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cura.cao schrieb am 1.1. 2013 um 13:00:45 Uhr über

MeineGeschichte

Hey,

vielleicht kann mir hier ja jemand helfen, weil ich doch ziemlich beunruhigt bin.
Ich hole ein bissl aus um auch ja nichts zu vergessen und damit man den Hintergrund versteht.
Sollte das hier doch nicht das richtige Stichwort sein, bitte ich um Vergebung.

Ich bin seit 4 Jahren Migräne Patientin und habe deswegen auch mehr als nur eine Ärzte und Klinikodyssee hinter mir.
Meine Migräne geht mit vorheriger Aura und zeitweiligem Sehverlust des rechten Auges einher und die Schmerzen sind so extrem, dass ich teilweise nur noch ein wimmernder Haufen war.
Als die Migräne vor 4 Jahren anfing habe ich praktisch sofort angefangen ein Migränetagebuch zu führen (ich hatte mit 14 mal kurzzeitig Migräne und musste das damals auch machen), um dann erschrocken festzustellen, dass ich an durschnittlich 20 von 30/31 Monatstagen Migräne habe.
Nach 3 Monaten (weil ich die Schmerzen nicht mehr aushalten konnte) bin ich dann das erste Mal zum Neurologen gegangen, habe ein MRT bekommen, mir wurden diese Dinger auf den Kopf gesetzt und meine Gehirnströme zu messen und man hat mit Ultraschall untersucht ob die Durchblutung zu meinem Gehirn tadellos funktioniert um alles andere ausschliessen zu können.
Der Neurologe hat mir dann das erste Migräne vorbeugende Medikament (Flunarizin) und Sumatriptan (akutes Migränemittel) verschrieben.

In den nächsten 1 1/2 Jahren habe ich fast alle Migräne vorbeugenden Medikamente bekommen: Flunarizin, Propranolol/Metoprolol (Betablocker) und Topiramat/Valproinsäure (Antiepileptika) nur Antidepressiva wollte ich nicht nehmen. Solche vorbeugenden Medikamente muss man mindestens 3 Wochen durchgängig nehmen um herauszufinden ob sie etwas bewirken, bei mir war das bei ALLEN nur minimal der Fall, die Nebenwirkungen waren dafür umso heftiger bei den Betablockern kam ich mir sogar wie ein anderer Mensch vor, von energiegeladen zu couchpotatoe sozusagen, da alle Mittel nicht wirklich etwas gebracht haben und die Nebenwirkungen überwiegt haben wurde dann jedes Medikament ad acta gelegt.

Was die Triptane angeht bin ich bei der ersten Einnahme von Sumatriptan mit massiven Herzbeschwerden (eine der Nebenwirkungen) im Krankenhaus gelandet.
Zu der Zeit war ich einfach nur noch verzweifelt, weil mein Leben praktisch nur noch aus Schmerzen bestand.
Vom Krankenhaus ging es dann weiter in eine Kurklinik die auch auf Migränepatienten spezialisiert ist. Dort hat man dann unter ärztlicher Aufsicht die restlichen 6 Triptane ausprobiert (eigentlich ein Unding wie ich heute weiss).
Am Ende des Aufenthalts wurde mir dann gesagt, dass man mir nicht helfen kann und mein letzter Weg nur noch der der Schmerbekämpfung ist. So wurde ich dann Schmerzpatientin und habe Tilidin verschrieben bekommen (damals wusste ich leider noch nichts über Opiate, sonst wäre ich diesen Weg nicht gegangen).

6 Monate lang war alles einigermaßen in Ordnung, ich konnte wieder weiter studieren, weil ich die Schmerzen mit Tilidin im Griff hatte. Nach 6 Monaten bin ich das erste Mal aufgewacht und mein erster Gedanke war: Tilidin.
Da war es mir noch egal, weil ich viel zu froh war wieder normal leben zu können. 2 Monate später hatte ich dann richtige Entzugserscheinungen und ich habe mir ernsthaft darüber Gedanken gemacht wie ich mein Leben weiterleben will. Mein Leben lang abhängig von einer Substanz zu sein um normal leben zu können? Das wollte ich nicht, also habe ich das Tilidin abgesetzt und weggeschmissen. Die nächsten Wochen waren der Horror, weil zusätzlich zum Entzug auch noch die Migräneschmerzen wieder voll da waren.

Nachdem das einigermaßen überstanden war und mein Vertrauen in Medikamente (das eh nie recht gross war) vollkommen zerstört war habe ich mein Leben komplett umgekrempelt, habe wieder mit regelmäßigem Sport angefangen, achte mehr denn je auf meine Ernährung, halte einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein, vermeide Stress und Aufregung wo es geht, meditiere und beherzige einen Tipp den mir ein Freund gegeben hat: rauch dir doch einen, wenn die Schmerzen zu groß sind.

So hat sich die durschnittliche Anzahl an Tagen die ich im Monat Migräne habe innerhalb eines Jahres von 20 auf 8 bis 10 gesenkt, damit kann ich prima leben, auch wenn es nicht optimal ist ist es doch eine enorme Verbesserung und wenn ich die Schmerzen nicht mehr ertragen kann und wegen den Schmerzen nicht schlafen kann rauch ich einen, das bringt mich auf ungefähr 10 Joints pro Monat.

Nun zu meinem eigentlichen Problem: Seit ungefähr 2 Monaten wache ich sehr häufig auf und bin total panisch und zitter am ganzen Leib, kann mich aber nie daran erinnern was ich geträumt habe. Laut meinem Freund sitze ich auch oft mitten in der Nacht kerzengerade im Bett und schreie, woran ich mich aber nie erinnern kann und ich bin dann wohl auch nicht ansprechbar und das Ganze häuft sich immer mehr.
Ich weiss woran das liegen könnte: Ich habe meine komplette Kindheit bis zum 7ten Lebensjahr verdrängt und meine Mutter hat mir gesagt, dass ich damals auch in psychologischer Behandlung war, weil ich komische Bilder von meinem Erzeuger gezeichnet habe und der Verdacht des sexuellen Missbrauchs im Raum stand, allerdings konnten die Psychologen den Verdacht niemals bestätigen, aber auch nicht verneinen. Aus diesem Grund habe ich auch niemals Lsd o.ä. ausprobiert, weil ich immer zuviel Respekt vor meinem Unterbewusstsein hatte.
Mir war schon immer klar, dass mein Unterbewusstsein das irgendwann nach oben schicken könnte, sollte da was dran sein.

MeineFrage: Kann das Gras daran schuld sein, dass das auf einmal jetzt hochkommt? Oder kann es sein, dass die Zeit einfach reif dafür ist?



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