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schmidt schrieb am 13.3. 2014 um 19:11:16 Uhr über

Kostbares

Karstadt, nach dem dritten Stadtanlauf, nun endlich gefunden, hat meinen Kühlschrank der meinem 50x60x110cm Kühlschrank mit zwei separaten Gefriefächern von Privileg (Qelle), exakt ähnelt und von Gorenje ist. Ich war schneller als Google indem ich in die Geschäfte zum Nachschauen lief und fuhr. Gefunden. Nur, nun läufft mein defekter Kühlschrank seit drei Tagen wieder. Ist er nun kaputt oder nicht. Ich muß mich von Inge lösen. Sie hat damals ja formuliert, sie würde sich über einen Neuanfang von mir mit einer anderen Faru an meiner Seite sehr freuen. Ich habe das niemals so richtig zur Kenntnis genommen. Ich fühle mich unzumutbar. Obwohl ich echt nett sein kann. Ich will nicht schizophren sein. Aber vieles in mir ist es wohl. Ich habe mich damit nicht abgefunden. Ich will ein normaler Mensch sein mit kleinen Macken die normal sind. All diese Phantasien, im Grunde finde ich keine wahrhaft Schlimme darunter, eine die befiehlt etwas Böses zu tun, immer wieder, eindringlich. Ich hab sowas und ich höre nicht drauf, ich hab sogar Angst das romanhaft zu verarbeiten weil ich weiß, ich kann etwas sehr überzeugend darstellen und am Ende geht mir ein Idiot tatsächlich an den Kragen. In Wirklichkeit ist Schmidt ein, schauen Sie doch auf die zahlreichen Gutachten die über mich verfertigt wurden, ich hab trotz Vorlage einfach nicht in sie hineingelesen, es juckt mich nicht was diese Leute über mich denken, sie können ja mit mir reden und ich habe nur gespürt, einige meiner Antworten haben ihnen gar nicht in den Kram gepasst. Vielleicht führe ich mir die mal zu irgendeinem meiner späteren Geburtstage zu Gemüte, im geselligen Kreis oder zu zweit, wer weiss, jedenfalls, so einen halbjährigen systemmatischen Muskelaufbau mit Ringkämpfchen im Turnanzug, das könnte uns Beide schon näher bringen, bisher hat mein Betreuer auch keine Anstalten gemacht wenn ich mal für ein halbes Jahr in eine entfernte Großstadt abgehauen bin, nur mit einem Schiebewägelchen ausgestattet, Schlafanzug, Zahnbürste, Waschlappen, paar Socken und Hemden. Mal sehen und mal fühlen wie sich das verändert im Laufe der Tage, das, was man Gefühl nennt, ob irgendeine Form der Lebensfreude dauerhafter wird dabei, ob eine Beruhigung der regen und wütenden Phantasie eintritt, ob so etwas wie ein Zuhause Gefühl entstehen kann, ich laufe, wenn ich gar nicht mehr weis wie und was, bis mir die Füße wehtun. Heute, als Nachwirkung der zwei Milligramm Lorazepam gestern in der Nacht (ich habe ganz wunderbar geschlafen und bin froh gelaunt aufgewacht); HABE ICH IN DER sTADT wIESBADEN am achteckigen Brunnen direkt vor dem Parlament gesessen, unten auf dem Sandstein der dreissig Zentimeter über dem Erdboden ist, oben, um drei Achtecke versetzt, auf dem Brunnenrandstein saßen vier 14-16-jährige Mädels, deren (obwohl sie völlig unsichtbar waren) Gluckern und Scherzen fetzenartig zu mir drang, von derart Musik umgeben schaute ich, einen halben Liter kühlen Kefir trinkend auf die Marktstraße hinauf, fast ganz im Schatten, den drittel oberen Kopf ein wenig in der Sonne,, auf kühlem Sandstein sitzend, die müdgelaufenen Beine ausgestreckt, dem Treiben zu, den vielen Gesichtern die auf mich zukamen, ihre ungeschickten Bewegungen beim Laufen mit ihren Taschen, und ich war für einen Moment ganz da und im Hier und Jetzt und genoss einfach den Moment.





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