig, so duschte er, in dem er sich einen Eimer kaltes Wasser aus dem Frischwassertank übergoß. Und die Chemietoilette brauchte Schömberg auch nicht. Frühmorgens, gleich nach dem Aufstehen, nach einer ersten Zigarette und einer Tasse löslichen Kaffees ging Schömberg kurzbehost, mit Klopapierrolle und Klappspaten ins Freie, in irgendwelche Büsche. Er hob mit dem Spaten sorgsam ein Stück Boden aus, hockte sich darüber, und protzte ab. Arsch abwischen, den ausgehobenen Boden wieder drübersetzen, festtreten - fertig. Als Schömberg seinem Sohn Lars von dieser Art der Defäkation berichtete, empfand er eine Art von juvenilem Stolz darüber, daß sein Sohn Lars altklug den Kopf schüttelte. »Alter, manchmal spinnst Du einfach !«

Die Leiche schrieb am 27.5. 2011 um 08:49:53 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg besprach die finanzielle Lage mit seinem Sohn Lars, der seit einigen Monaten erstaunlich unproblematisch mit ihm in der 65-qm-Zweiraumwohnung zusammenlebte. Für ein paar Jahre würde das Geld, daß sein Anwalt von der Staatsanwaltschaft gerettet hatte, noch hinreichen, aber da man die Renten ja jetzt vergessen könne, mache er sich doch so seine Gedanken. Wie Lars Schömberg das sehe. Die Antwort seines Sohnes Lars verblüffte Schömberg. Man könnte mit camsex Geld verdienen. Er - Lars Schömberg - mache das schon seit einiger Zeit, genauer gesagt, seit er als Schulhof-dealer aufgefallen wäre. Ein paar hundert Euro im Monat seien immer drinn für ihn. Da Schömberg ja selbst seit neuestem sexuell sehr aktiv war, und auch privaten camsex betrieb, meinte sein Sohn, das ruhig mal ansprechen zu können. »Probiers doch einfach mal !« Schömberg, so sein Sohn, sehe inzwischen für sein Alter sehr gut aus, und es gäbe auch einige, die auf »älter« und »Daddy« stehen würden. Schömberg überkam ein Anflug von ganz ungewohnter Scham.

Die Leiche schrieb am 25.5. 2011 um 07:44:30 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Schömberg war methodisch vorgegangen. Aus dem Internet hatte er sich eine Liste von »locations« in seiner näheren und weiteren Umgebung zusammengestellt, und mit dem Routenplaner optimierte Touren zusammengestellt, schließlich auch - warum nicht mal ausrechnen lassen ? - eine große Rundtour, für die er schätzungsweise eine Woche benötigen würde. Er schmunzelte bei dem Gedanken an eine solche Reise: »Sexurlaub«. Doch dann entschloß er sich zunächst zu einer kleinen Probefahrt. Bewußt suchte er sich Ziele in ca. 150 km Entfernung zu seinem Wohnort aus. Es wäre ihm unbehaglich gewesen, bei seinem ersten Ausflug in diese Szene ausgerechnet denselben Leuten zu begegnen, mit denen er in dem kleinen Einkaufszentrum gegenüber seines Wohnhauses an der Kasse in der sozialistischen Wartegemeinschaft stand.

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 10:48:38 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg erbot seinem Sohn Lars, die Kosten seines Verteidigers »zu regulieren«. Lars lehnte zunächst ab - er wußte um die äusserst beschränkten Mittel seines Vaters, der von seiner Familie getrennt in einer kleinen »Sozialwohnung« hausend darauf wartete, daß ihm endlich Erwerbsunfähigkeitsrente bewilligt werde. Er kannte die Entscheidung des Familiengerichts, daß Schömberg »mangels Leistungsfähigkeit« keinen Unterhalt zu zahlen brauchte. Dieses Opfer wollte er seinem Vater nicht zumuten. Er könne das selbst bezahlen. »Und wovon?« - »Na - ich hab doch gedealt !« Doch da fiel bei Lars Schömberg der Groschen. Wenn er, ohne daß ihm Pflichtverteidigung bewilligt worden wäre, mit einem renomierten Strafverteidiger an seiner Seite zum Jugendschöffengericht gehen würde, dann schwebte das »Handeltreiben mit Betäubungsmitteln« über ihm, auch ohne daß man dieses aussprechen würde. »Hey Dad ! Du bist richtig cool drauf!« Schömberg spürte, wie er in den Augen seines Sohnes an Achtung und Wohlwollen gewann.

ruecker42 schrieb am 12.5. 2011 um 18:50:40 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Elaine hatte Spargel aufgesetzt, die Wohnung roch ein wenig nach Küchendunst. Sie wirkte zerstreut, aber Peters kannte das von ihr. Er setzte sich in dem kleinen Wohnzimmer auf die Ledercouch und betrachtete das Bild an der Wand gegenüber, eine Kopie von Kandinskys Komposition VIII. Er mußte lächeln, denn er erinnerte sich wieder an die morgentliche Diskussion mit dem Kollegen aus der Charttechnik, der hatte ihm auch lauter solche Linien über den Graph gelegt und von »günstigen Formationen« gesprochen. Peters nahm die Brille ab und lehnte sich zurück. Aus der Küche hörte er das Geräusch eines Korkens, der aus einer Flasche gezogen wurde. Es würde ein guter Abend werden.

