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Hanni schrieb am 8.5. 2009 um 14:42:39 Uhr über

MeineGeschichte

Hallo, mein Name ist Hanni und ich möchte euch nun meine Geschichte erzählen:

Tja, wann fing es an??? – Keine Ahnung, ich hatte schon immer Übergewicht! Allerdings kann ich mich erinnern, im Kindergarten noch einigermaßennormalgewesen zu sein. In der Volksschule war ich dann schon ein richtiges Pummelchen, schon zu dick, aber trotzdem noch halbwegs akzeptabel. Manche sagten, es wäre nurBabyspeck“, der würde ganz sicher in der Pubertät vergehen!
Hm, nun ja, die Pubertät kam und mit ihr noch mehr Kilossoweit zum Babyspeck!

Diät??? Ja natürlich ..... Weight Watchers, FDH, Krautsuppe, Forsana, Xenical, Trennkost und ich war sogar mit 16 auf Kur zum Abnehmen (hat auch funktioniert, aber kaum war ich wieder zu Hause, änderte sich wieder mein Essverhalten). Ich habe fast alles ausprobiert mit mehr oder weniger gutem Erfolg! Aber sämtliche Erfolge waren nur von kurzer Dauer! Ich muss auch dazu sagen, dass ich keine sehr schöne Kindheit hatte, meine Adoptiveltern waren nicht sehr nett zu mir, ich wurde kaum beachtet – und wenn doch, dann nur um zu hören, wiefettich nicht sei.

Es war also ein ständiger Kampf, totale Kasteiung, einmal hatte ich 18 kg abgenommen, stolz wie Oskar und dann fragte mich ein Nachbar: „Hattest du nicht vor, eine Diät zu machen?“ Das war dann wieder der Anfang vom Ende und ich nahm wieder zu!

Ja und dann gibts glaube ich bei jedemDickenein Schlüsselerlebnis. Meines war in Wien im Prater, ich war etwa 17, und fuhr mit so einem Gerät in dem Vergnügungspark. Das Gitter zum Sichern ging über meinem dicken Bauch nicht zu und ich musste es über mich ergehen lassen, von allen ausgelacht zu werden. Ich sehe es heute noch vor mir, wie ich mich schämte. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Und beschloss, DAS Wundermittel zu finden und endlich abzunehmen. Leider musste ich feststellen, dass es das nicht gab.

Ungefähr 3 Jahre später erzählte mir eine ebenfalls übergewichtige Freundin von einer Operation zum Abnehmen. Ich hatte noch nie davon gehört, dass man Übergewicht operativ behandeln kann, das war für mich wie ein Stern, den man vom Himmel holen konnte. Also ließ ich mir sofort einen Termin im Krankenhaus Hallein geben und Chirurg Dr. Hell erklärte mir alles. Klasse... DAS brauche ich! Alleine teilt mein Magen mir ja nicht mehr mit, wann ich satt bin... mit der Gastroplastik wird er das MÜSSEN!

Ich bekam also diese Gastroplastik, es war zwar nicht angenehm, damals wurde das noch mit Bauchschnitt gemacht, aber ich war überglücklich, endlich abzunehmen. Es ging mir danach auch wirklich sehr gut und die Kilos gingen so schnell weg, dass ich mit demmich im Spiegel bewunderngar nicht mehr nachkam. ;-) Nach ca. 1,5 Jahren hatte ich 40 kg abgenommen und fühlte mich so sohl wie noch nie in meinem Leben. Ich war überglücklich und unsagbar dankbar.

Leider war es dann so, dass ich plötzlich von einem Tag auf den anderen wieder total viel essen konnte. Ich ließ das untersuchen und man sagte mir, dass die Klammernaht im Magen aufgegangen sei und ich deshalb keine Wirkung mehr durch den Ring hatte. Oje, ich war am Boden zerstört, aber ich dachte mir, ich passe jetzt einfach auf, dass ich nicht wieder zunehme, so schwer kann das ja nicht sein. Tja, die ersten 15 kg hatte ich ziemlich schnell drauf und dann bremste ich mich ein und irgendwie schaffte ich es, dass ich diese 8085 kg 4 Jahre lang hielt. Und dann hörte ich zu Rauchen auf und in null Komma nix war wieder alles drauf. Das war vor 2 Jahren. Ich habe gar nicht an die Möglichkeit einer weiteren OP gedacht, weil ich dem nicht so ganz vertraute, die Gastroplastik wurde ja auch unwirksam. Ich war verzweifelt. Eine Freundin hat mir dann geraten, mich genauer mit dem Magenband zu beschäftigen, es wäre ja was anderes als die Gastroplastik. Ich las also viel im Internet darüber und freundete mich mit der Sache an, es klang wirklich gut. Ich brauchte dann noch etwa ? Jahr bis ich mir einen Termin bei Dr. Miller geben ließ und dann konnte ich es kaum mehr erwarten. Er erklärte mir die ganze Sache und schrieb mir einen Brief für die Krankenkasse, die die OP dann auch sofort bewilligte und am 12.09.2002 war es dann soweit. Nach den üblichen Voruntersuchungen wurde ich operiert. Nah der OP ging es mir eigentlich ganz gut, weil ich sowieso den ganzen Tag verschlafen habe. Ich bin nach Narkosen immer total kaputt. Aber es ging mir gut, ich hatte keine Schmerzen und am nächsten Tag konnte ich schon aufstehen und herumlaufen. Das einzig unangenehme war das Gas in meinem Körper, es drückte auf meine linke Schulter, aber ich bemerkte, dass es besser wurde, je mehr ich aufstand. Nach 3 Tagen durfte ich dann nach Hause gehen. Ich war zwar schon noch sehr schlapp, schlief viel und war froh, noch 2 Wochen Krankenstand zu haben. Aber es wurde mit jedem Tag besser. Auch das Gas floh langsam aus meinem Körper. Mit dem Essen hatte ich überhaupt keine Probleme, ich konnte alles essen. Natürlich war ich noch vorsichtig und ängstlich, aber ich bemerkte, dass ich von meinem Magenband gar nichts spürte. Also wartete ich sehnsüchtig auf das erste Blocken – ich wollte ja endlich abnehmen, ich war doch unglücklich mit mir selbst.

