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Spiegel schrieb am 12.3. 2001 um 19:40:02 Uhr über

Mir

Der geplante Absturz der russischen Raumstation Mir könnte
auch Deutschland gefährden, räumen Experten ein. Die Gefahr
eines Trümmerregens sei allerdings nur gering.

Berlin - Der Absturz einzelner Trümmerteile der altersschwachen
Raumstation auf die Bundesrepublik sei »nicht völlig auszuschließen«,
erklärten Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
(DLR) am Freitag in Berlin. Allerdings sei dies ein "äußerst
unwahrscheinlicher Fall", sagte der deutsche Esa-Astronaut Thomas
Reiter, der selbst ein halbes Jahr in einem internationalen Team auf
der Mir gearbeitet hat.

Die Mir soll Mitte März über dem
Südpazifik gezielt zum Absturz gebracht
werden. Die Raumstation soll nach
Berechnungen von Experten beim Eintritt
in die Atmosphäre größtenteils
verglühen, nur einzelne Bruchstücke
könnten auf der Erde aufschlagen.
Misstrauen gegenüber der russischen
Raumfahrttechnik hat allerdings bereits
in Japan die Angst vor einer Katastrophe
geschürt. In Medienberichten wurden
Szenarien eines möglichen Aufschlags
von Trümmerteilen in dicht besiedelten
Gebieten entworfen.

Auch in Deutschland sind die Boulevard-Medien alarmiert: "Stürzt die
Mir auf Deutschland?», fragte die «Bild"-Zeitung am Freitag. Das Blatt
zitierte ein »brisantes Dokument« aus dem Bundesinnenministerium,
worin für den Fall eines Absturzes der Mir auf der Nordhalbkugel vor
dem Aufprall einzelner Bruchstücke in Deutschland gewarnt werde.
Betroffen seien nach dem Schreiben alle Landesteile südlich von
Hannover.


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