Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 154 positiv bewertete (68,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.5. 2011 um 17:59:13 Uhr schrieb
Yadgar über Schömberg
Der neuste Text am 18.6. 2012 um 12:40:43 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 64)

am 13.6. 2011 um 19:10:40 Uhr schrieb
ruecker42 über Schömberg

am 2.6. 2011 um 08:41:33 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

am 29.5. 2011 um 22:43:39 Uhr schrieb
Die Leiche über Schömberg

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schömberg«

Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 19:39:57 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Berresheim holte ihn ab - und Schömberg bekam schon wieder einen Schlag in die Kniekehlen, als er Berresheims Dienstwagen sah. Es hätte sein eigener sein können, den er vor einem guten Jahr hatte abgeben müssen - ein dunkelblauer 5-er BMW mit 6-Zylinder-Maschine. Schließlich muß man ja beim Kunden »das Haus« auch insofern repräsentieren. Berresheim stieg zur Begrüssung aus. Er sah angestrengt aus, erklärte wortreich auf der Fahrt zum Mykonos-Grill, wie anstrengend seine Verhandlung gewesen wäre - es ging um zusätzliche Sicherheiten, die der Kunde »fürs Haus« herausrücken sollte. »Du kennst das jaSchömberg kannte es, und doch kam es ihm vor, als redete Berresheim von einer anderen Welt, einem anderen Kontinent.

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 21:44:24 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömbergs erster joint nach über 25 Jahren Drogenabstinenz (wenn man von Alkohol, Koffein, Niktotin sowie einer ständig länger werdenden Liste von apothekenpflichtigen Arzneimitteln absieht) war eine Katastrophe geworden. Die Widrigkeiten der Herstellung, des Zusammenbringens mehrerer Zigarettenpapierchen und eines Pappfilters waren noch das Geringste. Übel war vielmehr, daß sich Schömberg gewaltig in der Menge vertan hatte. Er ging nämlich von denjenigen Mengen aus, die vor einem Vierteljahrhundert im Fahrradkeller des Schillergymnasiums in Euskirchen verwandt wurden. Daß die Gentechnik mit ihrem ungeheuren Potential an Effizienzsteigerung zuallererst die Drogenbranche erobert hatte, war Schömberg völlig unklar. Nach den ersten Zügen, zu denen Schömberg behaglich eine Tasse Kaffee mit viel Milch schlürfte, erging sich Schömberg noch in wehmütigen Reminiszenzen an seine Pennälerzeit - doch nach einer Viertelstunde brach ihm der kalte Schweiss aus. Panik jagdte durch sein Hirn, sein Kreislauf fuhr mit Lichtgeschwindigkeit Achterbahn. Obwohl sich Schömberg an den Wänden festhielt, schlug er noch im Flur hin - zum Bett oder Sofa kam er ebensowenig wie zur Toilette, so daß Schömberg in bzw. neben seinem eigenen Erbrochenen zu liegen kam. Gerne hätte er den Notarzt gerufen - doch selbst zum Telefon konnte er sich nicht mehr schleppen. Sein Überleben, so war sich Schömberg sicher, war reine Glückssache gewesen.

