Wer »Sozialneid« als Argument anführt, der benutzt es nicht selten als Druckmittel um seinerseits verkappte Forderungen zu stellen, Statt zuzugeben, dass er sich ungerecht behandelt und benachteiligt fühlt, weist er auf die unangebrachte sozialneidische Haltung des anderen. Nicht selten wird mit dem Begriff auf ein selbsgerechtes Gerechtigkeitsstreben hingewiesen, welches in seiner Kleinkariertheit unsinnig ist.