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Hatte sie ein Recht, rinen Grnttd, Trontholt, den Manu, der sie einst geliebt hatte, dessen ganzes Lebell eine Reihe von schweren »Opfern im Dienst ihrer Familie gewesen war, dem sie selbst sp viel verdanke, ill dieser verletzenden Weise zii behandeln? - Nein, nein, sagte die wiedergekehrte bessere Einsicht« Es war ein großes, . bitteres Unrecht, das sie dellt Manu, dellt sie so viel Vergangenes abzubitten hatte, damit aufhat, und es ließ sich noch gutmachen. Er war druntell bei ihrer Schwester; welllt sie jetzt hinabeilte, jetzt gleich l - Aber wieder erhob der beleidigte Stolz seilt Haupt. War er denn nicht gekommen, ihr seilte Hand aliziltrageti aus Groß,, muth, weil man ihm gesagt, sie liebe ihn - sie, die ihn einst ver-, schmäht, bettle jetzt um seilte Gunst? Würde ihm ihre Flucht, ihr plötzliches Wiederkommen nicht als eilte Bestätigung dieser falschen Zuflnsterungen erscheinen lttld ihn nur noch mehr iti seinelll großherzigen Entschluß bestärken? Denn die Großmut alleilt, die beschämende Großmuth war es, die ihn hergeführt hatte tticht die Liebe, die war sicher lang erloschen l Hake er ihr nicht selbst deutlich zu verstehen gegeben, daß treue aufopfernde Freund- schaft fernerhin das einzige Gefühl sei. das ihn mit ihr ver,- binde. damals auf Schloß Snarre, als sie in des Grafen Zimmer die erste zengenlose Unterredung nach ihrer Trennung vott Utzlar mit ihm gehabt, als sie, ihrer Empfindungelt kaum mächtig, eitle Biketide vor ihm stand? Ia, damals hatte er sie fo schonend, als es ein Mann don seiliem Eharaker vermochte, aber doch mit aller Bestimmtheit znrtickgewiesen. Seitdem war von seiner Seite nichts geschehen, .was auf ^ eine Sinnesänderung hindeutete. Eni Mann wie Tromholt blieb feinen Entschlüssen treli. .Ohne Abschied war er voli ihr gereist - und in der langen Zeit bis hettte kein Wort, keilt Lebenszeichen von ihm mit Ausnahme des wenigen, was sie dnrch Ingeborgs Briefe all Dina ersahren!
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