»Die Pfalz beheimatet - soweit sich solche allgemeinen Feststellungen treffen lassen - einen fröhlichen und weltoffenen Menschenschlag, der viel Sinn für gesellschaftliches Zusammenleben und die Freuden der Zeit hat und dem dogmatischen Denken abgeneigt ist. Das rheinfränkische Erbe und die aus der Grenzlage sich ergebenden französischen Einflüsse mögen hierbei zusammenwirken. Neben einem ausgeprägten Sinn für Toleranz besteht jedoch häufig ein allzu starkes und unangenehmes Selbstgefühl. In diesem «lautstarken» Auftreten hat auch der «Pfälzer Krischer» seinen Ursprung. Bei aller Aufgeschlossenheit und praktischen Intelligenz haben die Pfälzer keine ausgeprägte musische Veranlagung.« Helmut Kohl, 'Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945'. Dissertation Heidelberg 1958