Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 154 positiv bewertete (68,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.5. 2011 um 17:59:13 Uhr schrieb
Yadgar über Schömberg
Der neuste Text am 18.6. 2012 um 12:40:43 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 64)

am 19.6. 2011 um 15:51:43 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 13.6. 2011 um 19:10:40 Uhr schrieb
ruecker42 über Schömberg

am 13.6. 2011 um 10:30:05 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schömberg«

Die Leiche schrieb am 12.5. 2011 um 16:42:39 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Schömbergs Exkollege Berresheim meldete sich alsbald wieder. Sie waren im Mykonos-Grill gewesen, hatten über alte Zeiten in der Bank gequatscht - es war ein netter Abend für Schömberg gewesen. Angenehm hatte er es empfunden, daß Berresheim sich mit neugierigen Fragen zu Schömbergs finanzieller Lage sehr zurückgehalten hatte. Das wiederrum hatte Schömberg dazu motiviert, von sich aus einiges zu erzählen: vom endlosen Prozessieren mit der Rentenversicherung, die nicht zahlen wollte; der gütlichen Einigung mit seiner Exfrau (die Scheidung war schon lange durch.) Berresheim bestand diesmal auf dem »Jagdschloss Gabelbach«, etwa 30 km von Schömbergs Wohnung entfernt. Er würde Schömberg wieder abholen und auch nach dem Essen selbstverständlich nachhause bringen. Schömberg kannte diesen Spesenrittertempel - in seiner aktiven Zeit war er öfters dort gewesen. Das Essen versprach lecker zu werden. »Und dann kannst wenigstens Du einen guten Barrolo trinkenhatte Berresheim noch am Telefon gescherzt.

Die Leiche schrieb am 16.5. 2011 um 10:29:13 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Das Fernsehprogramm wurde Schömberg alsbald unerträglich. Schon zuhause hatte er nur noch wenig »geglotzt« - einige Nachrichten- und Magazinsendungen, ein paar Filme. Er bevorzugte es schon seit Jahren, DVDs über das Internet zu bestellen, und Filme »aus der Konserve« zu gucken. Wenn er nun bei schlechtem Wetter auf seinem Sofa lag, eingekuschelt in die Fleece-Decke, seine Medikamente auf dem Couchtisch in Reichweite, sein Tee - dann fühlte er fast eine wohlige Behaglichkeit beim Ansehen alter Westernfilme. Alleine »High noon« mit Gary Cooper hatte er im Dezember und Januar bestimmt 20 mal angesehen. Fast als Zumutung erschien es ihm dann, wenn er sein kuscheliges Lager verlassen mußte, etwa um zur Toilette zu gehen, oder weil er Hunger verspürte. Er erwog öfters, mal einen Pizza-Service anzurufen - doch dann entscheid er, daß er zur Entgegennahme der Pizza doch ebenso aufstehen müsse. Während Helen Ramirez einer entsetzt dreinschauenden Grace Kelly in harten Worten das Wesen der Liebe nahezubringen suchte, malte sich Schömberg aus, wie eine lauwarme, matschige Pizza schmecken würde, deren Käsefäden sich überall verbreiteten, und rote Tomatenflecken seine Fleecedecke verunzieren würden. Also seufzte er, verschob die Abrechnung von Frank Miller mit Bill Cane auf den frühen Abend, und erhob sich. Er bemühte sich, straff und entschloßen zur Zubereitung von Bratwürsten zu schreiten, die er gestern im Aldi erworben hatte.

Die Leiche schrieb am 25.5. 2011 um 07:44:30 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Schömberg war methodisch vorgegangen. Aus dem Internet hatte er sich eine Liste von »locations« in seiner näheren und weiteren Umgebung zusammengestellt, und mit dem Routenplaner optimierte Touren zusammengestellt, schließlich auch - warum nicht mal ausrechnen lassen ? - eine große Rundtour, für die er schätzungsweise eine Woche benötigen würde. Er schmunzelte bei dem Gedanken an eine solche Reise: »Sexurlaub«. Doch dann entschloß er sich zunächst zu einer kleinen Probefahrt. Bewußt suchte er sich Ziele in ca. 150 km Entfernung zu seinem Wohnort aus. Es wäre ihm unbehaglich gewesen, bei seinem ersten Ausflug in diese Szene ausgerechnet denselben Leuten zu begegnen, mit denen er in dem kleinen Einkaufszentrum gegenüber seines Wohnhauses an der Kasse in der sozialistischen Wartegemeinschaft stand.

Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 08:21:56 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg stand vor dem großen Spiegel im Flur - das Licht war gedämpft, es war mitten in der Nacht. Wieder besah er seinen immer intensiver gebräunten Körper. Sein Bauch war weg - selbst von einem Bäuchelchen konnte man nicht mehr reden. Da war es flach - eine sanfte, weiche Wölbung, mehr nicht. Und ein Sixpack-Typ war er eh nicht. Zufrieden fuhr er sich über seine Brust, seine Flanken, seinen Po, und fasste seinen Schwanz an. Da trat aus dem Badezimmer seines Sohnes Lars' Freundin Jasmin zu ihm. Ein hüpsches, zierliches Mädchen, dessen Sektschalenbrüste Schömberg schon seit ihrem ersten Anblick faszinierten. Auch sie war nackt. »Na sneakersSie gab ihm einen damenhaften Klaps auf den nackten Po. Jetzt erschien auch Lars Schömberg im Flur - alle drei waren nackt, und drängelten sich vor dem Spiegel. »Gut schaun wir ausJasmin sah sich von Schömbergs in die Mitte genommen. »Wir sollten mal Fotos machenUnd dann, sehr unvermittelt, wandte sich Jasmin an Schömberg: »Sag mal sneakers, warum bist Du eigentlich schwulSchömberg, eben noch geschmeichelt und leicht angegeilt durch das hüpsche - nackte - junge Mädchen an seiner nackten Brust, fühlte ein leichtes Zucken, einen peinlichen kleinen Schmerz in derselben. Das junge Mädchen streichelte Schömbergs Hüfte, sah ihn mit großen Augen an: »Ich mein das ernst ! Warum bist Du eigentlich schwul ? Du könn'st doch jede kriegen ! (sie begann zu kichern) Und mich auch, wenn ... Du ... willstSchömbergs Sohn Lars begann aus Verlegenheit zu lachen. Machte sich doch seine Freundin Jasmin, mit der er gerade einen Abend lang gebumst hatte, an seinen schwulen Vater heran ! »Hey, wollen wir was zusammen trinkenJasmin blieb unerbittlich, schickte Lars Schömberg zum Bierholen in die Küche. »Gehn wir zu mirschlug Schömberg vor - sein Zimmer war fast doppelt so groß, wie das seines Sohnes Lars.

Die Leiche schrieb am 19.5. 2011 um 08:27:30 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg rauchte. Weder die strikten Nichtrauchereien in der Bank, in der er fast 20 Jahre seines Berufslebens zugebracht hatte, noch seine Exfrau hatten ihn davon abbringen können. Doch da er auf der Arbeit nur gelegentlich zum rauchen nach draussen gehen und zuhause auf sein Arbeitszimmer im Erdgeschoß beschränkt gewesen war, hielt sich sein Konsum in engen Grenzen. Eine Skurrilität war jedoch Schömbergs Beharren auf dem Selberdrehen. Es war gewiss keine Geldfrage mehr gewesen - seit Schömberg banker gewesen war, kam es nie mehr auf ein paar Mark oder Euros mehr an, für die 10-12 Zigaretten, die er täglich zu rauchen pflegte - aber irgendwie mochte er dieses Ritual mit Tabakspäckchen, Papier und Eindrehfiltern. Er hatte das Gefühl gehabt, seiner erzsoliden Existenz damit einen Hauch von Verwegenheit geben zu können.

