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Manifest des Wahnsinns
Wir Entfernten kehren dem Diesseits den Rücken
Wir Entfernten kehren nie zurück
Zumindest nicht für lange Zeit
Wir Entfernten sehen die Bedeutungslosigkeit der Dinge, oder glauben wir
nur daran? Wir leben in einem Status ewiger Endzeit, aber wir leben ewig
Manchmal hassen wir, manchmal lieben wir, doch ist alles so indifferent
Wir kennen nicht all die Unterschiede, denn wir lebten sie unlängst und
erkannten ihre Fehler Wir Entfernten stoßen Euch vor den Kopf Doch nicht
um euch weh zu tun Wir leben mit dem Unverständnis, mit der Liebe und dem
Mitleid Wir leben mit der Verdammung die Ihr uns auferlegt
Wir Entfernten spielen mit unseren Ängsten,
wir glauben an einen tieferen Einblick,
der doch nur Paranoia ist
Wir schaffen uns imaginäre Freunde und Welten
Denn wir leben im Wechsel zwischen Euch und der Imagination
Wir wissen um uns, doch wir sind unfähig zu sprechen
dennoch reden und reden und reden wir
Wir Entfernten lieben den Spott und empfangen ihn auch
Wir Entfernten sind multiple Gestalten
Doch das ist zuviel für Euch
Wir Entfernten halten uns selbst für begrenzt
Wir tragen die Schuld der Welt auf dem Rücken
Wir sind naiv
Wir wissen so vieles über die Banalitäten die Ihr für wahr haltet
Wir Entfernten halten die Revolution hoch
das macht uns bieder und konservativ, aber das zu beschreiben
läßt uns die Schädel platzen
Wir Entfernten erkennen die Größe jedes seins,
doch wir verzweifeln auch an der Unvorstellbarkeit von Gedanken
Wir Entfernten fanden deswegen den Leitspruch wieder:
die Égalité
Sie sehen nicht die Nettigkeit im bösartigen Treiben
Sie sehen nicht die Liebe für die Menschen
sie öffnen widerwillig die Augen und wissen nicht warum
Sie hassen mich und ich aktzeptiere,
weil ich sie liebe liebe
Ich verstehe nicht viel,
aber das was ich verstehe
möchte ich verwenden
wie unbeholfen es auch erscheint
Ich möchte festhalten an mir
Weil nichts anderes bleibt
Ich fühle den romantischen Pathos in meinen Worten
unausgesprochen oder nicht
Ich fühle wie ich das sage was ich denke
Und dennoch weiß ich daß ich schweige
Ich brenne und lodere
Manchmal bin ich kalt
Ich fühle die Liebe und den Schmerz
Das Entzücken die Freude und wie es vergeht
aber das ist mein Gefühl allein
warum sollte ich Euch diesen Genuß schenken
Ein Gruß an die jungen verlorenen Augen
ein Gruß an die naive Schönheit der ich vor den Kopf stieß
Ein Gruß an den Trank, der mich all dies faseln läßt
An die Platitüde dieses Gedichts
ein Gruß an mich, weil ich dennoch sagen kann was ich fühle
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