Die Leiche schrieb am 25.5. 2011 um 13:17:35 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Im Pornokino nannten sie Schömberg »sneakers«. Das war sein nickname im Gästebuch der HP des Kinos - dem Umstand geschuldet, daß Schömberg sich nach seinem allerersten Besuch nunmehr regelmässig ohne jede Umstände direkt nach dem betreten des Kinos bis auf »sneaks & socks« entkleidete, und sodann nackt dort seine Runden zog. Die Stammgäste kannten ihn, er war recht wohl gelitten. Zwar rieb er sich hemmungslos auch im Bistro, während er mit anderen Gästen belangloses plauderte, aber er war bekannt und beliebt dafür, niemanden anzugrabschen, insbesondere keine Frauen. Doch zeigte sich Schömberg zumeist doch eher an männlichen Besuchern interessiert. Genau diese nonchalence den Frauen und Paaren gegenüber, kombiniert mit freundlicher Höflichkeit beim smalltalk führte jedoch immer wieder auch zu Kontakten Schömbergs zum anderen Geschlecht.

Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 19:39:57 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Berresheim holte ihn ab - und Schömberg bekam schon wieder einen Schlag in die Kniekehlen, als er Berresheims Dienstwagen sah. Es hätte sein eigener sein können, den er vor einem guten Jahr hatte abgeben müssen - ein dunkelblauer 5-er BMW mit 6-Zylinder-Maschine. Schließlich muß man ja beim Kunden »das Haus« auch insofern repräsentieren. Berresheim stieg zur Begrüssung aus. Er sah angestrengt aus, erklärte wortreich auf der Fahrt zum Mykonos-Grill, wie anstrengend seine Verhandlung gewesen wäre - es ging um zusätzliche Sicherheiten, die der Kunde »fürs Haus« herausrücken sollte. »Du kennst das ja !« Schömberg kannte es, und doch kam es ihm vor, als redete Berresheim von einer anderen Welt, einem anderen Kontinent.

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 21:44:24 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömbergs erster joint nach über 25 Jahren Drogenabstinenz (wenn man von Alkohol, Koffein, Niktotin sowie einer ständig länger werdenden Liste von apothekenpflichtigen Arzneimitteln absieht) war eine Katastrophe geworden. Die Widrigkeiten der Herstellung, des Zusammenbringens mehrerer Zigarettenpapierchen und eines Pappfilters waren noch das Geringste. Übel war vielmehr, daß sich Schömberg gewaltig in der Menge vertan hatte. Er ging nämlich von denjenigen Mengen aus, die vor einem Vierteljahrhundert im Fahrradkeller des Schillergymnasiums in Euskirchen verwandt wurden. Daß die Gentechnik mit ihrem ungeheuren Potential an Effizienzsteigerung zuallererst die Drogenbranche erobert hatte, war Schömberg völlig unklar. Nach den ersten Zügen, zu denen Schömberg behaglich eine Tasse Kaffee mit viel Milch schlürfte, erging sich Schömberg noch in wehmütigen Reminiszenzen an seine Pennälerzeit - doch nach einer Viertelstunde brach ihm der kalte Schweiss aus. Panik jagdte durch sein Hirn, sein Kreislauf fuhr mit Lichtgeschwindigkeit Achterbahn. Obwohl sich Schömberg an den Wänden festhielt, schlug er noch im Flur hin - zum Bett oder Sofa kam er ebensowenig wie zur Toilette, so daß Schömberg in bzw. neben seinem eigenen Erbrochenen zu liegen kam. Gerne hätte er den Notarzt gerufen - doch selbst zum Telefon konnte er sich nicht mehr schleppen. Sein Überleben, so war sich Schömberg sicher, war reine Glückssache gewesen.

Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 08:21:56 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg stand vor dem großen Spiegel im Flur - das Licht war gedämpft, es war mitten in der Nacht. Wieder besah er seinen immer intensiver gebräunten Körper. Sein Bauch war weg - selbst von einem Bäuchelchen konnte man nicht mehr reden. Da war es flach - eine sanfte, weiche Wölbung, mehr nicht. Und ein Sixpack-Typ war er eh nicht. Zufrieden fuhr er sich über seine Brust, seine Flanken, seinen Po, und fasste seinen Schwanz an. Da trat aus dem Badezimmer seines Sohnes Lars' Freundin Jasmin zu ihm. Ein hüpsches, zierliches Mädchen, dessen Sektschalenbrüste Schömberg schon seit ihrem ersten Anblick faszinierten. Auch sie war nackt. »Na sneakers !« Sie gab ihm einen damenhaften Klaps auf den nackten Po. Jetzt erschien auch Lars Schömberg im Flur - alle drei waren nackt, und drängelten sich vor dem Spiegel. »Gut schaun wir aus !« Jasmin sah sich von Schömbergs in die Mitte genommen. »Wir sollten mal Fotos machen !« Und dann, sehr unvermittelt, wandte sich Jasmin an Schömberg: »Sag mal sneakers, warum bist Du eigentlich schwul?« Schömberg, eben noch geschmeichelt und leicht angegeilt durch das hüpsche - nackte - junge Mädchen an seiner nackten Brust, fühlte ein leichtes Zucken, einen peinlichen kleinen Schmerz in derselben. Das junge Mädchen streichelte Schömbergs Hüfte, sah ihn mit großen Augen an: »Ich mein das ernst ! Warum bist Du eigentlich schwul ? Du könn'st doch jede kriegen ! (sie begann zu kichern) Und mich auch, wenn ... Du ... willst.« Schömbergs Sohn Lars begann aus Verlegenheit zu lachen. Machte sich doch seine Freundin Jasmin, mit der er gerade einen Abend lang gebumst hatte, an seinen schwulen Vater heran ! »Hey, wollen wir was zusammen trinken ?« Jasmin blieb unerbittlich, schickte Lars Schömberg zum Bierholen in die Küche. »Gehn wir zu mir!« schlug Schömberg vor - sein Zimmer war fast doppelt so groß, wie das seines Sohnes Lars.

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