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Pädagogin schrieb am 31.10. 2017 um 01:43:09 Uhr über

Strenge

Hallo liebe Jenny,

was du beschreibst, läuft auf den Begriff Struktur hinaus. Viele Menschen brauchen Struktur zu ihrer Sicherheit.

Als Pädagogin mit 41 Jahren Berufserfahrung tendiere ich zu einer deutlichen Strenge in der Erziehung (und das, was du als Klosterbericht beschreibst, ist eine solche), wobei hier zwischen den Geschlechtern differenziert werden muß.

Ich habe über 20 Jahre schwierige Jugendliche betreut und die Erfahrung gemacht, dass männliche Jugendliche eher durch ein »Einschwören« auf Rituale und Wiedergutmachung nach Dummheiten (sozusagen Sühne, wenn ich hier mal das altertümliche Wort benutzen kann) positiv verändert werden, bei Strafen aber Widerstand und Hass entwickeln.
Mädchen und junge Frauen sprechen dagegen schnell und gut auf Strafen an.

Sicher verwundert es keinen Leser, wenn ich sage, dass ich mit diesen Ansichten in den Zeiten der Kuschelpädagogik, also bis etwas 2002, oft auf Ablehnung gestoßen bin. Gottseidank ändern sich ja die Zeiten gerade wieder.

Also liebe Jenny, ich sehe in den Gefühlen, die du ei diesen Erinnerungen entwickelst etwas ganz natürliches. Die Suche nach konsequenter Struktur, die Sicherheit gibt, und gleichzeitig durch Strenge auch dir die Sicherheit gibt, diese Strukturen anzunehmen und für dich zu nutzen.

Herzlichst, K.


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