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Menschen sind unbedeutende Tiere, die die Evoloution mit Bewusstsein gestraft hat. Sie leben für wenige Jahzehnte auf der Oberfläche eines unbedeutenden Planeten, der in einem kleinen unbedeutenden Sonnensystem am Rande einer kleinen unbedeutenden Galaxie kreist und zerfallen dann zu Staub. Obwohl sie nur sehr verlertzliche und wenig haltbare Molukarverbindungen auf Kohlenwasserstoffbasis sind, halten sich selbst jedoch meist für sehr wichtig.
Da sie von der Evolution mit Bewusstsein bestraft wurden, sind sie sich ihrer eigene Existenz und Vergänglichkeit bewusst und verfallen als Reaktion über diese erschreckenden Umstand oft in Größenwahn. Der Größenwahn begann mit der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier und endete mit der Erfindung von Religionen und einer unsterblicher Seele, die nur Menschen besäßen.
Menschen verstehen ihre Umwelt und das Universum nicht und haben keinen Sinn im Leben, deshalb lenken sie sich entweder mit Sendungen wie Big Brother ab oder erfinden einen Gott oder eine Ideologie, die ihnen Sinn und Halt gibt.
Unerklärliches wird hingenommen oder durch harnebüchenden Pseudoerklärungen erklärt. »Woher kommt das Universum?« »Es wurde von Gott erschaffen« »Und wer erschuf Gott?« »Der war schon immer da«. Klar, genau so logisch ist es einfach zu behaupten, dass das Universum schon immer existierte.
Wissenschaft
Als Gott mehr und mehr aus der Mode kam, da Menschen erkannten, dass es außer ihrer Religion noch tausende anderer Religionen gibt, die genau so logisch oder unlogisch wie die eigene sind, haben viele den Glauben an die Religionen im herkömlichen Sinn drangegeben und eine neue Religion erschaffen: die Wissenschaft. »Die Wissenschaft kann fast alles erklären« hört man die Menschen heute oft sagen. Stimmt aber nicht. Alles was die Wissenschaft bisher getan hat ist das uns gegebene zu beobachteten und katalogisieren. Wir haben bestimmte Gesetz festgestellt, die in unserem Universum herrschen und können daher gewisse Dinge vorausberechnen. Wir wissen beispielsweise, dass sich Massen anziehen. Warum sie das tun, weiß allerdings niemand. Das Universum ist und bleibt ein unerklärliches Phänomen.
Spießer
Menschen kommen in ihrem Leben zwangsweise mit anderen Menschen in Kontakt. Obwohl sie nur wenige Jahrzehne zu leben haben (oft auch weniger) und sich dessen auch bewusst sind, gibt es genug Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, anderen Menschen in ihrem Leben auf den Sack zu gehen, um sich nicht mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Sie schaffen sich damit ihre eigene kleine geregelte Welt, in der es feste Gesetze und Regeln gibt, an die mich sich ungefragt zu halten hat, um nicht über das unerklärliche Leben, das Universum und den ganzen Rest nachdenken zu müssen, das sich nicht so einfach nach leicht verständlichen Regeln und Gesetze ordnen lässt.
Man nennt diese Menschen Spießer. Sie organisieren sich in Staaten, Konzernen und Institutionen, behaupten z.B. irgend ein Grundstück, das bereits existierte als es nicht ein Mal Mikroben gab, würde ihnen gehören weil irgend ein Mensch, der durch irgend einen anderen unbedeutenden Menschen zum Beamten ernannt wurde, ihm irgend ein Schriftstück ausgehändigt hätte, auf dem dies stehe. Sie verbieten es anderen Menschen bestimmte Drogen zu nehmen oder gewisse Filme zu sehen, obwohl es sie eigentlich einen Scheißdreck anzugehen hat und sie sich lieber darum kümmern sollten, ihr eigenes kurzes Leben zu genießen statt andere Menschen mit ihren kurzen und vergänglichen Moralvorstellungen zu stressen, die eventuell in unserer kurzern Periode der Menschheitsgeschichte eine gewissen Relevanz haben aber vor fünfhundert genau so wenige interessierte wie sie in fünfhundert Jahren jemanden interessieren wird.
In fünfhundert Jahren werden Menschen über diese Menschen lachen. Leider müssen wir uns mit ihnen heute auseinandersetzen.