ruecker42 schrieb am 7.6. 2011 um 02:09:44 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Die Gassen rochen nach Staub und die Hitze lungerte träge zwischen den Häusern, Peters hatte Assoziationen eines Miasmas, das aus den Wänden quoll um die Menschen, die geduckt ihrer Wege schlichen, heimtückisch und endgültig niederzustrecken. (Für einen Moment wähnte er sich mit dieser Vorstellung in seinem Büro im 16. Stock. Die klare Erkenntnis, daß das Verlassen des Turmes unweigerlich zum Tode führen würde, zeigt ihm auf, daß er den Tod auch haben könne, wenn er einfach in seinem Büro verharrte, nur die Ursache wäre eine andere, verhungert oder verdurstet. Wo wäre letztendlich der Unterschied? Sollte er daher nicht einfach ins Freie gehen?)
Als er in Ufernähe kam, wurde es etwas kühler. Schließlich erreichte er die Promenade und ließ sich auf einer Bank nieder. Die Lichter vom anderen Ufer brachen sich in Reflexionen auf den Wellen des Maines, ein Anblick, der ungemein beruhigend auf Peters wirkte. Nach etlichen Minuten weckte ein anschwellendes Dröhnen sein Interesse. Er wandte den Kopf in die Richtung, aus der das Dröhnen kam und konnte schließlich im Dämmerlicht in einiger Entfernung eine Gestalt ausmachen, die zwischen drei schwarzen Würfeln stand und wohl eine Gitarre umhängen hatte, sich aber nicht bewegte. Neugierig ging Peters auf diese Erscheinung zu und dabei fielen ihm andere Menschen auf, die auf der Wiese saßen und dem oszillierenden dumpfen Gedröhn regungslos lauschten. Als er nahe genug herangekommen war, erkannte er tatsächlich eine Gitarristin, die völlig versunken auf eine Batterie von kleinen Kästchen und Pedalen starrte, die sich zu ihren Füßen ausbreitete und die untereinander mit einem Gewirr von Kabeln verbunden waren. Die schwarzen Würfel waren Verstärker, aus denen das Geräusch erklang. Nur minimale Bewegungen führte die Musikerin aus und Peters bemerkte, daß nach jeder Bewegung ein neuer Klang langsam zwischen den anderen Klängen vernehmbar wurde, sich dazwischen schob, während andere Töne dahinter verschwanden, sich auflösten. Peters ging langsam zurück zu der Bank, von der er gekommen war. Im Westen verglühte der letzte Fetzen Abendrot.
Dabei fiel ihm eine Bemerkung Furgesons vom Morgen ein: »Infrarot, Peters, wenn so ein Auditor das Patchkabel ziehen und dann einen roten Punkt sehen würde, dann hätten wir nicht viel gekonnt. Machen sie sich darum keine Gedanken

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 15:33:16 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg war nach dem Besäufnis mit seinem Sohn ein beträchtlicher Kater beschieden. Unsicher tappte er durch seine Wohnung, und kämpfte eine Zeitlang mit dem Gefühl, sich erbrechen zu müssen. Vor allem, wenn er sich bückte, um leere Bierflaschen in den Kasten zu tun, würgte es ihn heftig. Den Bierkasten trug er in die Küche - wo noch das Stück Haschisch lag, daß sein Sohn ihm geschenkt hatte. Er wog es in der Hand - wieviel Gramm mochten es sein ? Schömberg hatte kein Gefühl für soetwas. Seine letzten Erfahrungen mit »dem Zeug« lagen über 20 Jahre zurück. Während er die Kaffeemaschine in Gang brachte, kam ihm ein Kinofilm in Erinnerung - »Nach 5 im Urwald«. Ein seriöser Familienvater raucht in diesem Film zum ersten Mal seit seiner Schulzeit Haschisch - zum Entsetzen seiner Frau. Schömberg mußte an seine Exfrau denken. Er stellte sich ihr Gesicht vor, wie er das Haschisch unter ihre Nase rieb, und vor ihren Augen einen joint bauen würde. Und tatsächlich, als die Kaffeemaschine in ihre hysterische Phase eintrat, saß Schömberg an dem kleinen Küchentisch, und fing an, zu »bauen«.

Die Leiche schrieb am 4.6. 2011 um 09:05:31 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 2 Punkt(e)