Die Leiche schrieb am 8.6. 2011 um 10:13:53 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Beim Gyros-komplett im Mykonos-Grill stellte Schömberg fest, daß es Parallelen gab zwischen der ziemlich bankrotten Ehe von Anni-90-D und der Beziehung zwischen seinem Sohn Lars und dessen Freundin Jasmin. Er erzählte Anni davon, wie Lars zuerst recht stolz und verwegen seinen schwulen Vater vorgestellt hatte, und dann zunehmend verärgert auf das Interesse reagierte, daß ihm von Seiten des jungen Mädchens entgegengebracht wurde, ja es sogar zu einer ernsten Verstimmung gekommen war, als Schömberg mit Jasmin am Baggersee zu sexeln begonnen hatte. Auch Anni war es ähnlich ergangen: ursprünglich von ihrem Mann zum Besuch eines Swingerclubs förmlich überredet, hatte sie, nachdem sie Blut geleckt und ihre Hemmungen überwunden hatte, immer mehr Gas gegeben, während ihr Ehemann zurückgeblieben war, ja sich sexuell wieder verschlossen hatte. »Anal läuft bei dem garnichts mehr« versetzte Anni trocken. Und beim ouzo seufzte sie dann, daß es letztlich nur das Haus und die Schulden wären, die sie zusammenhalten würden. Schömbergs Interesse an Anni-90-D nahm immer mehr zu, wenngleich er den leisen Verdacht hatte, daß dies der beabsichtigte Zweck dieser Worte der Mitdreissigerin waren.

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 10:37:01 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömbergs Verhältnis zu seinem Sohn Lars war durch dessen Strafverfahren wegen Haschisch-dealens merkwürdigerweise zu einer neuen Blüte gekommen. Schömberg hatte Lars einen guten Anwalt besorgt - der Anwalt beruhigte: »sitzen« müsse Lars Schömberg keinesfalls. Völlig sanktionslos würde es allerdings auch nicht abgehen. Vater und Sohn telefonierten nunmehr öfters miteinander, und Lars besuchte seinen Vater immer wieder. Er kam mit der Regionalbahn, und brachte vom Mykonos-Grill einen Gyros-Teller für beide mit - »komplett«, mit Krautsalat und Zaziki. Schömberg gestand seinem Sohn dann sogar beim Dosenbier, daß er selbst in seiner Jugend mal ab und zu an einem joint gezogen hätte.

Die Leiche schrieb am 13.5. 2011 um 08:09:00 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg war wieder in die kleine Buchhandlung am Ende der Marktstrasse gegangen, wo er die »Wasserkur« des Pfarrers Kneipp bestellt hatte. Im Schaufenster sah er wieder dieses kleine, im Selbstverlag vertriebene Heftchen, liebevoll mit Zweigen und Tüchern drapiert: »Assoziationen in moll« - von Silvio Schlegelmilch. Er beschloß, es zu kaufen. Das Geschäft mit Berresheim lies sich gut an. Schon der erste trade hatte Schömberg eine Provision von 15.000 Euro eingetragen. Er konnte es sich leisten, großzügig zu sein, und zahlte die 10,80 mit gewissem frivolen Vergnügen.

Die Leiche schrieb am 30.5. 2011 um 23:32:24 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömbergs Fahrten mit dem Campingbus verliefen auf eine sehr eigentümliche Art und Weise. Schömberg mied die großen Städte und großen Strassen, suchte sich dünnbesiedelte, menschenleere Gegenden, in denen sich Fuchs und Has' gute Nacht sagen, es nichts zu sehen oder zu erleben gibt. Hier tuckerte Schömberg gemächlich die kleinen Strassen entlang. Fast stündlich legte Schömberg eine Rast ein - fuhr irgendwo rechts ran - mit dem Campingbus ist man da sehr flexibel. Schlimmstenfalls bleibt man eben im Bus. Schömberg bereitete sich eine Tasse löslichen Kaffee, rauchte eine Zigarette, hatte Karte und Navigationsgerät vor sich liegen, plante die nächste Etappe. In schönen Landschaften ging Schömberg dann auch gerne ein Stück spazieren - nur in shorts und Sandalen, mit nacktem Oberkörper - »Luftbad« nach Pfarrer Kneipp. Wenn er dann zum Bus zurückkam, zog es ihn unwiderstehlich unter die Decke, wo sich alsbald eine wohlige Wärme auszubreiten pflegte, die Schömberg jede Lust am Aufstehen nahm. Manchmal blieb er dann den halben Tag liegen - schlief, döste, blätterte in einem Buch herum. So kam Schömberg nicht auf beachtliche Kilometer, legte normalerweise nicht mehr als 200-300 km am Tag zurück. Schließlich mußte man meistens auch etwas zum Essen einkaufen, und last not least einen Platz für die Nacht suchen.

