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Petra schrieb am 26.1. 2009 um 23:38:47 Uhr über

MeineGeschichte

tja meine geschichte ist wie folgt:
am 5.1.05 wurde unsere kleine tochter geboren. gott lob ist sie kerngesund und unser sonnenschein. da war ich 36.
unsere tochter war garnicht geplant. als ich schwanger war viel ich zuerst aus allen wolken. aber dann haben .wir uns tierisch auf die kleine maus gefreut. wir haben auch den grossen ultraschall machen lassen und ich bin ohne irgendeine angst zu diesem termin gegangen. habe mich auch garnicht gross mit irgendwelchsen fehlbildungen beschäftigt und war der meinung, dass mir sowas nicht passiert. zum glück war auch alles ok. der ultraschall war toll man konnte alles total gut sehen die bewegungen des kindes sogar das gesicht war zu erkennen.
als unsere tochter geboren war wollte ich unbedingt schnellst möglich (aufgrund meines alters und weil wir nicht möchten dass unsere kleine ohne geschwisterchen aufwächst) ein zweites kind.
jetzt nahm das unglück seinen lauf.
ich wurde mitte 2005 dann auch schwanger... fehlgeburt und ausschabung in der 6. woche..... die frauenärztin ermutigte mich und sagte dass das halt relativ häufig vorkomme.wir waren natürlich traurig aber hatten die hoffnung auf eine weitere schwangerschaft
dann 2006 ich wurde wieder schwanger.... fehlgeburt und ausschabung in der 8. woche.....puhh schon wieder? die frauenärztin riet mir meine blutgerinnung mal testen zu lassen... war alles ok.
dann 2007 wieder schwanger. festgestellt wurde die ss in der 7 woche, alles lief super, die frauenärztin machte mir mut, das kleine bewegt sich wächst im normbereich. schonen sollte ich mich trotzdem. und ich bekam untrogest ein medikament das auch häufig bei küntlicher befruchtung hilft die frucht zu halten. da ich ja mittlerweile schon38 war riet die frauenärztin mir zur nackenfaltenmessung. ich liess mir einen termin bei der gleichen ärztin machen bei der ich auch schon in meiner ersten ss war. wir freuten uns schon auf die schönen bilder unseres kindes. zu diesem zeitpunkt war ich in der 13. woche.
dann die niederschmetternde aussage der ärztin. ich muss sie enttäuschen es ist auf den ersten blick sichtbar, dass ihr kind eine sehr stark vergrößerte nackenfalte hat. ausserdem ist kein nasebein vorhanden. die ärztin erklärte uns alles ganz genau. sie sagte uns dass es möglich sei bei ihr sofort eine coriozotten biopsie zu machen. wir willigten ein. mein mann musste dann nach hause, weil unser babysitter nicht so lange zeit hatte. wir hatten ausserdem keinem von meiner schwangerschaft erzählt, da ich halt schon zwei fehlgeburten hatte und mir dieses mitleid total auf den zeiger ging. jetzt lag ich da alleine und liess mir eine lange nadel in den bauch stechen. ich mußte heulen. keiner war da der mich hätte trösten können. ich hatte mit meinem mann besproche, dass er mich wenn unsere kurze ihren mittagschlaf gehalten hat aus münster wieder abholen soll. jetzt musste ich mir noch zwei stunden die zeit vertreiben. ich habe mir was zum anziehen gekauft.....wie bescheuert.....klamotten.....ich stand total neben mir.
Tja dann 3 tage auf den schnelltest warten.internetrecherche ohne ende was machen bei welcher diagnose. triesomie 21, ok damit hätte man noch leben können aber 13 und 18 was machen wir bei 13 und 18????
im internet haben wir fast nur infos von frauen mit der diagnose 13 und 18 erhalten die ihre kinder ausgetragen haben. ich habe sofort gesagt nein das kann ich nicht. ein kind austragen das in den nächsten wochen nach der geburt sterben muss. oder die schwangerschaft wahrscheinlich nichtmal übersteht.

meine frauenärztin bestellte mich am dritten tag zu sich. und dann der hammer ihr kind hat triesomie 18. punkt.......
ich war wie gelähmt, das schlimmste war eingetreten.
was jetzt. was soll ich machen? meinewar total lieb und hat mich gut beraten.
ich wollte alles so schnell wie möglich hinter mich bringen. wir haben dann sofort einen termin in der unik.münster gemacht mit beratungsgespäch.
auch da musste ich alleine hin. weil wir keine möglichkeit hatten jemanden für unsere kurze zu bekommen. ich wollte auf keinen fall dass jemand davon erfährt.
es war das schlimmste was ich bisher erlebt habe.
alleine zwischen den ganzen schwangeren. nochmal ein ultraschall. das baby bewegte sich und lebte und ich sollte jetzt das todesurteil für diesen kleinen wurm fällen. ich war mittlerweile ja schon in der 14 ssw und das ist schon anders als in der 6 oder 8 woche eine fehlgeburt zu erleiden.
Da ich ja bereits in der 14 woche war sagt der arzt dass wehen provoziert werden sollen um das baby auf natülichem weg zu bekommen.
....das wollte ich nicht. gott sei dank war es dann so, dass alles noch per ausschabung gemacht werden konnte da das würmchen für die 14 woche halt sehr klein war. gott sei dank blieb mir das erspart. die ärzt konnten es garnicht nachvollziehen, dass ich lieber alles auf operativem weg hinter mich bringen wollte.
den tag der op habe ich dann wie in trance hintermich gebracht.
und jetzt.... ich trauer um unser kind... alles ist so endgültig. mein mann will keinen neuen versuch und hat sich schon einen termin zur vasektomie geholt.anfang august.. dann ist der traum vom zweiten kind ausgeträumt. habe eine totale leere in mir und bin auch 8 wochen danach immer noch total traurig und von selbstzweifeln gequält.durfte ich das? ich habe mein eigenes kind getötet, wer gibt mir das recht. versuche mir aber nichts anmerken zu lassen und stürze mich in meine arbeit.

das war meine geschichte.
liebe grüße


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