Schömberg war hochbefriedigt, als sein Sohn Lars mit einem alten VW-Polo ankam. 2 Riesen hatte er gekostet. Lars Schömberg hatte mit Geld umzugehen gelernt, einige Rücklagen noch aus seiner Zeit als Schulhofdealer besessen, und verdiente sich als camboy locker noch ein paar hunderter jeden Monat dazu. Da er Mietfrei bei seinem Vater lebte, sich nur gelegentlich an Lebensmittel- und Biereinkäufen beteiligte, war der PKW durchaus für ihn zu finanzieren. Schömberg war angetan von der geringen Eitelkeit, die sein Sohn Lars in dieser Hinsicht an den Tag legte. Während seine Altersgenossen großen Aufwand betrieben, viel Geld für tuning ausgaben, war Lars Schömberg ungeheuer bescheiden in dieser Hinsicht. »Vor den Idioten brauch ich mir nix zu beweisenversetzte er cool. Seine Aura des vorbestraften Schulhofdealers, seine hüpsche Freundin Jasmin mit den entzückensten Sektschalenbrüsten des ganzen Schulhofes, und nicht zuletzt das unkonventionelle Zusammenleben mit seinem schwulen Vater genügten, um ihm einen prominenten Platz auf dem Schulhof und in der Disco zu erhalten. Schömberg erfuhr wieder diesen kleinen Stich: er galt also auch auf dem Schulhof seines Sohnes Lars als schwul, mußte sich damit abfinden, die soziale Rolle eines Schwulen einzunehmen, nachdem er zuvor die soziale Rolle eines höheren Bankangestellten mit Einfamilienhaus und Dienstwagen innegehabt hatte. Etwas in ihm wehrte sich dagegen, und seine Begehrlichkeiten gegenüber den Sektschalenbrüsten der hüpschen Freundin seines Sohnes Lars nahmen in diesem Augenblick ganz gewaltig zu. Hatte das junge Ding nicht mit ihm sehr heftig geflirtet, ihm auf den Kopf zugesagt, er »könne sie haben« ? Schömberg erinnterte sich aber auch an den deutlichen Unwillen, den sein Sohn Lars dem Interesse seiner Freundin Jasmin an seinem schwulen Vater entgegenbrachte.

Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 21:26:50 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Zum Arzt mußte Schömberg nur noch alle 6 Wochen. Zunächst zur Blutentnahme, und dann ein paar Tage später zur Besprechung des Ergebnisses. Schömberg sah diesen Praxisbesuchen inzwischen mit einer fatalistischen Gelassenheit entgegen. Das einzige, vor dem er sich wirklich noch fürchtete, war die Offenbarung, daß er wieder einmal zum »Einstellen« in die Klink müsste. Manchmal ging es gut, und Schömberg war nach ein paar Tagen wieder zuhause - doch es konnten auch Wochen sein, die Schömberg in einem Mehrbettzimmer und dieser ekelhaften Kanüle im Handgelenk verbringen mußte, während sie an ihm mit ihren Wirkstoffen herumexperimentierten.

Die Leiche schrieb am 17.5. 2011 um 10:37:01 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömbergs Verhältnis zu seinem Sohn Lars war durch dessen Strafverfahren wegen Haschisch-dealens merkwürdigerweise zu einer neuen Blüte gekommen. Schömberg hatte Lars einen guten Anwalt besorgt - der Anwalt beruhigte: »sitzen« müsse Lars Schömberg keinesfalls. Völlig sanktionslos würde es allerdings auch nicht abgehen. Vater und Sohn telefonierten nunmehr öfters miteinander, und Lars besuchte seinen Vater immer wieder. Er kam mit der Regionalbahn, und brachte vom Mykonos-Grill einen Gyros-Teller für beide mit - »komplett«, mit Krautsalat und Zaziki. Schömberg gestand seinem Sohn dann sogar beim Dosenbier, daß er selbst in seiner Jugend mal ab und zu an einem joint gezogen hätte.

Die Leiche schrieb am 4.5. 2011 um 19:56:42 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

»Eigentlich ist das doch nur n besserer Imbißerkannte Berresheim sofort, als er im Mykonos-Grill Platz genommen hatte. Er beeilte sich jedoch sofort, festzustellen, daß es in solchen »ganz einfachen Buden« oftmals das beste Essen gäbe. Schömberg wurde sich bei dieser Gelegenheit der Fettflecken auf seinem sweatshirt bewußt, und nahm sich vor, anderntags zu waschen. Berresheim bestellte Lammkotletts. Er hatte nur 2 Sekunden gebraucht, um das teuerste Gericht auf der Karte zu identifzieren - 7,80 Euro. »Du bist selbstverständlich eingeladengrinste Berresheim. Schömberg grinste zurück, und bestellte eine Literflasche Dornfelder. Berresheim blieb beim Cola - er mußte ja noch fahren.