Verschwörungstheorien
Es gibt einige Kohlenwasserstoffverbindungen, die wirklich etwas wichtiger sind als die restlichen, da sie Geld und Macht besitzen und damit über das Leben sehr vieler anderer Kohlenwasserstoffverbindungen zu bestimmen. Sie sitzen in den Vorständen von Großkonzernen, Weltbank, IWF und Geheimdiensten. Sie schmieren Politiker, bestimmen die Themen der Massenmedien und den nächsten Marionettenpräsidenten der USA. Menschen, die auf die Idee kommen, dass sich mächtige Menschen, die sich sehr toll fühlen weil sie über so viele andere Menschen bestimmen können, zusammenschließen könnten, um ihre Macht zu behalten und auszubauen, werden nicht etwa Realisten, sondern Verschwörungstheoretiker genannt.
Warum herrschen Menschen über Menschen?
Warum haben sich die Leute im Mittelalter von einem König, Großherzog oder Fürsten vorschreiben lassen, was sie zu tun haben? Warum haben sie es akzeptiert, dass sie im Dreck wühlten, währen eine wenige im überschwenglichen Luxus lebten?
Sie hatten den Glauben. Erstens waren die Herrschenden von Gottes Gnaden auserwählt, zweitens mussten sie nur 30 bis 50 Jahre rumkriegen und erbten dann das ewige Paradies - wenn sie im irdischen Leben nur immer schön bescheiden gewesen sind.
Das kann es allerdings nicht alleine sein. Immerhin akzeptieren die Leute die gleichen Verhältlinisse heute nur auf anderem Niveau. 2% der Menschen besitzen 90% des Reichtums auf der Erde ohne dafür irgendeine wirkliche Legitimation hätten. Jeder sieht, dass man durch Verhalten, was auch der bürgerlichen Moral zuwiderläuft, nämlich durch rücksichtloses Ellenbogenverhalten, in dieser kapitalistischen Gesellschaft belohnt wird. Anderseits wird moralisch gutes Verhalten mit Armut bestraft. Glauben an eine ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Tod haben die Menschen zum größten Teil trotzdem nicht. Warum funktioniert es trotzdem?
Zwei Dinge sind wichtig: Ablenkung - und davon haben wir wahrlich genug, man denke nur an die zahlreichen vollkommen sinnlosen Fernsehsendungen - sowie Sündenbocke. Im Mittelalter waren es Hexen, Juden und Magier die für alle Probleme des beschwerlichen Alltags verantwortlich gemacht wurden. Wenn ein Mörder gehängt wurde hat die Menge getobt, alle konnten ihre Zweifel und Ängste begeistert im vereinigten Hass der Menge ertränken und eigene Verfehlungen dadurch relativieren. Was sind schon die eigenen unreinen Gedanken an Sex oder Rache, die man von Zeit zu Zeit hegt, gegen diese Bestie, die nun dort oben steht und bald seiner gerechten Strafe zugefügt wird?
Und wer sind die Sündenbocke der heutigen Zeit?
In erster Linie Kinderschänder und andere Pädophile. Wen interessiert es schon, dass täglich im Durschnitt 24 000 Menschen elendig an Hunger verrecken, zwei Drittel davon Kinder, weil der Reichtum auf dieser Erde so ungerecht verteilt ist und die USA über Geheimdienste auch dafür sort, dass Regierungen, die dies ändern wollen, gar nicht erst entstehen? Wen interessiert es, dass in Südamerika täglich Sozialisten und Gerwerkschaftler von Killerkommandos umgebracht werden, die u.a. von Coca Cola finanziert werden? Wen interessiert dass täglich Tausende an heilbaren Krankheiten sterben weil Pharmariesen wie Bayer mit Unterstützung der EU, den USA und der Weltbank ihre Patentansprüche auch in Dritte-Welt-Ländern durchsetzen? So lange es da einen Kinderschänder gibt, der ein Kind sexuell missbraucht hat, können Millionen von Bildlesern sich an den detaillierten Beschreibungen des Verbrechens ergötzen, ihre eigenen Verfehlungen des täglichen Lebens treten nun völlig in den Hintergund. Was ist schon das bißchen Steuerhinterziehung, das unmoralische und unsoziale Verhalten im Betrieb, der Verzehr von Fleisch aus der Massentierhaltung oder der Kauf von Kaffe an dem das Blut der Feldarbeiter klebt, gegen Bestien, die so etwas tun! Der Machanismus ist der gleiche. Die wahren Verbrecher töten nicht aus Trieb, sie töten aus Berechnung und zwar tausendfach, täglich. Sie sitzen in den Vorstandsetagen der Konzerne des IWF und der Weltbank, die schmieren die Politiker, sie bestimmen die Geschicke der Welt. Aber niemanden interessiert das, so lange es Kinderschänder gibt und Leute, die Bildern von nackten Kindern im Internet tauschen.
Quelle: http://fuckup.homeunix.net/index.php?Menschen
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