Die Leiche schrieb am 31.5. 2011 um 10:20:30 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Lars Schömberg sagte »Genug für heute, oder ?«. Schömberg nickte, und schaltete das Camprogramm aus. Schömberg wollte sich eine Zigarette drehen, aber seine Hände zitterten doch stark. Sein Sohn grinste, und reichte seinem Vater die eigene Kippe, drehte sich eine Neu. »DankeLars Schömberg grinste über beide Ohren. »Ey Dad ! Das war irre ! Fast 200 Euro ! Und dabei haben wir garnichts gemachtEr schlug seinem Vater kumpelhaft mit der flachen Hand auf den Oberschenkel - beide waren nackt. »Dad & Son vor der Cam« wäre ein Erfolgsrezept, sprudelte Lars Schömberg begeistert. Für 200 Euro »zusammen zu camen« brauche er manchmal 2 Wochen ! Und selbstverständlich bekäme »Dad« die Hälfte ab. Schömbergs durchaus gemischte Gefühle entluden sich in Grinsen und Lachen. »Meinst Du, der Mykonos-Grill hat noch aufEs war kurz nach halb elf. »Probieren wir'sUnd so zogen sich Vater und Sohn wieder an und traten in eine kühle Frühsommernacht hinaus. Der Mykonos-Grill war gerade noch offen - »Glück gehabtsagte die hüpsche Griechin, Schömbergs Lieblingsbedienung. Es gab zwar nur noch Gyros, aber das war für Schömberg und seinen Sohn Lars »voll ok«.

Die Leiche schrieb am 31.5. 2011 um 09:39:50 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg lebte also nun mit seinem Sohn Lars in der kleinen Zweiraumwohnung zusammen. Schömberg bewohnte das größere Zimmer, Lars das kleinere, das ehedem Schömbergs Schlafzimmer gewesen war. Schömberg fühlte sich an seine Studentenzeit erinnert, die WG in Regensburg, wohin ihn die ZVS verschlagen hatte. Frühmorgens fuhr Lars Schömberg mit dem Zug in die benachbarte Kreisstadt zum Gymnasium, am Spätnachmittag kam er nachhause, manchmal auch erst mit dem letzten Zug, manchmal garnicht, auch für mehrere Tage. Schömberg fragte nie, wo er war, wann er wiederkommen würde - es sei denn, wenn sie sich verabredten, etwa zum gemeinsamen Kochen oder einem Besuch im »Mykonos-Grill«. Diese unaufgeregte Gleichgültigkeit erregte in Schömbergs Sohn Lars weitaus größere Sympathien für seinen Vater, als Schömberg vermutet hätte. Er konnte gehen, wohin er wollte, und wenn er wiederkam, fühlte er sich herzlich willkommen. Daß Vater und Sohn Schömberg gerade ihre ersten Vorstrafen abgefasst hatten - Schömberg wegen Insidergeschäften, sein Sohn als Schulhofdealer - trug ebenso zur familiären Solidarität bei, wie ihrer beider Affinität zum rumschwulen; gleichwohl war diese bei Schömberg ausgeprägter, als bei seinem Sohn, der öfters seine Freundin Jasmin mitbrachte. Schömberg zog sich dann regelmässig am frühen Abend mit seinem Campingbus aus der 65-qm-Wohnung zurück.

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