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Fredda schrieb am 17.4. 2005 um 20:19:53 Uhr über

Goethe

aslo der Faust ist meiner bescheidenen Meinung nach eine sehr wirre Geschichte, deren tieferer Sinn sich auch nach 200 Jahren Literaturwissenschaflern nicht erschlossen hat. Aber er ist auf jeden Fall gur, um daraus zu zitieren und so Bildung vorzutäuschen:
- Gretchenfrage: Wie hast du's mit der Religion?
- ...meinen Arm und Geleit ihr anzutragen
- Bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleit nach Hause gehn
- Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein
- die Kunst ist lang, doch kurz ist unser Leben
und unübertroffen genial ist der Mephisto-Dialog:

F:Wie nennt ihr euch?
M:Die Frage scheint mir klein,
für einen, der das Wort so sehr verachtet,
und weit entfernt von allem Schein
nur in der Wesen Tiefe trachtet.

Ich bin der Geist, der stets verneint
und das mit Recht, denn alles was entsteht,
ist wert, dass es zugrunde geht.
Drum besser wär's, dass nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde, Verderben,
kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element.
F:Wie ist dies Rätselwort gemeint?
M:Ich bin ein Teil von jener Kraft,
die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
F:Du nennst dich einen Teil
und stehst doch ganz vor mir.
M:Bescheidne Wahrheit sprech ich dir.
Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt,
gewöhnlich für ein Ganzes hält,
ich bin ein Teil des Teils,
der einstmals alles war.
Ich bin ein Teil der Finsterniss,
die sich das Licht gebahr.


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