Die Leiche schrieb am 26.5. 2011 um 08:43:54 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schömberg hatte sein von den Behörden wieder freigegebenes Vermögen von seiner alten Bank wegtransferieren müssen. Ein von Reimann unterzeichnetes Schreiben stellte unmißverständlich klar, daß man Wert darauf lege, keinerlei Geschäftsbeziehung mehr mit ihm zu unterhalten. So hatte Schömberg in einen jener kleinen Besprechungszimmer gesessen, in denen vermögende Privatkunden bei der Kontoeröffnung und Depotübertragung empfangen werden. Immerhin waren es noch knapp 100.000 Euro, die Schömberg zur Verfügung hatte. In kurzen Hosen und Trägershirt hatte der braungebrannte Schömberg jenem jungen Herrn in Anzug und Kravatte, jener jungen Dame in Kostüm und Bluse gegenübergessen, die früher einmal die Repräsentanten seiner Welt gewesen waren. Mit unpassender Genugtuung registrierte er die Befremdung, die sein Erscheinungsbild bei seinen Gesprächspartnern auslöste - widersprach sie doch diametral seiner professionellen Gewandheit, mit der er über Konditionen und die Techniken des Giroverkehrs sprach. Er war eben trotz allem immer noch »ein Mann vom Fach«.

Die Leiche schrieb am 11.5. 2011 um 09:35:04 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 3 Punkt(e)

Anfangs war Schömberg, wie er es gewohnt war, im blauen Anzug, sorgsam gebügeltem Hemd und akurater Kravatte aus der Wohnung gegangen - so wie er es über all die Jahre bei der Bank gewohnt gewesen war. Doch dann kam er sich eines Tages vor dem Kühlregal bei »netto« derart unpassend angezogen vor, daß er seine Bekleidung seinem veränderten Sozialstatus anzupassen beschloß. Immerhin lebte es sich in jeans und Schlabberpulli deutlich entspannter, fand er. Und auch die junge, schon füllige Frau an der Kasse bei »netto« sah ihn nunmehr wesentlich freundlicher an.

Die Leiche schrieb am 12.5. 2011 um 08:25:59 Uhr zu

Schömberg

Bewertung: 4 Punkt(e)

Vor ihm lag ein Buch von Friedrich-August von Hayek. Ein Begründer der neoliberalen Schule der Volkswirtschaft. Schömberg hatte es vor Jahren mal in einem Antiquariat entdeckt, gekauft und ins Regal gestellt. Als er noch bei der Bank war, kam er ja kaum zu anspruchsvoller Lektüre. Schließlich gab es da noch die Familie, das Haus, den Garten. Doch jetzt, ganz alleine in seiner 65-qm-Wohnung, dauernd arbeitsunfähig und auf seine Rente wartend, hatte er es sich wieder vorgenommen. Zeit hatte er ja genug, und der Schreibtisch am Fenster war ein schöner Platz zum lesen. Schömberg hatte immer im Sitzen, am Tisch gelesen - nur sehr wenig im Bett oder auf dem Sofa. Nun las er einige Seiten, legte das Buch auf den Tisch und sah auf den Aldi-Parkplatz vor seinem Fenster. Am Imbißstand hielten schon die ersten Männer Bierflaschen in der Hand, obschon es noch nicht Mittag war. Und Schömberg konnte sich schon nach wenigen Augenblicken nicht mehr daran erinnern, was der Inhalt der fünf, sechs Seiten gewesen war, die er gerade gelesen hatte. Er stützte den Kopf in beide Hände, und seufzte schwer. Er hätte gerne geweint - wenn er noch gewußt hätte, wie soetwas geht.

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Realitätsbezug
Erstellt am 30.8. 2002 um 21:40:18 Uhr von Willard, enthält 16 Texte

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