Nach 5 Wochen war es dann also soweit - das erste Blocken! Ich hatte mich so darauf gefreut, und war überzeugt, dass es jetzt los ging. Ich hatte im Krankenhaus 3 kg abgenommen und seither nichts mehr, was ja auch kein Wunder war, weil ich ja immer großen Hunger hatte. Nach 3 Tagen bemerkte ich dann, dass auch das erste Blocken nichts genützt hat und zwar war nicht mal ein minimaler Unterschied zu vorher festzustellen. So was doofes, ich war traurig. In Hallein, wo ich operiert wurde, bekommt man immer nur alle 3 Monaten einen Termin zum Blocken. Aber ich wollte nicht 3 Monate warten, ich wollte endlich etwas abnehmen! Also bestand ich einfach darauf früher einen Termin zu bekommen, und erklärte, dass es keinen Sinn für mich hätte, noch mal 3 Monate zu warten und ich bekam dann auch gleich einen Termin. Das zweite Blocken brachte auch nicht den gewünschten Effekt, ich bemerkte zwar schon eine kleine Besserung meines Appetites, aber bei weitem noch zu wenig, um abzunehmen. Und irgendwann war er dann da, der 3. Termin. Ich war schon so sauer, weil gar nichts weiterging. Jetzt war die OP schon 4 Monate vorbei und ich hatte immer noch bloß minus die 3 kg, die ich im Krankenhaus abgenommen hatte. Aber das sollte sich nun ändern, das 3. Blocken war ein Erfolg. Endlich spürte ich einen Widerstand, es war herrlich, endlich nahm ich ab!! Es war toll. Allerdings bemerkte ich nach einiger Zeit, dass ich so eng geblockt bin, dass ich nur noch Suppen essen konnte. Dass das nicht das Wahre ist, weiß ich, aber ich wollte mich um nichts in der Welt entblocken lassen, jetzt wollte ich erst mal einen Schwung Kilos verlieren. Eines Tages blieb mir im Durchgang etwas stecken und ich musste ins Krankenhaus, weil nichts mehr durchging, sogar Spucke musste ich erbrechen. Der Arzt nahm etwas Flüssigkeit heraus und das Ding (was auch immer das war??) flutschte durch. Ich bettelte ihn an, mir bitte wieder gleich viel Flüssigkeit reinzuspritzen. Ich wollte das einfach so. Es war so verlockend, so toll abzunehmen – endlichach dieser Warterei!! Er ließ sich dann eben von mir zuschwatzen und gab mir wieder alles hinein. Das war toll für mich. Tjaund dannnach einer Woche stand ich wieder auf der Matte, weil ich wiezuwar. So ein Mist aber auch. Ich war aber nun soweit, dass ich begriff, dass es so nicht mehr weitergehen konnte, also bekam ich wieder weniger hinein. Allerdings so wenig, wie ich auch nach dem 2. Blocken drin hatte. Na ja, ich hatte inzwischen 20 kg abgenommen und war einigermaßen zufrieden, also ließ ich mal ein wenig Zeit verstreichen, um zu sehen, ob ich nicht vielleicht auch so zurechtkam. Aber es ging einfach nicht. Ich passte total mit dem Essen auf, aß täglich ca. 1400 – 1600 Kalorien und nahm nichts ab. Dann fing ich an, zusätzlich jeden Tag 2030 Minuten Rad zu fahren. Für mich, als 100 %igen Sportmuffel war das ein enormer Fortschritt. Aber an der Waage veränderte sich trotzdem nichts. Das kann doch nicht sein! Ich machte mir also einen Termin bei der Ernährungsberaterin, die mir aber bestätigte, dass ich mich gesund, ausgewogen und kaloriearm ernährte. Auch sie verstand es nicht. Also holte ich mir wieder einen Termin zum Blocken. Der Assistenzarzt, der mich blockte, konnte aber nicht mehr hineingeben. Das Kontrastmittel flutscht in einem Satz sehr schnell durch, also ein Zeichen dafür, dass ich viel zu weit eingestellt war, aber kaum tat er 0,5 ml dazu, war ichzu“. Also wurde ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Ein neuer Versuch, es so zu schaffen. Ich konnte das nicht verstehen. Also ging zum Chef persönlich. ;-) Ich erklärte ihm, dass ich immer, wenn ich zu essen anfange, große Probleme habe. Nach 2 Bissen muss ich aufhören und das drückt dann für ca. 20 Minuten und dann geht es plötzlich und zwar so, dass ich sehr viel essen kann. Er hörte sich das an, schaute auch auf das Schluckröntgen und meinte, er könne nicht mehr hineingeben und ich muss eben aufpassen und Sport machen. Toll, das weiß ich selber, ich bin ja nicht blöd! Er war an diesem Tag auch recht „grantig“, wahrscheinlich war ich ihm nicht mehr fett genug, um sich näher mit meinem Problem zu beschäftigen. Tja, so wurde ich wieder heimgeschickt und bin seitdem immer noch auf meinen 85 kg, passe total auf, was ich esse, fahre immer noch mit dem Rad, und es passiert nichts.

Im Moment bin ich in einer totalen Stillstandphase, die nun aber schon seit 4 Monaten andauert und verstehe es einfach nicht. Na ja, vielleicht tut sich ja bald was ..................


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